StrangDie Wirtschaft der alternden Union

Diplomatie · Krynica-Zdrój

Kaczyński fordert Abschaffung der Europäischen Kommission und bringt EU-Austrittsgespräche ins Spiel

Auf dem Forum in Krynica sagte der PiS-Vorsitzende am 28. Oktober, die Europäische Kommission dürfe es nicht geben, und Polen solle Verhandlungen über einen Austritt aus der EU aufnehmen, falls andere Mittel scheitern. Tusk und Sikorski reagierten am 29. Oktober.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von naTemat.pl, rmf24.pl, polsatnews.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Krynica-Zdrój · Polen
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Kaczyński spricht auf dem Forum in Krynica und fordert die Abschaffung der Europäischen Kommission
  2. 29.10.Tusk und Sikorski reagieren auf X

Der Ruf nach Abschaffung der Kommission

Jarosław Kaczyński, Vorsitzender von Recht und Gerechtigkeit (PiS), sprach am 28. Oktober auf dem Forum in Krynica und argumentierte, die politische Struktur der Europäischen Union bremse den Kontinent. Die Europäische Kommission sei schädlich für die Zukunft des Blocks und dürfe es nicht geben; der Europäische Rat, das Gremium der nationalen Regierungschefs, solle ihre Rolle übernehmen. Kaczyński räumte ein, dass eine Reform unter den derzeitigen Bedingungen schwierig wäre. Er verwies auf mögliche Machtwechsel in Frankreich und Spanien und darauf, dass die italienische Regierung im Amt bleibt oder mehr Handlungsspielraum gewinnt, als Bedingungen, die den Weg ebnen könnten. Polen und Deutschland wurden in diesem Zusammenhang ebenfalls genannt, und er betonte, die Probleme des Blocks lägen in seiner politischen Konstruktion, nicht nur in seiner Wirtschaft.

Ein dreistufiger Druckplan

Kaczyński skizzierte einen dreistufigen Mechanismus des Drucks. Der erste Schritt ist der Versuch, eine Koalition von Nationalstaaten innerhalb des Blocks zu schmieden, die Vertragsänderungen mit qualifizierter Mehrheit erzwingen würde, was 55 % der Mitgliedstaaten, die 65 % der EU-Bevölkerung repräsentieren, erfordert.

Hürde der qualifizierten Mehrheit für Vertragsänderungen%
Benötigte Mitgliedstaaten
55 %
Vertretene EU-Bevölkerung
65 %

Daten aus dem Artikeltext

Falls die EU-Institutionen die Forderungen Warschaus ablehnen, würden die auf eine Revision dringenden Staaten einen separaten Vertrag mit verzögertem Inkrafttreten unterzeichnen und damit faktisch eine alternative Struktur neben der EU schaffen. Erst wenn auch das scheitert, ruft er das im Vertrag über die Europäische Union vorgesehene Austrittsverfahren auf, das Gegenstück zu Artikel 50, den das Vereinigte Königreich genutzt hat. Den Austrittsweg rahmte er als Ausgangspunkt für Verhandlungen:

„Eine harte Methode, riskant, aber die Dinge stehen wirklich so schlecht, dass es sich lohnt, sie anzuwenden, wenn die anderen Methoden keine Ergebnisse bringen.“

Jarosław Kaczyński, Vorsitzender von Recht und Gerechtigkeit

Kaczyński fügte hinzu, der Ansatz erfordere Entschlossenheit und Einigkeit unter den beteiligten Staaten, deren Positionen in Fragen wie der Ostpolitik mitunter weit auseinanderlägen.

Reaktion der Regierung

Ministerpräsident Donald Tusk reagierte am 29. Oktober auf X und schrieb, Kaczyński habe gerade angekündigt, Polen solle Verhandlungen über die Bedingungen eines Austritts aus der EU aufnehmen. Er beschrieb, worum es dabei gehe, als einen Kampf, der in Polen im Gange sei.

„Harter Kampf. Ich habe nicht vor, ihn zu verlieren, auch wenn nicht alle mitspielen.“

Donald Tusk, Ministerpräsident Polens

Vizeministerpräsident und Außenminister Radosław Sikorski verspottete die Rede auf X und listete auf, was ein Polexit seiner Darstellung nach bringen würde: eine Zollgrenze zu Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Litauen, Passkontrollen an Flughäfen und das Ende von Agrar- und Investitionssubventionen sowie das Aus für die Programme KPO und SAFE. Er fügte eine spitze Bemerkung darüber hinzu, wie die Redner zuvor einen solchen Plan bestritten hätten.

„Also wollen sie den Polexit wirklich.“

Radosław Sikorski, Vizeministerpräsident und Außenminister

Stimmen aus Koalition und Opposition

Joanna Scheuring-Wielgus von Lewica sagte gegenüber TVN 24, die Äußerungen seien sehr gefährlich, und nannte die EU „einen großen Erfolg“, zu deren wichtigsten Werten die Solidarität gehöre. Sie argumentierte, Sławomir Mentzen und Grzegorz Braun, die offen einen Austritt Polens aus der EU forderten, würden sich über die Rede am meisten freuen. Infrastrukturminister Dariusz Klimczak sagte am 29. Oktober in der Sendung Graffiti bei Polsat, Kaczyński habe sein Gespür für Politik verloren und jage den Umfragegewinnen EU-feindlicher Parteien in Deutschland hinterher. Er brachte die Rede mit schwachen Umfragewerten für Recht und Gerechtigkeit in Verbindung und sagte, ein Ertrinkender greife nach Strohhalmen. Mateusz Morawiecki, Vorsitzender von Rozwój Plus, sagte auf einer Pressekonferenz in Warszawice in Masowien, seine Gruppierung unterstütze entschieden die EU-Mitgliedschaft Polens, während der Block Reparaturbedarf habe, einschließlich einer tiefgreifenden Revision der Migrations- und Klimapolitik.

Dieser Artikel gehört zu einem Strang

Die Wirtschaft der alternden Union

Was sich seit diesem Eintrag geändert hat:

  1. 28.10Kaczyński schwebt auf dem Krynica-Forum polnische EU-Austrittsverhandlungen vor; Tusk und Sikorski reagieren
  2. 28.10Euro handelt vor dem EZB-Entscheid nahe tiefstem Stand seit Mai 2025
  3. 28.10Ökonomen erwarten EZB-Belassung bei 2,5 %, mit beobachteten Signalen für Dezember-Erhöhung

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Organisationen
Europäische Union

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen