Russland bombardiert Kiew und testet den Luftschild an der Grenze
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Russische Streitkräfte feuerten in der Nacht ballistische Raketen, Marschflugkörper und Langstreckendrohnen auf Kyjiw und die umliegende Region ab. Dabei wurden mindestens 16 Menschen getötet und mehr als 40 verletzt, zudem wurden Wohnblöcke, ein Kinderkrankenhaus, eine Schule und Lagerhäuser beschädigt. Ukrainische Behörden erklärten, der Angriff habe fast neun Stunden gedauert, während das russische Verteidigungsministerium mitteilte, es habe Fabriken für Drohnenkomponenten, eine Anlage zur Raketenmontage, Depots und Logistikstandorte rund um die Hauptstadt ins Visier genommen.
„Es war ein massiver Angriff: Die Russen haben ihn lange vorbereitet und verschiedene Arten ballistischer Raketen, Marschflugkörper und Drohnen kombiniert, um der zivilen Infrastruktur den größtmöglichen Schaden zuzufügen.“
- Getötet16
- Verwundet40
Der Angriff ließ den Krieg auch in die Luftraumüberwachung der Verbündeten hineinreichen. Polen ließ Flugzeuge aufsteigen und warnte Bewohner der Grenzregion, während Rumänien nach Radarkontakten Kampfjets in die Luft schickte und später mitteilte, ein unbemanntes Luftfahrzeug sei in den Luftraum nahe Galați eingedrungen, bevor es in einem unbewohnten Gebiet niederging. Ein rumänischer F-16 zerstörte nach Angaben rumänischer Behörden zudem eine mit Sprengstoff beladene Seedrohne nahe dem Gasprojekt Neptun Deep im Schwarzen Meer.
Die Ukraine erklärte, ihre Luftabwehr sei gegen Marschflugkörper wirksam gewesen, bleibe aber ohne kontinuierliche Lieferungen von Patriot-Abfangraketen ballistischen Raketen ausgeliefert. Russland meldete unterdessen ukrainische Drohnenwellen in Richtung seines eigenen Territoriums, wobei Moskaus Bürgermeister sagte, 250 Drohnen seien auf die Region zugeflogen und die Luftabwehr habe 28 davon innerhalb der Region zerstört. Der Krieg ist nicht mehr nur Frontlinie und Hinterland; er ist ein Stresstest für den europäischen Luftraum, die Energieinfrastruktur und die Munitionspolitik.
Nach Berichten von: ANSA.it, Reuters, Ouest France, rmf24.pl, Nasz Dziennik, Polska Agencja Prasowa SA