Schüsse an Grundschule in Bend, Oregon: Mehrere Tote, Täter tot
Die Polizei teilt mit, der Schütze sei am Donnerstag, dem 15. Oktober, in der Silver Rail Elementary School in Bend, Oregon, erschossen worden. Medienberichte nennen Opferzahlen zwischen mindestens drei und mindestens fünf Toten, eine offizielle Zahl wurde bislang nicht veröffentlicht.
Die Tat und die Reaktion der Polizei
Die Polizei in Bend, Oregon, teilte mit, sie habe am Donnerstag, dem 15. Oktober, gegen 12:59 Uhr Ortszeit einen ersten Notruf erhalten. Gemeldet wurde, dass ein unbekannter Mann in der Nähe der Silver Rail Elementary School auf ein Auto geschossen habe. Innerhalb einer Minute gingen mehrere weitere Anrufe ein, wonach eine Person die Schule betreten habe und zu schießen begonnen habe. Die Einsatzkräfte erreichten den Tatort etwa drei Minuten nach dem ersten Anruf, und innerhalb von Sekunden wurde ihnen mitgeteilt, der Verdächtige sei erschossen worden, möglicherweise von einem Zeugen. Die Polizei hat bislang nicht bestätigt, wer auf den Verdächtigen schoss, und erklärte, es könnte sich um einen Unbeteiligten gehandelt haben.
- Erster Notruf meldet einen Mann, der in der Nähe der Silver Rail Elementary School auf ein Auto schießt
- Weitere Notrufe melden eine Person, die die Schule betritt und schießt
- Polizeikräfte treffen an der Schule ein
- Den Einsatzkräften wird mitgeteilt, der Verdächtige sei erschossen worden, möglicherweise von einem Zeugen
Opferzahlen weiterhin unbestätigt
Die Polizei erklärte, es gebe mehrere Opfer, darunter Kinder, und mindestens zwei Menschen seien in das St. Charles Bend hospital gebracht worden, wo ihr Zustand nicht bekannt war. Eine offizielle Opferzahl hatte die Polizei nicht veröffentlicht. Die Medienberichte gehen auseinander. CNN berichtete unter Berufung auf Strafverfolgungsquellen, drei Kinder und ein Erwachsener seien getötet worden. Die Associated Press berichtete unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte Beamte, in einer vorläufigen Zählung, die sich noch ändern könne, seien mindestens fünf Menschen getötet worden, und erklärte, es sei unklar, ob der Schütze darunter sei. La Razón berichtete unter Berufung auf vorläufige Informationen der Behörden von mindestens vier Toten, ohne zu sagen, ob der Verdächtige mitgezählt wurde. 20minutes berichtete unter Berufung auf Polizeiquellen von vier Toten und wies darauf hin, dass die Zahl nicht offiziell bestätigt sei.
Abriegelung und Evakuierung
Die Schule wurde abgeriegelt, und die Einsatzkräfte durchsuchten nacheinander jeden Klassenraum und evakuierten alle Anwesenden. Die Schülerinnen und Schüler wurden mit Bussen zur Journey Church gebracht, etwas mehr als zwei Kilometer entfernt, wo die Familien zur Zusammenführung kommen sollten. Die Polizei erklärte, sie werde so lange wie nötig mit starken Kräften rund um die Schule und die Kirche präsent bleiben, und bat die Öffentlichkeit, den Bereich zu meiden. Silver Rail hatte im vergangenen Jahr 459 eingeschriebene Schülerinnen und Schüler, wie aus Daten des Oregon Department of Education hervorgeht. Die Schule unterrichtet Kinder vom Kindergarten bis zur fünften Klasse und liegt mehr als 160 Kilometer südöstlich von Portland.
Reaktionen und weiterer Kontext
Steven Cook, Superintendent des Schulbezirks Bend-La Pine, erklärte in einer Stellungnahme, der Bezirk sei schockiert und am Boden zerstört; oberste Priorität hätten die Schülerinnen und Schüler sowie die Beschäftigten und die Unterstützung von Polizei und Rettungskräften. Oregons Gouverneurin Tina Kotek schrieb auf Facebook, sie verfolge die Lage und danke den Behörden für ihr schnelles Handeln. Auch Organisationen für Waffenkontrolle reagierten. Brady bezeichnete Schulmassaker auf X als weder unvermeidlich noch normal, und Giffords drückte Familien seine Unterstützung aus, die darauf warteten, dass ihre Angehörigen in Sicherheit seien. Das Gun Violence Archive hat in diesem Jahr bislang mehr als 350 Massakerschießereien in den Vereinigten Staaten gezählt, wobei es von einer Schwelle von vier oder mehr Getöteten oder Verletzten ausgeht, ohne den Schützen mitzuzählen. Laut La Razón wurden bei einer Schießerei am Samstag, dem 10. Oktober, in Erie, Pennsylvania, acht Menschen getötet, darunter zwei Kinder. Auch das Massaker von 2022 in Uvalde, Texas, bei dem 19 Kinder und zwei Erwachsene getötet wurden, wird in der Berichterstattung über diesen Angriff häufig genannt, wie 20minutes berichtet. Dasselbe Medium berichtete, im Jahr 2025 seien in den Vereinigten Staaten nach Angaben des Gun Violence Archive fast 15.000 Menschen durch Schusswaffen getötet worden, Suizide ausgenommen.
Was offen bleibt
Die Behörden haben die endgültige Opferzahl und die Umstände, unter denen der Schütze erschossen wurde, noch nicht dargelegt. Solange die Polizei die Zahlen nicht bestätigt, werden die kursierenden Opferzahlen zwischen den Medien weiter auseinandergehen.