Regierung · Madrid und Riad

Zapatero legt Berufung gegen zweite Bewertung des beschlagnahmten Schmucks im Wert von 1,3 Millionen Euro ein

Anwälte des ehemaligen spanischen Premierministers José Luis Rodríguez Zapatero legten Berufung gegen eine gerichtliche Anordnung zur zweiten Bewertung von mehr als 60 beschlagnahmten Schmuckstücken im Wert von 1,3 Millionen Euro ein und stellten die Unparteilichkeit des Sachverständigenunternehmens infrage.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaVanguardia, EL MUNDO, LaSexta und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid, Riad · Spanien, Saudi-Arabien
Wie es dazu kam
  1. 23.09.Zapatero bestätigt saudische königliche Herkunft wertvoller Schmuckstücke vor der Audiencia Nacional
  2. 24.09.Verteidigung reicht Antrag auf Ablehnung von Joyería Yanes wegen mutmaßlicher Befangenheit ein
  3. 25.09.Verteidigung legt Berufung gegen Gerichtsbeschluss zur zweiten Bewertung ein und schlägt eigenen Sachverständigen vor

Verteidigung stellt gerichtliche Bewertung infrage

Anwälte des ehemaligen spanischen Premierministers José Luis Rodríguez Zapatero haben Berufung gegen die Entscheidung des Richters der Audiencia Nacional, José Luis Calama, eingelegt, eine zweite Bewertung des in seinem Büro beschlagnahmten Schmucks anzuordnen. Die Verteidigung unter der Leitung von Rechtsanwalt Víctor Moreno Catena argumentierte, der Richter habe die Notwendigkeit und den Nutzen einer neuen Bewertung nicht begründet, nachdem Joyería Ansorena bereits mehr als 60 einzelne Stücke untersucht hatte. In dem Gerichtsdokument wies Zapateros Anwalt darauf hin, dass die Doppelung der Bewertung eine unnötige verfahrensrechtliche Überschneidung schaffe. Die Verteidigung beantragte auch die Ablehnung von Joyería Yanes, dem vom Gericht für die zweite Bewertung ausgewählten Unternehmen, und verwies auf mangelnde Unparteilichkeit aufgrund öffentlicher Äußerungen seines Direktors. Falls das Gericht an der Anforderung einer neuen Bewertung festhalte, kündigte die Verteidigung an, einen eigenen unabhängigen Gerichtsgutachter vorschlagen zu wollen.

„In diesem Zusammenhang ist nicht klar, welcher Nutzen verfolgt oder welcher konkrete Zweck mit der Erstellung eines Sachverständigengutachtens erreicht werden soll, das im Wesentlichen den gleichen Gegenstand hat, sodass es sich mit dem bereits durchgeführten zu überschneiden scheint.“

Víctor Moreno Catena

Konflikt um Unparteilichkeit des Gutachters

Der Einwand der Verteidigung konzentriert sich auf öffentliche Äußerungen des Generaldirektors von Joyería Yanes, Juan Yanes López, in Fernsehsendungen wie Más Vale Tarde. Laut den bei der Audiencia Nacional eingereichten Gerichtsunterlagen schätzte Yanes den Wert der Sammlung öffentlich auf rund 2 Millionen Euro, bevor er die physischen Objekte überhaupt untersucht hatte. Zapateros Anwaltsteam argumentierte, dass solche öffentlichen Aussagen die Objektivität des Unternehmens beeinträchtigten, da jedes spätere formelle Gutachten von dem Wunsch beeinflusst wäre, mit den vorherigen Aussagen konsistent zu bleiben. Die Verteidigung legte Richter Calama Medienberichte vor, die diese öffentlichen Äußerungen detailliert schilderten, um den formalen Ablehnungsantrag zu stützen. Im Gegensatz dazu setzte die erste gerichtliche Bewertung durch Joyería Ansorena den Gesamtwert der beschlagnahmten Sammlung auf 1,3 Millionen Euro fest.

„Es ist klar, dass jemand, der öffentlich eine Zahl nennt, dazu neigt, sich nicht selbst zu widersprechen, aufgrund des Drucks, mit dem Gesagten kohärent zu bleiben und das eigene Ansehen zu wahren.“

José Luis Rodríguez Zapatero, Ehemaliger spanischer Premierminister
Bewertungsschätzungen des beschlagnahmten Schmucks€M
Bewertung Ansorena
1.3 €M
Öffentliche Schätzung Yanes
2 €M

Daten aus dem Artikeltext

Ursprung der Schmuckstücke und die Plus-Ultra-Ermittlungen

Der Schmuckstreit ergibt sich aus einer breiteren Untersuchung der Plus-Ultra-Affäre, in der Richter Calama ein mutmaßliches Netzwerk von Einflussnahme im Zusammenhang mit einer 53 Millionen Euro schweren staatlichen Rettungsaktion für die Fluggesellschaft während der Coronavirus-Pandemie prüft. Beamte der Nationalpolizei entdeckten die Sammlung von über 60 Schmuckstücken im Mai 2026 in einem Safe in Zapateros Privatbüro in der Madrider Ferraz-Straße, einem Gebäude, das der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) gehört. Der Fund veranlasste den Richter, die Ermittlungen auf mutmaßliche Steuerhinterziehung und Schmuggel auszuweiten. In einer dem Gericht vorgelegten schriftlichen Stellungnahme bestätigte Zapatero, dass die wertvollsten Gegenstände in dem Safe 2007 als Geschenke des saudischen Königshauses erhalten wurden.

Politische Prüfung und parlamentarische Reaktionen

Die Enthüllung über die saudische Herkunft des Schmucks löste in Madrid sofortige Kritik von Oppositionspolitikern aus. Der Generalsekretär der Partido Popular, Miguel Tellado, stellte öffentlich in Frage, warum die Gegenstände in einem privaten Safe aufbewahrt wurden, anstatt an Patrimonio Nacional übergeben zu werden, die staatliche Behörde, die für die Aufbewahrung offizieller Geschenke an Amtsträger zuständig ist. Tellado forderte Erklärungen zu den Umständen der Übergabe im Jahr 2007 und fragte, ob die Schmuckstücke politische Provisionen darstellten. Die Kontroverse rückte auch diplomatische Begegnungen zwischen spanischen Amtsträgern und dem verstorbenen saudischen König Abdullah bin Abdulaziz wieder ins Licht, darunter Ereignisse, die in politischen Memoiren des ehemaligen Verteidigungsministers José Bono dokumentiert sind.

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Quellen und Kontext

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