
Russische Luftangriffe töten acht Menschen in Kyjiw – Polen alarmiert Kampfjets
Russische Truppen haben in der Nacht einen massiven Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen auf Kyjiw gestartet, bei dem acht Menschen getötet und 33 verletzt wurden. Zugleich löste der Angriff militärische Luftschutzmaßnahmen jenseits der polnischen Grenze aus.
Nächtliche Luftangriffe auf ukrainische Städte
Russische Truppen haben in der Nacht einen koordinierten Angriff auf Kiew und Umgebung mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und schweren Drohnen geführt. In der ukrainischen Hauptstadt galt über acht Stunden lang Fliegeralarm, während die ukrainische Luftabwehr in mehreren Bezirken anfliegende Ziele bekämpfte. Die Luftabwehr schoss während der Angriffswelle 56 Drohnen ab oder neutralisierte sie.
Augenzeugen berichteten von über einem Dutzend Detonationen kurz nach Mitternacht; Schäden wurden in den Bezirken Swjatoschynskyj, Solomjanskyj, Schewtschenkiwskyj und Darnyzkyj registriert. Explosionen und herabstürzende Trümmer lösten Brände in Wohnhäusern, Industrieanlagen und Lagerhäusern aus. Mehrere Stadtbezirke erlitten Stromausfälle, da die Angriffe die Stromverteilungsinfrastruktur beeinträchtigten.
- Russische Streitkräfte starten Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen auf mehrere Kiewer Stadtbezirke.
- Die polnischen Streitkräfte alarmieren Kampfjets und versetzen die Luftverteidigungssysteme in Alarmbereitschaft.
- Das polnische Regierungszentrum für Sicherheit hebt die Luftgefahrenwarnung für die Grenzregionen auf.
- Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigt, dass die Zahl der Opfer auf 8 Tote und 33 Verletzte gestiegen ist.
Opferzahlen und Gebäudeschäden in der Hauptstadt
Die Rettungsdienste bestätigten bis Donnerstagmorgen acht Tote und 33 Verletzte in Kiew. Im Bezirk Solomjanskyj traf eine Rakete einen neunstöckigen Wohnblock, zudem beschädigten Trümmer ein nahegelegenes fünfstöckiges Wohnhaus. Ein örtliches Kinderkrankenhaus erlitt strukturelle Schäden mit zerstörten Fenstern und brennenden Fahrzeugen auf dem Hof.
Mannschaften des Staatlichen Rettungsdienstes befreiten zwei Überlebende aus den Trümmern eingestürzter Gebäude. An einem Ort waren Bewohner vorübergehend in einem Luftschutzbunker eingeschlossen, bis Rettungskräfte den Eingang freiräumen konnten. Im weiteren Gebiet Kiew wurde im Bezirk Browary ein Mann getötet und ein weiterer verletzt.
- Todesopfer
- 8 Personen
- Verletzte
- 33 Personen
- Krankenhausbehandlungen
- 14 Personen
- Aus Trümmern gerettet
- 2 Personen
Reaktion der ukrainischen Behörden und Schadensbewertung
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko gab am Donnerstagmorgen aktualisierte Opferzahlen bekannt, nachdem die Einsatzkräfte die betroffenen Wohn- und Nichtwohngebäude begutachtet hatten.
Nach präzisierten Angaben sind in der Hauptstadt infolge des feindlichen Angriffs acht Menschen gestorben. 33 Bewohner der Stadt wurden verletzt.
Das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation, das dem ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat untersteht, berichtete, dass die Angriffe vor allem zivile Infrastruktur und Wohngebiete getroffen hätten, darunter Gesundheitseinrichtungen, Geschäfte, Garagen und gewerbliche Lagerhäuser. 14 der verletzten Bewohner wurden zur dringenden Behandlung in städtische Krankenhäuser gebracht, andere erhielten ambulante Behandlung am Ort.
Polnische Militäraktivierung und Grenzsicherungswarnungen
Das Ausmaß der russischen Luftoperation veranlasste das Nachbarland Polen, Schutzprotokolle entlang seiner Ostgrenze einzuleiten. Das Operationskommando der polnischen Streitkräfte aktivierte Luftverteidigungssysteme und alarmierte Kampfjets, um den nationalen Luftraum vor möglichen Eindringlingen zu schützen.
Im Zusammenhang mit der Aktivität der Langstreckenluftfahrt der Russischen Föderation, die Angriffe auf das Gebiet der Ukraine durchführt, haben militärische Luftfahrtoperationen im polnischen Luftraum begonnen.
Das polnische Regierungszentrum für Sicherheit versendete mobile Warnmeldungen an die Bewohner der Woiwodschaften Lublin und Karpatenvorland, die vor Luftangriffen in der Westukraine warnten. Die bodengestützten Luftabwehrsysteme und Radaranlagen blieben bis 05:31 Uhr in erhöhter Bereitschaft, als die Behörden das Ende der unmittelbaren Gefahr offiziell bekannt gaben.


