
- 3. Juli
Polnischer Abgeordneter Janusz Kowalski beschuldigt, während der Sejm-Sitzung die Wahlkarte eines Kollegen benutzt zu haben – Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein
Während der Sejm-Sitzung am Freitag beschuldigte Minister Krzysztof Paszyk den fraktionslosen Abgeordneten Janusz Kowalski, die Wahlkarte des Abgeordneten Jarosław Rzepa an sich genommen und benutzt zu haben. Kowalski gab den Fehler zu, während die Warschauer Staatsanwaltschaft ein Prüfverfahren einleitete.

- 30. Juni
Staatsanwaltschaft Warschau stellt Ermittlungen zu ‚Zwei Türmen‘ ein; Jarosław Kaczyński als Zeuge vernommen, keine Straftat festgestellt
Die Warschauer Bezirksstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen im sogenannten Fall ‚Zwei Türme‘ eingestellt, da keine Anhaltspunkte für eine Straftat gefunden wurden. Die am 25. Juni 2026 getroffene Entscheidung betrifft Vorwürfe, der österreichische Geschäftsmann Gerald Birgfellner sei von Personen, die für die mit der PiS verbundene Firma Srebrna handelten, um mindestens 1,3 Millionen Euro betrogen worden.
- 13. Juni
Inhaftierter polnischer Journalist Leszek Kraskowski darf nach tagelanger Blockade endlich Anwalt treffen und schildert harte Haftbedingungen
Der investigative Journalist Leszek Kraskowski, der sich seit dem 9. Juni in Untersuchungshaft befindet, sprach am 12. Juni erstmals mit seinem Anwalt, nachdem ihm der Kontakt mehrere Tage verweigert worden war. Sein Rechtsbeistand berichtet, der Journalist sei voller Bettwanzenbisse und werde unter Höchstsicherheitsauflagen festgehalten.

- 11. Juni
Polnischer Investigativjournalist Leszek Kraskowski für drei Monate inhaftiert – Opposition und Medienorganisationen üben scharfe Kritik
Ein Warschauer Gericht hat die Untersuchungshaft für den Investigativjournalisten Leszek Kraskowski um drei Monate verlängert. Der Journalist ist bekannt für seine Berichterstattung über die Polnord-Affäre, an der der Abgeordnete der Regierungskoalition Roman Giertych beteiligt ist. Die Staatsanwaltschaft stützt sich auf Todesdrohungen und den illegalen Besitz einer Gaspistole. Kritiker bezeichnen die Festnahme dagegen als politisch motivierten Versuch, einen Regierungskritiker zum Schweigen zu bringen.

- 10. Juni
Kaczyński neun Stunden lang in Warschauer ‚Zwei Türme‘-Ermittlung vernommen – nennt Staatsanwalt ‚rechtswidrig‘
Jarosław Kaczyński verbrachte am Mittwoch neun Stunden in einer Warschauer Staatsanwaltschaft, nannte den ermittelnden Staatsanwalt ‚rechtswidrig‘, kooperierte dann aber vollumfänglich in einer langjährigen Untersuchung zu einem gescheiterten Immobilienprojekt.
