Trump setzt Russland-Sanktionen vor Zwischenwahlen aus
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Donald Trump unterzeichnete am Freitagabend ein Dekret, das neue Sanktionen und Zölle gegen Russlands Wirtschaft aussetzt. Der Kongress hatte das Gesetz im September verabschiedet, und Donald Trump unterzeichnete es noch im selben Monat, doch das Gesetz enthielt eine Ausnahmeklausel, die es ihm erlaubte, dem Kongress mitzuteilen, die Pause diene dem nationalen Interesse. Die Maßnahmen zielten auf russische Regierungsvertreter, Oligarchen und Finanzinstitutionen ab und gaben dem Präsidenten zusätzliche Zollbefugnisse gegenüber Ländern, die weiter Handel mit Russland treiben.
Die Berichterstattung brachte den Schritt mit Dieselpreisen in Verbindung. Die Sanktionen und Zölle hätten Donald Trumps Bemühungen erschwert, die Kraftstoffkosten vor den Zwischenwahlen am 3. November zu senken, nachdem die Vereinigten Staaten eine Woche zuvor vereinbart hatten, Diesel aus Russland zu kaufen. Die Ausnahme verschafft Wladimir Putin daher eine Atempause zu einem Zeitpunkt, an dem Washington Moskau um Hilfe bei den Energiepreisen ersucht, während die Ukraine zugleich warnt, dass Sanktionserleichterungen den Druck auf Russland schwächen würden.
Der Kongress hielt binnen Stunden dagegen. Gregory Meeks, der ranghöchste Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses, brachte einen Gesetzentwurf ein, um die Genehmigung des Finanzministeriums rückgängig zu machen, die den Verkauf russischen Diesels und dessen Import in die Vereinigten Staaten bis April 2027 erlaubt. Sechzehn Demokraten schlossen sich ihm an, und Don Bacon, ein republikanischer Kritiker Donald Trumps, unterstützte die Maßnahme ebenfalls. Der Gesetzentwurf würde außerdem die U.S. International Development Finance Corporation daran hindern, in den russischen Energiesektor zu investieren.
Die Quellen nannten keinen Abstimmungstermin für den Meeks-Gesetzentwurf und sagten nicht, wie lange die Sanktionspause dauern wird. Vom Finanzministerium lag keine veröffentlichte Reaktion auf den Gesetzentwurf vor.
Als Nächstes: Die Zwischenwahlen finden am 3. November statt.
Nach Berichten von: Adnkronos, ANSA.it, AP NEWS, Diário de Notícias
