Morgen-Brief, Mittwoch, 17. Juni

Morgenausgabe, Mittwoch, 17. Juni, 7:05.

Von KI erstellter Text. Wie dieser Text entsteht

Eine Ausgabe aus dem Archiv. Neueste Ausgabe

1Regierung

FBI nimmt fünf wegen angeblichen Angriffsplans auf das Weiße Haus fest

Fortsetzung vom gestrigen Abend.

US-Bundesbehörden teilten mit, sie hätten einen mutmaßlichen Plan vereitelt, die UFC-Veranstaltung anzugreifen, die auf dem Südrasen des Weißen Hauses zu Donald Trumps 80. Geburtstag ausgerichtet wurde. Anklageunterlagen beschreiben einen Plan, der unter etwa 20 Personen auf Signal besprochen wurde: Mit Sprengstoff bestückte Drohnen sollten eine Evakuierung auslösen, danach sollten Scharfschützen auf ausgewählte Ziele feuern und eine zweite Gruppe die Tore stürmen. Das FBI erfuhr am 10. Juni von der Bedrohung, nachdem die Mutter des 19-jährigen Tycen Proper die örtliche Polizei vor seinen Waffenkäufen und Online-Aktivitäten gewarnt hatte.

FBI-Direktor Kash Patel sagte, die Festnahmen hätten den mutmaßlichen Plan gestoppt, bevor er aus den Chatrooms auf den Rasen gelangen konnte.

„Dank des schnellen Handelns des FBI, unserer Partner und des Justizministeriums in einer Operation über mehrere Bundesstaaten hinweg befinden sich nun mehrere Personen in Gewahrsam, und mutmaßlich geplante Anschläge wurden im Keim erstickt.“

Kash Patel

Fünf Männer wurden in Ohio, Missouri, Nebraska und Kalifornien festgenommen, während Ermittler ein größeres mögliches Netzwerk von 23 Personen identifizierten. Die Veranstaltung zog den Unterlagen und offiziellen Angaben zufolge etwa 4.000 geladene Gäste auf das Gelände und etwa 100.000 Zuschauer zu einer Leinwand in einem nahe gelegenen Park. Donald Trump, der zum G7-Gipfel in Frankreich war, sagte Reportern, er sei nicht über die Bedrohung unterrichtet worden. Der Fall wird auf die Probe stellen, ob die Strafverfolgungsbehörden mit politischer Gewalt Schritt halten können, die heute verschlüsselte Planung, Grollpolitik und billige Lufttechnologie miteinander verbindet.

Nach Berichten von: AP NEWS, ANSA.it, Reuters, Ziare.com, BBC, LaVanguardia

2Konflikte

Russland verunsichert Europa auf See und in polnischer Grenzstadt

Fortsetzung vom gestrigen Abend.

Eine russische Fregatte gab Warnschüsse in Richtung einer unter britischer Flagge fahrenden zivilen Jacht im Ärmelkanal ab, etwa 20 Seemeilen südlich der Isle of Wight und außerhalb britischer Hoheitsgewässer. Russlands Verteidigungsministerium sagte, die Jacht habe sich gefährlich genähert und nicht auf Funkrufe, Leuchtsignale und akustische Warnungen reagiert. Das britische Verteidigungsministerium erklärte, es untersuche Berichte über den Vorfall, Verletzte oder Schäden wurden nicht gemeldet. Die Episode folgte auf die britisch geführte Kontrolle des sanktionierten Tankers Smyrtos in denselben Gewässern, auch wenn eine britische Verteidigungsquelle die beiden Fälle als getrennt behandelte.

In Polen verfolgten Ermittler die Tötung des russischen Künstlers Semyon Skrepetsky, der Wladimir Putin karikiert und drei Tage vor seiner Erschießung vor der russischen Botschaft in Berlin protestiert hatte. Staatsanwälte sagten, ein Schütze habe auf einem Parkplatz in Biała Podlaska nahe der belarussischen Grenze auf ihn geschossen und dann aus nächster Nähe erneut geschossen. Die Polizei nahm zwei belarussische Staatsbürger fest, sagte jedoch, der Schütze sei weiter flüchtig, während sich Polens Agentur für Innere Sicherheit den Ermittlungen anschloss.

Bartosz Grodecki, der Leiter des polnischen Nationalen Sicherheitsbüros, warnte, ein politisches Motiv hätte weiterreichende Folgen.

„Wenn der politische Charakter dieses Verbrechens bestätigt wird, werden wir mit einer neuen Erscheinungsform der Eskalation von Handlungen konfrontiert sein, die Russland außerhalb seiner Grenzen ausführt. Polen darf kein Raum für solche Handlungen werden.“

Bartosz Grodecki

Keiner der beiden Vorfälle beweist einen einzigen Plan, doch zusammen schärfen sie Europas Gefühl dafür, dass Druck aus Moskau inzwischen über Schiffe, Gerichte, Exilanten und Schatten eintrifft. Der Grauzonenkrieg ist für die Menschen, die in seinem Weg stehen, nicht grau.

Nach Berichten von: AP NEWS, The New York Times, Courrier international, The Guardian, Ouest France, Le Parisien

3Energie & Handel

Brüssel akzeptiert Trumps Zollkompromiss, Ölhändler preisen Entlastung am Golf ein

Fortsetzung vom gestrigen Abend.

Das Europäische Parlament erteilte dem EU-US-Zollabkommen die endgültige Zustimmung und verschaffte Donald Trump vor seiner Frist am 4. Juli einen politischen Erfolg. Der Pakt streicht die meisten EU-Zölle auf amerikanische Industriegüter und deckelt US-Zölle auf den Großteil europäischer Exporte bei 15 %, behält jedoch Schutzklauseln für Stahl, Aluminium und künftige Importschübe bei. Die Abgeordneten unterstützten die Vereinbarung mit 440 zu 151 Stimmen bei 50 Enthaltungen, nach monatelanger Verzögerung durch Grönland-Drohungen, Gerichtsurteile in Amerika und neuen Zolldruck aus Washington.

Abstimmung im Europäischen Parlament über EU-US-HandelspaktStimmen
  • Dafür440
  • Dagegen151
  • Enthaltungen50

Die Ölmärkte bewegten sich aufgrund einer anderen, aber verwandten Wette: dass die Straße von Hormus sicherer nutzbar werden könnte. Brent fiel auf 78,87 Dollar und West Texas Intermediate auf 75,96 Dollar nach dem angekündigten US-iranischen Memorandum, das einen 60-tägigen Waffenruheprozess, Sanktionsausnahmen für iranische Exporte und eine Aufhebung der Blockade der US-Marine binnen 30 Tagen vorsieht. Streitpunkte bleiben bei iranischen Transitgebühren und der Frage, ob die Waffenruhe Israels Operationen im Libanon berührt, weshalb Reeder möglicherweise auf Beweise warten, bevor sie Schiffe wieder durch den Golf schicken.

Ursula von der Leyen stellte die Handelsabstimmung als gelöstes Umsetzungsproblem dar.

„Mit diesem Meilenstein sind wir nur noch Tage davon entfernt, unsere Zusage zu erfüllen, Zölle auf Einfuhren von US-Industriegütern abzuschaffen.“

Ursula von der Leyen

Die beiden Geschichten zeigen denselben kommerziellen Instinkt: einen bekannten Preis zahlen, um einen schlimmeren Schock zu vermeiden. Europa kaufte Zollgewissheit zu einem Preis, während Ölhändler Frieden kauften, bevor die Tinte auf den Papieren getrocknet ist.

Nach Berichten von: Reuters, The Guardian, RFI, Süddeutsche Zeitung, The Next Web, The New York Times

4Gesundheit & Bildung

Ebola-Helfer warnen, Kongos Ausbruch erreicht seinen Höhepunkt noch nicht

Neu

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist zum größten je verzeichneten Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Stamms geworden. Die Weltgesundheitsorganisation führt 808 bestätigte Fälle und 192 Todesfälle auf, doch Hilfsorganisationen warnen, dass diese Zahlen viele Infektionen und Todesfälle übersehen könnten, weil Tests weiterhin rar sind und lokale Daten schwer in Einklang zu bringen sind. Die Krankheit breitet sich in Ituri, Süd-Kivu und Nord-Kivu aus, Provinzen, die bereits durch Konflikt, Vertreibung und Druck auf Kliniken belastet sind.

Ebola-Zahlen in der DR Kongo und UgandaMenschen
  • Fälle in der DR Kongo808
  • Todesfälle in der DR Kongo192
  • Fälle in Uganda19
  • Todesfälle in Uganda2

Teams des Roten Kreuzes, die sichere Bestattungen durchführen, sind Drohungen und Angriffen ausgesetzt gewesen, ein düsteres Zeichen dafür, dass Misstrauen sich so schnell ausbreiten kann wie das Virus. Einige Gemeinschaften vermuten, die Krankheit sei erfunden worden, um ausländisches Geld anzuziehen, während andere die Schutzregeln für Bestattungen als Beleidigung ihrer Bräuche ansehen. Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften hat begonnen, Leichensäcke mit durchsichtigen Sichtfenstern zu verwenden, damit Angehörige das Gesicht der Toten sehen können, eine kleine Designänderung mit großer sozialer Bedeutung.

Bruno Michon, der IFRC-Delegationsleiter im Kongo, sagte, die Einsatzkräfte bereiteten sich auf einen langen Kampf vor.

„Wir fürchten, dass es ein Jahr dauern könnte, diese Krankheit zu beenden. Der Höhepunkt liegt, glaube ich, nicht hinter uns, sondern vor uns.“

Bruno Michon

Die Staats- und Regierungschefs der G7 riefen zu koordiniertem Handeln auf, und Deutschland sagte zusätzliche 13 Millionen Euro zu, doch Geld allein wird keine Straßen öffnen, keine Labore mit Personal besetzen und kein Vertrauen wiederaufbauen. Die schwierigste Rechnung dieses Ausbruchs ist nicht die Letalitätsrate; es ist die Lücke zwischen dem, was Außenstehende schicken können, und dem, was verängstigte Gemeinschaften akzeptieren werden.

Nach Berichten von: Observador, stern.de, Mediapart, ZEIT ONLINE, France 24, 20minutes

Das war die ganze Ausgabe.

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