Regierung · Madrid

Zweite Schätzung bewertet den bei Zapatero beschlagnahmten Schmuck auf 1.023.320 Euro

Die Juweliere Yanes haben den Schmuck in einem 138-seitigen Bericht an Richter Calama auf 1.023.320 Euro geschätzt – weniger als die vorläufigen 1,3 Millionen Euro von Ansorena. Die Gutachter verweisen zudem auf asiatische Herkunft und eine Fertigung nach Juni 2007, was der Darstellung widerspricht, die Zapatero dem Gericht gegeben hat.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, europa press, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid · Spanien

Eine zweite Schätzung unter der ersten

Richter José Luis Calama von der Audiencia Nacional hat einen 138-seitigen Bericht der Juwelierfirma Yanes erhalten, der die aus dem Büro des ehemaligen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero beschlagnahmten Stücke auf 1.023.320 Euro schätzt. Der Richter hatte das Gutachten im September angefordert, das Dokument erreichte das Gericht am 27. Oktober. Die Summe liegt unter den rund 1,3 Millionen Euro der vorläufigen Schätzung von Ansorena. Die Gutachter fassten die Stücke in vier Losen zusammen, und die drei Lose mit hochwertigem Schmuck kommen dem Bericht zufolge zusammen auf 938.500 Euro.

Jedes der drei Sets umfasst eine Halskette, Ohrringe, einen Ring und ein Armband. Das Set aus Smaragden und Diamanten wird auf 373.100 Euro geschätzt, das Set aus rotem Stein und Diamanten auf 203.000 Euro und das Set aus Saphiren und Diamanten auf 362.400 Euro. Die übrigen Stücke, die die Gutachter als wenig relevant bezeichnen, werden auf 84.820 Euro geschätzt. Der Bericht stellt zudem fest, dass die roten Steine nicht als Rubine bezeichnet werden können, weil sie Bleiglasfüllungen enthalten. Yanes betont, dass die Stücke ohne Originaletuis und ohne Qualitätsdokumentation eingingen, und die Firma schreibt:

Yanes-Schätzung nach LosenEuro
Set aus Smaragden und Diamanten
373100 Euro
Set aus Saphiren und Diamanten
362400 Euro
Set aus rotem Stein und Diamanten
203000 Euro
Übrige Stücke
84820 Euro

Daten aus dem Artikeltext

„Es ist inkohärent, dass Stücke dieses Wertes nicht mit ihren Originaletuis zur ordnungsgemäßen Aufbewahrung und zum Schutz einhergehen.“

Joyería Yanes

Herkunft und Herstellungsdatum

Zapatero hat erklärt, die Schmucksets seien ihm während eines offiziellen Besuchs in Spanien im Juni 2007, als er Ministerpräsident war, vom damaligen saudischen Monarchen geschenkt worden, und er habe deren materiellen Wert nicht gekannt. Die Gutachter halten eine asiatische Herkunft für wahrscheinlich und verweisen auf Indien, Thailand, China oder Zentralasien; die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und arabische Länder gelten wegen ihrer strengen Punzierungsvorschriften als weniger wahrscheinlich. Die Diamanten sind natürlich, ihre Herkunft lässt sich jedoch nicht bestimmen, während die Smaragde mit Sambia und die Saphire mit Thailand vereinbar sein könnten. Da das Gold einen geringen Nickelanteil aufweist, kommt der Bericht zu dem Schluss, dass die Stücke nicht vor der Regelung von 2007, die Nickel begrenzte, gefertigt wurden und somit nach Juni 2007 entstanden sind. Dieser Zeitpunkt passt nicht zu der Version, die Zapatero dem Gericht geschildert hat.

Gerichtsbeschlüsse und ein separates Steuerverfahren

Zapatero bat Calama, ein Rechtshilfeersuchen an Saudi-Arabien zu richten, um die Herkunft des Schmucks zu überprüfen, doch der Richter lehnte den Antrag mit Beschluss ab. Calama erklärte, die dem Antrag zugrunde liegende Tatsachenhypothese enthalte kein Mindestmaß an objektiven Anhaltspunkten. Derselbe Beschluss stellte Zapateros Darstellung der Ereignisse infrage. Zapateros Verteidigung beantragte zudem die Ablehnung von Yanes wegen Befangenheit, und der Richter verwarf diesen Antrag, nachdem die Führungskräfte der Firma öffentlich erklärt hatten, die Bewertung könne 2 Millionen Euro erreichen. In einem separaten Teil des Falls Plus Ultra ermittelt Calama gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten wegen mutmaßlichen Steuervergehens und Schmuggels im Zusammenhang mit dem in seinem Büro gefundenen Schmuck und hält dessen Herkunft für nicht gerechtfertigt. Wann der Richter über die Bewertung oder über dieses Verfahren entscheiden wird, geht aus den Artikeln nicht hervor.

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