Abend-Brief, Freitag, 16. Oktober

Von KI erstellter Text und synthetische Stimme. Wie dieser Text entsteht

Eine Ausgabe aus dem Archiv. Neueste Ausgabe

Abendausgabe

Satellitenbild: NASA

1Diplomatie

EU verspricht Selenskyj einen Winterschutz

Fortsetzung von heute Morgen. Neu: Selenskyj erhielt EU-Winterzusagen und verknüpfte sie mit Finanzierung 2027 und Beitrittsgesprächen.

Wolodymyr Selenskyj betrat den Saal des Europäischen Rates in Brüssel unter Applaus sowie mit Händeschütteln und Umarmungen, wobei der slowakische Ministerpräsident Robert Fico sichtbar auf Distanz blieb. Selenskyj nutzte den zweiten Gipfeltag, um auf ein Winterpaket für Energie, Luftverteidigung und Finanzierung zu drängen, und legte neben der Rechnung für 2026 auch den Finanzbedarf der Ukraine für 2027 auf den Tisch.

Ursula von der Leyen sagte, Russland versuche, die Energie- und Wasserinfrastruktur der Ukraine zu zerstören, und versprach, die EU werde Kyjiw durch den Winter helfen. António Costa sagte Selenskyj, die EU könne während des Krieges und mit Blick auf die künftige Mitgliedschaft der Ukraine verlässlich an ihrer Seite stehen, nachdem in der Woche vom 12. Oktober zwei weitere Verhandlungscluster eröffnet worden waren. Von der Leyen sagte, das Ziel sei, die letzten beiden Cluster bis Ende 2026 zu eröffnen, während Selenskyj sagte, Kyjiw wolle sie noch vor Ende dieses Jahres eröffnen.

Der Gipfel legte auch offen, wie abhängig Europa von amerikanischer Infrastruktur auf dem Gefechtsfeld ist. Kaja Kallas sagte, Starlink sei für die Ukraine wirklich notwendig und Europa könne diese Kapazität kurzfristig nicht ersetzen, nachdem Einschränkungen beim militärischen Satellitendienst Starshield von SpaceX am 14. Oktober die ukrainische Drohnenkommunikation gestört hatten. Von der Leyen sagte, die EU bereite ein 22. Sanktionspaket vor und werde die Sanktionen aufrechterhalten, bis Russland den Krieg beendet.

Als Nächstes: Die EU will bis Ende 2026 die letzten zwei Beitrittscluster eröffnen.

Nach Berichten von: ANSA.it

2Sicherheit

Bend-Polizei untersucht Schulschüsse durch 16-jährige Person

Fortsetzung von heute Morgen. Neu: Die Polizei nannte eine 16-jährige tatverdächtige Person und meldete vier Tote, zwei Menschen schweben in Lebensgefahr.

Die Polizei in Bend im US-Bundesstaat Oregon teilte mit, ein 16-jähriger Junge habe am 15. Oktober an der Silver Rail Elementary School das Feuer eröffnet und drei Kinder im Alter von fünf, acht und elf Jahren sowie eine Lehrkraft getötet. Der erste Notruf ging um 12:59 Uhr ein, Beamte erreichten die Schule um 13:02 Uhr, und sie fanden den Verdächtigen bereits tot mit Schussverletzungen vor. Ermittler sagten, er habe auf verschlossene Türen geschossen, um hineinzukommen, bevor er auf Menschen schoss, die er in dem Gebäude vorfand.

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Minuten, die Polizeikräfte aus Bend nach dem ersten Notruf bis zum Eintreffen brauchten

Quellen: The Independent, The Guardian, BBC

Ein siebenjähriges Schulkind und eine 54-jährige Lehrkraft wurden in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht, sagte der Polizeichef von Bend, Mike Krantz, vor Reportern. Die Polizei sagte, ein Augenzeuge habe gesehen, wie der Verdächtige die Schule betrat, sei ihm nach drinnen gefolgt und habe ihn zur Rede gestellt, aber Sprecherin Sheila Miller sagte, die Behörden wüssten noch immer nicht, wer auf den Verdächtigen geschossen habe. Die Schule, die etwa 450 Schüler und 40 Beschäftigte hat, wurde abgeriegelt, bevor die Klassenräume geräumt und die Kinder mit Bussen zur Journey Church gebracht wurden, wo sie mit ihren Familien zusammengeführt wurden.

Oregons Gouverneurin Tina Kotek nahm an der Presseunterrichtung teil und lobte ein Mitglied der Gemeinschaft dafür, eingegriffen zu haben, bevor sie über die Trauer sprach, vor der die Familien standen.

„Kein Elternteil sollte einen solchen Tag erleben müssen, und keine Gemeinschaft sollte einen solchen Tag durchleben müssen.“

Tina Kotek

FBI-Chef Kash Patel sagte, Bundesagenten seien am Tatort und würden alle Ressourcen bereitstellen, die die örtlichen Ermittler benötigen. Die Polizei hat kein Motiv, die Art der Waffe oder Angaben dazu veröffentlicht, ob der Verdächtige jemanden in der Schule kannte.

Nach Berichten von: The Independent, The Guardian, BBC, AP NEWS, Washington Post, LBC

3Regierung

Albanische Proteste zwingen Rama zur Schuldzuweisung an Außenstehende

Neu

Albaniens Studentenproteste eskalierten in Tirana, nachdem sich Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen den Studierenden angeschlossen hatten, die den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama fordern. Die Bewegung begann Ende Mai wegen eines Tourismusprojekts an der geschützten Küste von Zvernec, das mit Jared Kushner in Verbindung steht, und weitete sich dann zu Wut über Studiengebühren, Zustände an den Universitäten, schlechte Berufsaussichten und Korruptionsvorwürfe gegen hohe Amtsträger aus.

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Menschen, gegen die nach drei Tagen Studentenprotesten in Albanien ermittelt wurde

Quelle: Deutsche Welle

Maskierte Demonstranten warfen Steine auf die Polizei, und die Polizei reagierte mit Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken. Demonstranten setzten Mülltonnen in Brand, um Straßen zu blockieren, und Berichten zufolge wurden das Bildungs-, Justiz- und Finanzministerium am 15. Oktober in Brand gesetzt, woraufhin das Parlament seine Sitzung absagte. Die Polizei teilte mit, 71 Beamte seien verletzt und 160 Demonstranten an jenem Abend festgenommen worden, während in anderen Berichten von 152 Festnahmen und 324 Personen die Rede war, gegen die über drei Tage hinweg ermittelt wurde.

Edi Rama brach sein Schweigen zunächst mit einem Video aus dem beschädigten Gebäude des College of Europe nahe seinem Amtssitz und machte die Opposition dafür verantwortlich, sich hinter maskierten Gruppen zu verstecken. Am 16. Oktober veröffentlichte er ein weiteres Video auf Facebook, in dem er sagte, die Unruhen hätten nichts mit Not oder legitimen Forderungen nach einem besseren Leben zu tun, und behauptete, nicht genannte ausländische Kräfte schürten Gewalt, um Albaniens EU-Beitrittsgesuch zu blockieren. Belege für diese Behauptung legte er nicht vor und sagte, Studierende seien eingeladen, über Lösungen zu sprechen.

Die Demonstranten sagen, sie seien an keine Partei gebunden. Ihre Parolen richten sich sowohl gegen Rama als auch gegen Oppositionsführer Sali Berisha, und Studierende sagen, sie würden über ihre Forderungen nicht verhandeln, solange die Regierung nicht abtritt.

Nach Berichten von: Deutsche Welle, BBC, ΣΚΑΪ, NEWS 24/7, Η Ναυτεμπορική, NewsIT

4Gesundheit & Bildung

Papst Leo XIV. nimmt nach Lungen-OP die Arbeit wieder auf

Neu

Papst Leo XIV., 71, erholt sich im römischen Gemelli-Krankenhaus, nachdem Ärzte ihm am 13. Oktober nach der Diagnose eines Adenokarzinoms, der häufigsten Form von Lungenkrebs, den Unterlappen des rechten Lungenflügels entfernt hatten. Der Vatikan teilte mit, die Operation habe 90 Minuten gedauert, der Krebs sei früh erkannt worden, und weitere Tests sollten klären, ob er sich ausgebreitet habe.

In einem medizinischen Bericht vom 16. Oktober, unterzeichnet von Dr. Luigi Carbone und Dr. Stefano Margaritora, hieß es, Bluttests und eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs hätten eine stetige Besserung bestätigt. Der Papst setzt die Atemphysiotherapie fort, erledigte alltägliche Verrichtungen selbstständig, feierte in einem Zimmer im 10. Stock des Gemelli die Messe und arbeitete tagsüber. Vatikansprecher Matteo Bruni sagte, die Ärzte hätten noch keine Entscheidung über eine Entlassung übermittelt, und der ursprüngliche Zeitrahmen für die Erholung bleibe bei etwa einer Woche.

Der Vatikan erklärte, Leo XIV. werde am Sonntag, dem 18. Oktober, den Angelus sprechen, sagte jedoch nicht, ob er vom Petersplatz oder aus dem Krankenhaus sprechen werde. Kardinal Pietro Parolin sagte, ein Gebet im Krankenhaus sei möglich und hänge von der Genesung ab.

„Die Frage ist jetzt, wann er zurückkehren wird, unter welchen Umständen er zurückkehren wird und was die Ärzte sagen.“

Pietro Parolin

Audienzen sind bis einschließlich 20. Oktober abgesagt. Die Planungen für eine Lateinamerika-Reise, die ab dem 6. November vorgesehen ist, laufen weiter, doch der Vatikan stellte klar, dass die Veröffentlichung der Liste der akkreditierten Journalisten keine Garantie dafür sei, dass die Reise stattfinden werde.

Als Nächstes: Der Papst soll am 18. Oktober den Angelus sprechen.

Nach Berichten von: ANSA.it, Adnkronos, El Confidencial, Trouw, Fanpage, Il Messaggero

5Verkehr

ENAV stellt italienische Flüge nach Datennetzfehler wieder her

Neu

Italiens ziviler Flugsicherungsdienstleister ENAV nahm den Betrieb wieder mit voller Kapazität auf, nachdem eine Störung im nationalen Datenübertragungsnetz Flüge ab 6 Uhr am 16. Oktober verzögert oder gestoppt hatte. Die Behörde senkte die Abfertigungskapazität um etwa 50 %, solange die Anomalien anhielten, und erklärte, dies zur Wahrung der Sicherheit getan zu haben. Einen Hackerangriff oder Sabotage schloss sie zudem aus.

Die Störung betraf Flughäfen im ganzen Land, darunter Rom-Fiumicino, Mailand-Linate, Triest und Lamezia Terme. In Fiumicino wurden 12 Abflüge gestrichen, etwa 20 weitere verspäteten sich um ein bis zwei Stunden. Neapel war stark betroffen, dort wurde die Betriebsrate vorübergehend von 28 auf 14 Flugbewegungen pro Stunde halbiert, neun Abflüge und acht Ankünfte wurden gestrichen. Turin verzeichnete fünf gestrichene Abflüge und fünf gestrichene Ankünfte, während in Salerno bei acht geplanten Flugbewegungen eine Ankunft und ein Abflug ausfielen.

Gestrichene Flüge an ausgewählten italienischen FlughäfenFlüge
  • Abflüge Rom-Fiumicino12
  • Abflüge Neapel9
  • Ankünfte Neapel8
  • Flugbewegungen Salerno2
  • Abflüge Turin5
  • Ankünfte Turin5

Passagiere bekamen die Störung weit über Italien hinaus zu spüren. Ein EasyJet-Flug von Genf nach Rom, der um 6 Uhr starten sollte, hob etwa drei bis dreieinhalb Stunden verspätet ab, nachdem sich die voraussichtlichen Abflugzeiten zunächst auf 7:30 Uhr und dann auf etwa 9 Uhr verschoben hatten. Einige Passagiere mit späteren Anschlussflügen entschieden sich, das Flugzeug zu verlassen, während die Besatzung Frühstück anbot und für Ruhe in der Kabine sorgte.

In der Mitteilung von ENAV hieß es, der volle Betrieb sei wiederhergestellt, womit die landesweite Störung beendet sei. Flughafenbetreiber in Neapel, Salerno und Turin rieten Passagieren, sich weiterhin über die Kanäle der Fluggesellschaften und die offiziellen Flughafenkanäle auf dem Laufenden zu halten.

Nach Berichten von: N-tv, ANSA.it, BFMTV, Adnkronos

6Sicherheit

Peshawar ordnet nach Dacheinsturz Schulinspektionen an

Fortsetzung von heute Morgen. Neu: Behörden ordneten Inspektionen privater Schulen in der ganzen Provinz an und nahmen die Person fest, der die Schule gehört.

Das Dach von Al-Khair, einer Privatschule im Gebiet Dir Colony in Peschawar, stürzte am 15. Oktober ein, während der Unterricht lief. Berichten zufolge befanden sich etwa 110 Schülerinnen und Schüler in drei Klassenzimmern, als die Konstruktion nachgab, und Medien nannten unterschiedliche Opferzahlen, wobei in den meisten Berichten von mindestens 32 bis 34 getöteten Schülerinnen und Schülern sowie einer getöteten Lehrkraft die Rede war. In mehreren Berichten hieß es, mehr als 50 Menschen seien verletzt worden.

Rettungskräfte erreichten den Ort innerhalb von fünf Minuten, und Behördenvertreter sagten, bis zum Ende des Einsatzes seien alle unter den Trümmern Eingeschlossenen geborgen worden. Bilal Faizi, ein Sprecher der Rettungsdienste in Peschawar, sagte, die Helfer hätten mindestens 40 Kinder lebend aus den Trümmern gezogen. Er sagte, das Dach habe aus Lehm und Ziegeln bestanden und einige Kinder seien erstickt.

Die Polizei nahm den Eigentümer der Schule fest. Der Polizeichef von Peschawar, Saeed Ahmed, sagte, das Gebäude sei baulich instabil gewesen, und der Eigentümer habe den Beamten gesagt, die jüngsten Regenfälle hätten das Dach geschwächt. Andere Behördenvertreter verwiesen auf minderwertige Deckenplatten und Überlastung, während Angehörige sagten, sie hätten den Eigentümer wiederholt vor Regenwasser gewarnt, das in die Klassenzimmer eindringe.

Die Regierung von Khyber Pakhtunkhwa ordnete an, dass Distriktausschüsse Privatschulgebäude in der gesamten Provinz inspizieren, einschließlich gemieteter Räumlichkeiten. Die Inspektoren müssen Dächer, Decken, Wände, Säulen, Balken, Fundamente und Treppenhäuser prüfen und anschließend jedes Gebäude als sicher, reparaturbedürftig oder potenziell unsicher einstufen. Ergebnisse und Empfehlungen sind binnen drei Tagen vorzulegen, und UNICEF forderte regelmäßige Inspektionen sowie die strikte Durchsetzung von Sicherheitsstandards.

Als Nächstes: Inspektionsergebnisse und Empfehlungen sollen binnen drei Tagen vorliegen.

Nach Berichten von: europa press, ANSA.it, Al Jazeera Online, Irish Examiner, Notícias ao Minuto, Deutsche Welle

Was ansteht

Aus dieser Ausgabe

  • 1

    Die EU will bis Ende 2026 die letzten zwei Beitrittscluster eröffnen.

  • 4

    Der Papst soll am 18. Oktober den Angelus sprechen.

  • 6

    Inspektionsergebnisse und Empfehlungen sollen binnen drei Tagen vorliegen.

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