Europa·seit 26. Mai·554 Einträge
Die Wirtschaft der alternden Union
Die Wettbewerbsfähigkeit Europas leidet unter schwacher Produktivität, demografischem Niedergang und den Kosten der grünen Wende, während ein energiegetriebener Inflationsschock, steigende Kreditkosten, Widerstand von Nettozahlerstaaten gegen EU-Ausgaben und eine fragmentierende Handelsordnung unter US-Zöllen und chinesischem Exportdruck den politischen Spielraum für die Investitionsoffensive verengen, die die Berichte von Draghi und Letta für notwendig erklären.
KI-Text wie er entsteht

Diese Woche8 Einträge
Stand der Dingeheute 06:22
Energieschock und die EZB
Die EZB hielt am 29. Oktober ihren Einlagensatz bei 2,50 % und verwies auf Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wachstum, wobei die Inflation im Euroraum im September bei 3,8 % lag. Drei Währungshüter sagten Reuters, dass eine Anhebung auf 2,75 % am 17. Dezember sehr wahrscheinlich sei, es sei denn, die Energiepreise fallen plötzlich.
Am 30. Oktober teilte die EZB mit, dass Christine Lagarde am 7. Februar 2027 gehen werde, neun Monate vor Ablauf ihrer Amtszeit. Spaniens Pablo Hernández de Cos und der Niederländer Klaas Knot gelten als führende Nachfolgekandidaten, wobei Deutschland Knot unterstützt.
Gas und fiskalischer Druck
Niederländische Gas-Futures berührten am 28. Oktober kurzzeitig 100 €/MWh, das erste Mal seit der Krise von 2022. Die Länder verpflichteten sich am 29. Oktober, bis Ende Januar Ölreserven freizugeben. Von der Leyen beziffert die zusätzlichen Kosten für importierte fossile Brennstoffe seit Beginn des Nahostkriegs auf mehr als 100 Milliarden Euro.
Die zehnjährige Rendite Frankreichs liegt über 5 %, und Moody's ließ sein Rating unverändert. Netto 9 % der Banken verschärften die Kreditstandards für Unternehmen in der EZB-Umfrage des dritten Quartals.
Politik und Handel
Einundzwanzig Mitgliedstaaten unterstützen eine Warschauer Erklärung für weniger Klimaregulierung und mehr Industriepolitik. Merz sagte am 30. Oktober in Seoul, die EU werde bei einem besseren Handelsangebot die Führung übernehmen. Die EU-Botschafter stimmen am 6. November über die Position zur Methanverordnung ab.
Was als Nächstes kommt
- heutePolen beantragt erste SAFE-Zahlung von der Kommission
- in 3 TagenWEF könnte Lagarde als Vorsitzende bekannt geben
- in 7 TagenEU-Botschafter stimmen über die Position zur Methanregelung für importiertes Öl und Gas ab.
- in 21 TagenUK-EU-Gipfel in Brüssel
Offene Fragen
- Werden die Mitgliedstaaten eine Kürzung des Haushalts 2028-2034 um 100 Mrd. € bis 200 Mrd. € akzeptieren, ohne den Wettbewerbsfähigkeitsfonds zu beschneiden?
- Wird Polen seine Drohung wahrmachen, den Haushalt 2028–2034 wegen des ETS-Erlösplans zu blockieren?
Wer ist wer8
Christine Lagarde EZB-Präsident
Hielt den Einlagensatz am 29. Oktober bei 2,50 % und die EZB gab bekannt, dass sie am 7. Februar 2027, neun Monate vor Ablauf ihrer Amtszeit, ausscheiden wird.
30. Okt.
Ratspräsidentschaft Irlands EU-Ratspräsidentschaft
Schlägt eine Kürzung des EU-Haushalts 2028-2034 um etwa 159 Mrd. Euro zu laufenden Preisen auf rund 1,826 Billionen Euro vor, und die Staats- und Regierungschefs konnten die Differenzen nicht überbrücken; die Gespräche werden im November wieder aufgenommen.
22. Okt.
António Costa Präsident des Europäischen Rates
Leitete den Gipfel vom 15. bis 16. Oktober, dessen Schlussfolgerungen die Energiepreise als eine Frage dringenden, koordinierten Handelns bezeichnen.
16. Okt.
Polen Regierung eines EU-Mitgliedstaats
Lehnt die Zuweisung von 30 % der ETS-Auktionserlöse an den EU-Haushalt ab und könnte das Paket 2028–2034 blockieren; Domański schließt eine Rückkehr zu russischem Gas aus, während Tusk und Sikorski Kaczyńskis Rede von Austrittsverhandlungen zurückwiesen.
30. Okt.
Sparsame Staaten Nettozahler-Mitgliedstaaten
Bezeichnet selbst das überarbeitete Haushaltspaket als unbezahlbar.
10. Okt.
Emmanuel Macron französischer Präsident
Sieht sich einer 10-Jahres-Rendite über 5 %, einem zusammengesetzten PMI von 48,4 im Oktober und einer unveränderten Moody's-Bewertung gegenüber, wobei der Haushalt 2027 der Test ist.
25. Okt.
deutscher Finanzminister deutscher Finanzminister
Eine höhere Steuerschätzung schafft keinen zusätzlichen Spielraum im Haushalt und lässt wenig Raum für Merz' Senkung der Stromsteuer.
28. Okt.
Europäisches Parlament EU-Gesetzgeber
Unterstützte eine dreijährige Verzögerung der Methanvorschriften für Importeure; seine Unterhändler einigten sich auf eine 95%ige CO2-Reduktion bei Autos bis 2035, die noch Ausschuss- und Plenarabstimmungen bedarf.
23. Okt.
Zahlen
Rendite 10-jähriger französischer Staatsanleihen (%)
4,93→5 %
19.10 → 21.10 · pollar.news
Versprechen7
Donald Tuskoffen
Tusk wird Präsident Nawrocki bitten, Finanzminister Domański zum Vizekanzler zu ernennen.
20. Okt. · pollar.news
EU leadersoffen
Die Staats- und Regierungschefs werden die Integration der Kapitalmärkte und die Spar- und Investitionsagenda bis Ende 2026 abschließen.
16. Okt. · Frist 31. Dez. · mobil.aa.com.tr
Marine Le Penoffen
Wenn sie gewählt wird, wird sie die französische Finanzhilfe für die Ukraine sechs Monate nach Amtsantritt fortsetzen und dann einstellen.
14. Okt. · sechs Monate nach Amtsantritt · pollar.news
Marine Le Penoffen
Falls gewählt, wird sie im ersten Jahr den französischen EU-Beitrag um 11 Mrd. Euro kürzen.
13. Okt. · erstes Amtsjahr · pollar.news
Poland's Ministry of Energy, PEJ and PGEoffen
Polen wird 2027 einen Technologiepartner für sein zweites Kernkraftwerk auswählen und den Bau um 2032 beginnen.
13. Okt. · Technologiepartner 2027, Bau um 2032 · pollar.news
EU and China negotiatorsoffen
Die Exporte chinesischer Hybride und Plug-in-Hybride in die EU werden halbiert, im Gegenzug wird die chinesische Lizenzierung für seltene Erden gelockert.
9. Okt.
Maroš Šefčovičoffen
Die EU wird Schutzmaßnahmen gegen China ergreifen, wenn Peking nicht handelt, um das Handelsdefizit zu korrigieren.
8. Okt. · pollar.news
Chronik554 Einträge seit 26. Mai
26. Oktober – 1. November7 Einträge
Die EZB gab am 30. Oktober bekannt, dass Christine Lagarde am 7. Februar 2027, neun Monate vorzeitig, zurücktreten wird – einen Tag, nachdem der EZB-Rat den Einlagensatz bei 2,50 % belassen hatte. Die französische Präsidentschaftswahl 2027 zeichnet sich ab, und ein Nachfolgewettbewerb beginnt.
Die Europäische Zentralbank beließ ihren Einlagensatz am 29. Oktober bei 2,50 %. Lagarde erklärte, der EZB-Rat habe eine Anhebung erörtert, beurteile die Kerninflation und das Lohnwachstum jedoch als weitgehend stabil. Laut Reuters rechnen die Währungshüter mit einer Erhöhung auf 2,75 % im Dezember, gefolgt von einer Pause.
Der PiS-Vorsitzende Jarosław Kaczyński erklärte beim Krynica-Forum am 28. Oktober, die Europäische Kommission solle nicht existieren, und Polen solle Austrittsverhandlungen beginnen, falls andere Mittel scheitern. Tusk und Sikorski wiesen die Äußerungen am 29. Oktober zurück.
Die EU-Botschafter haben die Abstimmung über die Verhandlungsposition des Rates zu Methanregeln für importiertes Öl und Gas auf den 6. November verschoben. Frankreich, Spanien und Dänemark unterstützen eine Verzögerung um ein Jahr; Italien, Polen, Ungarn und andere fordern drei Jahre.
Die Europäische Kommission hat am 27. Oktober ihr erstes Klimaresilienzgesetz vorgelegt und die Mitgliedstaaten aufgefordert, sich auf höhere Temperaturen und schwerwiegendere Katastrophen vorzubereiten. Der Anpassungsbedarf wird auf rund 70 Milliarden Euro pro Jahr bis 2050 beziffert (gegenüber derzeit etwa 29 Milliarden Euro). Resilienz wird dabei als Schutz der Produktivität definiert.
Die am 27. Oktober veröffentlichte Kreditumfrage der EZB für das dritte Quartal ergab, dass netto 9 % der Banken im Euroraum die Kreditvergabekriterien für Unternehmen verschärften. Als Gründe nannten sie ein höheres wahrgenommenes Risiko, geopolitische Unsicherheit und die Entwicklung auf den Energiemärkten. Die Nachfrage nach Unternehmenskrediten zeigte kein Wachstum.
Der polnische Finanzminister Andrzej Domański erklärte auf dem vierten Polnisch-Deutschen Wirtschaftsforum in Warschau, dass Europa nicht zur Geschäftstätigkeit wie gewohnt mit Russland zurückkehren könne. Die deutsche Ministerin Katherina Reiche stimmte dem zu, und beide nannten die Energieversorgung als zentrale Bewährungsprobe.
19.–25. Oktober12 Einträge
Moody's hat die Bonitätsbewertung Frankreichs unverändert gelassen, wie Le Monde am 24. Oktober berichtete. Der Gouverneur der Bank von Frankreich erklärte, die Bedingungen für ein Eingreifen der EZB in französische Staatsanleihen seien nicht erfüllt, nachdem die Rendite zehnjähriger Anleihen Anfang der Woche die Fünf-Prozent-Marke überschritten hatte.
Der vorläufige zusammengefasste Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Eurozone sank im Oktober auf 51,9 Punkte, nach 53,1 im September, wie Daten von S&P Global zeigen. Der Anstieg der Vorleistungskosten beschleunigte sich aufgrund von Energie-, Treibstoff- und Transportpreisen bereits den zweiten Monat in Folge, während steigende Zinsen die Nachfrage zu schwächen begannen.
Der französische Composite-PMI fiel im Oktober auf 48,4 von 51,1 im September und unterschritt damit die 50-Punkte-Marke, die Kontraktion von Expansion trennt, wie Bloomberg und Reuters am 23. Oktober berichteten. Politische Unruhen und höhere Kreditkosten belasteten die Aktivität des Privatsektors.
Der deutsche Finanzminister erklärte am 22. Oktober, dass eine überarbeitete Steuerschätzung, die etwas höher als erwartet ausfällt, keinen zusätzlichen haushaltspolitischen Spielraum eröffnen werde. Höhere Einnahmen würden in der größten Volkswirtschaft Europas nicht automatisch Investitionen oder industriepolitische Maßnahmen finanzieren.
Das Parlament befürwortete eine dreijährige Verschiebung der Methanüberwachungs- und Berichtspflichten für Öl- und Gasimporteure und verwies auf Energiesicherheit und Wettbewerbsfähigkeit während des Energieschocks im Nahen Osten. Die Mitgliedstaaten haben sich noch nicht auf eine gemeinsame Position geeinigt; die Kommission hatte eine einjährige Verzögerung vorgeschlagen.
Die zehnjährigen Kreditkosten Frankreichs stiegen am 21. Oktober auf über fünf Prozent, der Abstand zu deutschen Anleihen erreichte nach Wochenendunruhen und Zweifeln am Haushalt 2027 ein 15-Jahres-Hoch. Reuters berichtet von erneuter Sorge vor einer Banken-Staaten-Doom-Loop.
Unterhändler von EVP, S&D und Renew einigten sich auf eine Reduzierung der CO2-Emissionen der Neuwagenflotte um 95 Prozent bis 2035 gegenüber 2021, beziehungsweise 87,5 Prozent bei Verwendung von in der EU hergestelltem kohlenstoffarmem Stahl. Der Kompromiss benötigt noch die Zustimmung des Ausschusses und des Plenums, bevor er zur Position des Parlaments wird.
Die niederländischen Benchmark-Gas-Futures erreichten am 20. Oktober 90,16 €/MWh, wie Bloomberg berichtete – etwa das Dreifache ihres Niveaus vor dem Iran-Krieg. Auch die deutschen Strompreise für das Folgejahr stiegen auf den höchsten Stand seit Juli 2023, was den Druck auf energieintensive Hersteller und die EZB erhöht.
Der Sejm hat am 20. Oktober den von der Partei Recht und Gerechtigkeit eingebrachten Misstrauensantrag gegen Finanzminister Andrzej Domański mit 234 zu 204 Stimmen abgelehnt. Premierminister Tusk erklärte, er werde Präsident Nawrocki bitten, Domański zum Vize-Premierminister zu ernennen.
Die Europäische Kommission hat am 20. Oktober in Straßburg ihre Arktis-Strategie vorgestellt, die Satellitenüberwachung, einen Unterseekabel-Knotenpunkt und mögliche gemeinsame Anschaffungen von Eisbrechern umfasst, während Öl, Kohle und Gas im Boden bleiben. Sie richtet sich gegen den Einfluss Russlands und Chinas.
Frankreich hat eine für den 20. Oktober angesetzte Haushaltsabstimmung verschoben, nachdem es am Wochenende wegen Lebenshaltungskosten und Bildung zu Ausschreitungen gekommen war. Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen stieg auf 4,93 Prozent, der CAC 40 fiel am 19. Oktober um 1,11 Prozent. Dies erhöht die Finanzierungskosten, während die Diskussion über eine Zinserhöhung der EZB zunimmt.
Der Élysée-Palast erklärte, Macron habe das Rücktrittsgesuch des Innenministers abgelehnt und setze auf Kontinuität in der Führung der Sicherheitskräfte nach den Ausschreitungen, die auf die Proteste gegen die Lebenshaltungskosten am 17. Oktober folgten. Der Vorfall erhöht den politischen Druck in Frankreich, während die Märkte seine Verschuldung und sein Wachstum bewerten.
Diesen Strang schreibt eine KI aus den Quellen, die bei jedem Eintrag stehen. So funktioniert es