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Artikel anhören5 Min., gelesen von einer synthetischen Stimme

Kurz gefasst

  • Unterhändler von EVP, S&D und Renew einigten sich in der Nacht auf den 20. Oktober 2026 auf eine Kürzung der CO2-Emissionen der Neuwagenflotte um 95 Prozent bis 2035 gegenüber 2021, reduziert auf 87,5 Prozent, wenn in der EU hergestellter kohlenstoffarmer Stahl verwendet wird.

  • Berlin und Paris schlugen in der Woche des 12. Oktober 2026 ein Ziel von 90 Prozent ohne Stahl-Ausgleich vor, während der Vorschlag der Kommission vom Dezember 2025 90 Prozent plus 10 Prozent Ausgleich über Stahl und Kraftstoffe vorsah.

  • Die drei Fraktionen stellen 398 der 719 Abgeordneten; der Verkehrs- und der Industrieausschuss stimmen am Donnerstag, 22. Oktober 2026, ab, bevor das gesamte Parlament im Dezember entscheiden soll.

  • S&D-Fraktionschefin Iratxe García Pérez sagte, die Frage müsse noch diskutiert werden, und der Grünen-Abgeordnete Michael Bloss nannte den Deal Chaos statt Planungssicherheit.

  • Bloomberg-Daten zeigen den europäischen Auto-Sektorindex in diesem Jahr mehr als 19 Prozent im Minus; Ferrari ist mit plus 10 Prozent der einzige europäische Autohersteller mit Kursgewinn.

Wie es dazu kam
  1. 22.10.Verkehrs- und Industrieausschuss stimmen über den Kompromiss ab
  2. Anfang November 2026Abstimmung im Umweltausschuss
  3. Dezember 2026Das gesamte Parlament soll seine Position festlegen

Ein Kompromiss in der Nacht

Unterhändler der christlich-konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), der Sozialisten und Demokraten (S&D) und der liberalen Renew-Fraktion einigten sich in der Nacht auf Dienstag, 20. Oktober 2026, auf einen Kompromiss. Nach dem Entwurf müssten die Flotten neuer Pkw ihre CO2-Emissionen bis 2035 um 95 Prozent gegenüber 2021 senken. Nutzen die Fahrzeuge in der EU hergestellten kohlenstoffarmen Stahl, sinkt die Vorgabe auf 87,5 Prozent. Ein von Reuters zitierter Entwurf beschreibt dieselbe Regelung als Kürzung um 87,5 Prozent plus weitere 7,5 Punkte, die mit in der EU hergestelltem Stahl ausgeglichen werden können. Nach der ursprünglichen Regel von 2022 hätte eine Kürzung um 100 Prozent bis 2035 das Ende neuer Verbrenner bedeutet – Benziner und Hybride blieben nun auch nach 2035 im Verkauf.

Wie sich die Ziele verschoben

Deutschland und Frankreich schlugen in der Woche des 12. Oktober 2026 ein Ziel von 90 Prozent ohne Stahl-Ausgleich vor. Die Kommission hatte bereits im Dezember 2025 90 Prozent vorgeschlagen, wobei die verbleibenden 10 Prozent über kohlenstoffarmen Stahl und nachhaltige Kraftstoffe ausgeglichen werden sollten. Die drei Fraktionen kommen zusammen auf 398 der 719 Sitze im Parlament – eine Mehrheit, die den Weg zu einer EU-weiten Entscheidung über die Regeln ebnen könnte. Die deutschen Autohersteller hatten auf eine stärkere Lockerung gedrängt, weil die Verkäufe von Elektroautos nicht schnell genug wuchsen, um den Verbrenner bis 2035 zu beenden. Dank staatlicher Subventionen ziehen die Verkäufe in vielen EU-Staaten inzwischen kräftig an.

Reaktionen im Parlament

Manfred Weber, Fraktionschef der EVP, hat den Wählern mehr als zwei Jahre lang versprochen, die Regel zu kippen, und sieht nun den Moment gekommen, das zu verkünden. Er sagt, der Kompromiss erledige die Sache.

„Das unsägliche Verbrenner-Verbot ist jetzt vom Tisch.“

Manfred Weber, Fraktionschef

Iratxe García Pérez, Chefin der S&D-Fraktion, sagte, die Sozialisten hätten sich noch nicht auf eine gemeinsame Position verständigt, und die Frage müsse innerhalb der Fraktion noch debattiert werden. Ob eine Einigung möglich sei, dürfte sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Tiemo Wölken, SPD-Abgeordneter und an den Verhandlungen über den Deal beteiligt, argumentiert, das Ziel bleibe der Umstieg auf Elektromobilität, wobei Hybride als Option während einer Übergangsphase erhalten blieben. Der Grünen-Abgeordnete Michael Bloss sieht den Deal genau umgekehrt.

„Das ist jetzt Chaos statt Planungssicherheit.“

Michael Bloss, Grünen-Abgeordneter im Europäischen Parlament

Der polnische Abgeordnete Dariusz Joński sagte gegenüber RMF FM, der Deal gebe den Verbrauchern mehr Freiheit bei der Wahl der Antriebstechnik.

Wie es weitergeht

Der Kompromiss hält am Zwischenziel für 2030 von 55 Prozent unter dem Wert von 2021 fest, im Einklang mit dem Vorschlag der Kommission, und erlaubt den Herstellern, die Vorgabe für 2030 im Durchschnitt der Jahre 2029 bis 2031 zu erfüllen. Bei Transportern sinkt das Ziel für 2030 von 40 auf 35 Prozent, und Transporter müssen bis 2035 um 80 Prozent senken. Fahrzeuge, die mit erneuerbaren Kraftstoffen fahren, würden als emissionsfrei gelten, und kleine, günstige Elektroautos oder besonders effiziente Elektrofahrzeuge könnten Super-Credits erhalten, um die Ziele zu erreichen. Der Verkehrs- und der Industrieausschuss stimmen am Donnerstag, 22. Oktober 2026, ab, der Umweltausschuss folgt Anfang November. Das gesamte Parlament soll seine Position im Dezember festlegen, danach müssen sich Parlament und Mitgliedstaaten auf einen gemeinsamen Rechtstext einigen.

Marktumfeld

Europäische Autoaktien sind in diesem Jahr die schwächsten Werte am Aktienmarkt des Kontinents. Bloomberg beziffert den Sektorindex auf ein Minus von mehr als 19 Prozent bislang – mehr als doppelt so viel wie der Rückgang im nächstschwächsten Segment, den Baumaterialien. Nur Ferrari mit einem Plus von 10 Prozent hat unter den europäischen Autoherstellern in diesem Jahr zugelegt. Laut demselben Bericht hat der Sektor zudem mit stärkerer Konkurrenz chinesischer Hersteller und einem dünnen Angebot an günstigen Elektromodellen zu kämpfen.

In diesem Text

  1. 1Ein Kompromiss in der NachtEin Kompromiss in der Nacht
  2. 2Wie sich die Ziele verschobenWie sich die Ziele verschoben
  3. 3Reaktionen im ParlamentReaktionen im Parlament
  4. 4Wie es weitergehtWie es weitergeht
  5. 5MarktumfeldMarktumfeld

Auf Grundlage von Berichten von

N-tv, tagesschau.de, Il Fatto Quotidiano, rmf24.pl, pb.pl, Bloomberg Business

Liste der Quellen
Straßburg
Straßburg
Straßburg · Frankreich

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Was sich seit diesem Eintrag geändert hat:

  1. 21.10Parlamentsunterhändler einigen sich auf 95-prozentige CO2-Senkung bei Autos bis 2035 oder 87,5 Prozent mit EU-kohlenstoffarmem Stahl
  2. 21.10Merz verspricht einen harmonisierten Unternehmensrahmen „EU Inc.“ neben Ausgaben für Verteidigung, Chips und KI
  3. 21.10EZB beziffert Verbraucherenergieinflation im September auf 18,9 Prozent
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Quellen und Kontext

  • N-tvvor 3 Std.Unterhändler einig: EU-Parlament ringt um Einigung zu Verbrenner-Aus
  • tagesschau.devor 5 Std.EU-Parlament: Mitte-Fraktionen schließen Verbrenner-Kompromiss
  • Il Fatto Quotidianovor 6 Std.Auto 2035, EU-Einigung zur Lockerung der EmissionsgrenzwerteAuto 2035, accordo UE per allentare i limiti sulle emissioni · Original auf Italienisch
  • rmf24.plvor 7 Std.Ende des Verbrennerverbots nach 2035? Es gibt einen bahnbrechenden Kompromiss im EPKoniec zakazu spalinówek po 2035 roku? Jest przełomowy kompromis w PE · Original auf Polnisch
Manfred Weber
Fraktionschef der EVP im Europäischen Parlament, der den Kompromiss als Ende des Verbrenner-Verbots präsentierte
Iratxe García Pérez
Chefin der S&D-Fraktion im Europäischen Parlament, die sagte, die Sozialisten hätten sich noch nicht auf eine gemeinsame Position verständigt
Tiemo Wölken
SPD-Abgeordneter im Europäischen Parlament, der an den Verhandlungen über den Kompromiss beteiligt war
Michael Bloss
Grünen-Abgeordneter im Europäischen Parlament, der den Kompromiss kritisierte
Dariusz Joński
Polnischer Abgeordneter im Europäischen Parlament, der den Deal gegenüber RMF FM kommentierte

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Veröffentlicht gestern um 23:44.

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Klima · Straßburg

EU-Parlament: Unterhändler einigen sich auf abgeschwächtes CO2-Ziel für Autos bis 2035 und lockern das Verbrenner-Verbot

Unterhändler der Fraktionen EVP, S&D und Renew haben sich in der Nacht darauf verständigt, die CO2-Emissionen der Neuwagenflotte bis 2035 um 95 Prozent gegenüber 2021 zu senken – oder um 87,5 Prozent, wenn in der EU hergestellter kohlenstoffarmer Stahl verwendet wird. Der Kompromiss muss noch in den Ausschüssen und im Plenum bestätigt werden, bevor er zur Position des Parlaments wird.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, tagesschau.de, Il Fatto Quotidiano und weiteren Medien. Veröffentlicht gestern um 23:44.

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