Diplomatie · Warschau
Polen lehnt russisches Gas ab – Domański warnt Deutschland beim Warschauer Forum
Andrzej Domański sagte auf dem vierten Deutsch-Polnischen Wirtschaftsforum in Warschau, Europa könne im Umgang mit Russland nicht zur Normalität zurückkehren. Die deutsche Ministerin Katherina Reiche stimmte zu, beide bezeichneten die Energie als zentrale Bewährungsprobe.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von oko.press, Deutsche Welle, forsal.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Andrzej Domański sagte auf dem am Montag, 26. Oktober, eröffneten Forum, Polen werde einer Normalität im Umgang mit Russland niemals zustimmen, russisches Gas eingeschlossen.
Die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sagte, Käufe von russischem Gas füllten Vladimir Putins Kriegskasse, und EU-Handelsabkommen mit Asien, Südamerika und Kanada machten den Staatenbund stärker.
Die AfD von Alice Weidel gewinnt an Zustimmung, und deutsche Medien berichteten im August über geheime Treffen zwischen deutschen Politikern und russischen Vertretern, eines davon im Juli in Baku.

- 1991Polnisch-deutscher Vertrag über gute Nachbarschaft unterzeichnet
- 2025Bilateraler Handel überschreitet erstmals 180 Milliarden Euro
- 26.10.IV. Deutsch-Polnisches Wirtschaftsforum in Warschau eröffnet
Eine Warnung in Warschau
Das vierte Deutsch-Polnische Wirtschaftsforum wurde am Montag, 26. Oktober, in Warschau eröffnet, organisiert von der Polnischen Investitions- und Handelsagentur. Es markiert den 35. Jahrestag des 1991 unterzeichneten polnisch-deutschen Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit. Finanz- und Wirtschaftsminister Andrzej Domański eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit der deutschen Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche. Domański nutzte den Anlass zu der Aussage, Polen werde eine Rückkehr zu normalen Wirtschaftsbeziehungen mit Russland nicht akzeptieren, einschließlich der Nutzung von russischem Gas. Reiche stimmte zu und argumentierte, Käufe von russischem Gas füllten Vladimir Putins Kriegskasse.
„In keinem Szenario gibt es eine Rückkehr zur Normalität mit Russland.“
Domański sagte der deutschen Seite direkt, Europa müsse aus der Vergangenheit lernen, und erklärte, Polen werde diesem Weg niemals zustimmen. Er forderte ein Ende dessen, was er als wirtschaftliche Naivität bezeichnete, und nannte stärkeres Wachstum, weniger Bürokratie, wettbewerbsfähige Energiemärkte und einen verantwortungsvollen Umgang mit Technologie als Prioritäten. Reiche sagte, die Europäische Union werde durch Handelsabkommen mit Partnern in Asien, Südamerika und Kanada stärker.
Warum die Warnung Gewicht hat
Die Äußerungen spiegeln die Sorge wider, Deutschland könnte eine Wiederaufnahme der Wirtschaftsbeziehungen zu Russland anstreben, insbesondere im Energiebereich. In Deutschland mehren sich die Rufe nach einer erneuten wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland, auch aus der AfD, die an Zustimmung gewinnt. Alice Weidel, die AfD-Vorsitzende, sagte wenige Tage zuvor bei einer Veranstaltung in Straßburg, ihre Partei stelle deutsche Interessen an erste Stelle, und die deutsche Industrie leide darunter, von russischem Gas und Öl abgeschnitten zu sein. Sie machte EU-Sanktionen und den Angriff auf die Nord-Stream-Pipeline für den Zusammenbruch des bisherigen deutschen Energiemodells verantwortlich.
Deutsche Medien berichteten im August über geheime Treffen zwischen deutschen Politikern und russischen Vertretern, eines davon soll im Juli in Baku stattgefunden haben. Die Debatte auf dem Forum war daher nicht nur zeremoniell, und die polnische Position wurde als direkte Antwort auf diese Sorgen gerahmt.
Preise, Handel und die wirtschaftliche Bilanz
Domański nannte die Energiepreise als größte Herausforderung für beide Länder und argumentierte, hohe Kosten schwächten europäische Unternehmen gegenüber Konkurrenten in den Vereinigten Staaten und China. Reiche sagte, Polens Wirtschaft sei seit dem EU-Beitritt jährlich um 3,8 Prozent gewachsen, doppelt so stark wie der EU-Durchschnitt. Sie sagte zudem, die polnische Wirtschaftskraft habe 1990 38 Prozent des EU-Durchschnitts erreicht und liege heute bei 85 Prozent, womit Polen unter den 20 größten Volkswirtschaften der Welt stehe. Der Handelsumsatz zwischen Polen und Deutschland habe 2025 erstmals 180 Milliarden Euro überschritten, und Reiche sagte, immer mehr polnische Unternehmen investierten in Deutschland und schüfen dort Arbeitsplätze. Domański lobte die Zusammenarbeit mit Deutschland beim Schutz der Chemie- und Automobilbranche.
- 1990
- 38 % des EU-Durchschnitts
- 2026
- 85 % des EU-Durchschnitts
Daten aus dem Artikeltext
Nächste Schritte für Warschau und Berlin
Domański sagte, Europa müsse bereit sein, sich neuen geopolitischen, strategischen und technologischen Herausforderungen zu stellen. Er argumentierte, der Staatenbund könne diese nur mit einer starken europäischen Wirtschaft bewältigen.
„Europa muss bereit sein, sich diesen Herausforderungen zu stellen.“
Er sagte außerdem, Brüssel brauche mehr deutsch-polnische Wirtschaftskooperation und eine lautere gemeinsame Stimme bei der Verteidigung der europäischen Industrie. Das Forum endete mit der Übereinkunft beider Regierungen, dass Energiepreise und Wettbewerbsfähigkeit die nächste Phase ihrer Wirtschaftsbeziehungen entscheiden werden.
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Die Wirtschaft der alternden Union
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Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- oko.pressDomański warnt Deutsche: Polen wird niemals russischem Gas zustimmenDomański przestrzega Niemców: Polska nigdy nie zgodzi się na gaz z Rosji · Original auf Polnisch
- Deutsche WelleDeutsche Wirtschaftsministerin: Polen ist ein Beispiel für großen ErfolgNiemiecka ministra gospodarki: Polska przykładem wielkiego sukcesu · Original auf Polnisch
- forsal.plPolen sagt Nein zu russischen Rohstoffen. Finanzminister ließ keine ZweifelPolska mówi "nie" rosyjskim surowcom. Minister finansów nie pozostawił wątpliwości - Forsal.pl · Original auf Polnisch
- TVP InfoKlare Erklärung des polnischen Ministers: Es wird keine Rückkehr von russischem Gas gebenJasna deklaracja polskiego ministra: Powrotu rosyjskiego gazu nie będzie · Original auf Polnisch
- Andrzej Domański
- Polnischer Finanz- und Wirtschaftsminister, der das Forum eröffnete und die Warnung zum russischen Gas aussprach
- Katherina Reiche
- Deutsche Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, die das Forum miteröffnete
- Alice Weidel
- Vorsitzende der AfD, die sagte, die deutsche Industrie leide unter dem Abschneiden von russischem Gas und Öl
- Organisationen
- Europäische Union
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