Regierung · Madrid

Richter lässt Polizei den Hersteller der Punze auf den bei Zapatero beschlagnahmten Juwelen ermitteln

Richter José Luis Calama hat die Einheit für Wirtschaftskriminalität der spanischen Nationalpolizei gebeten, zurückzuverfolgen, wer die Punze auf den wertvollsten bei Ex-Ministerpräsident Zapatero beschlagnahmten Juwelen angebracht hat – bei Bedarf mit Hilfe von Interpol und Europol.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Periódico, EL PAÍS, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. Juni 2007Offizieller Besuch in Spanien, nach dem Zapatero zufolge der saudische König ihm die Juwelen schenkte
  2. 19.05.Die Polizei durchsucht Zapateros Büro und beschlagnahmt Juwelen aus einem Safe
  3. Oktober 2026Die Schätzung von Yanes beziffert die Juwelen auf 1.023.320 Euro
  4. 3.11.Der Richter weist die UDEF an, den Hersteller der Punze zu ermitteln

Die Anordnung des Richters

Richter José Luis Calama von der Audiencia Nacional hat die Unidad de Delincuencia Económica y Fiscal (UDEF), die Einheit für Wirtschafts- und Steuerkriminalität der spanischen Nationalpolizei, aufgefordert, herauszufinden, wer die Punze auf den wertvollsten Juwelen angebracht hat, die bei Ex-Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero beschlagnahmt wurden. In einer schriftlichen Anordnung vom Dienstag, 3. November 2026, weist der Richter die Einheit an, bei Bedarf Interpol und Europol um Hilfe zu bitten. Die Juwelen waren bei einer Durchsuchung am 19. Mai in einem Safe in Zapateros Büro gefunden worden.

Der Anordnung vorausgegangen war eine zweite Schätzung durch das Juwelierhaus Yanes, das die Stücke auf 1.023.320 Euro taxierte. Die Firma erklärte, die Punze sei ein wichtiges Element, um die Herkunft der Stücke zurückzuverfolgen. Die frühere Schätzung des Auktionshauses Ansorena hatte die Sammlung auf 1.323.915 Euro beziffert.

Die Punze und die Schätzungen

Yanes beschrieb einen rechteckigen Stempel mit einem großen T in der Mitte, einer 18 zu seiner Linken und einem K zu seiner Rechten. Nach Angaben der Firma sprechen diese Merkmale dafür, Länder mit strengen Punzierungsvorschriften auszuschließen, darunter EU-Mitgliedstaaten, die Vereinigten Staaten und arabische Länder. Als Orte mit großzügigeren Regeln nannte sie Thailand, Indien, China, Zentralasien und die Türkei; Europa Press berichtet, Yanes halte eine asiatische Herkunft für sehr wahrscheinlich. El Periódico berichtet, der Stempel stimme mit keinem Haute-Joaillerie-Unternehmen überein, das die Gutachter identifizieren konnten.

Juwelen-Schätzungen nach GutachterfirmaEUR
Ansorena
1323915 EUR
Yanes
1023320 EUR

Daten aus dem Artikeltext

Yanes erklärte, die Punze könne helfen, den Hersteller über eine breitere Untersuchung zu ermitteln:

„ein Bild, das bei einer erschöpfenden Untersuchung auf internationaler Ebene zum ursprünglichen Hersteller führen könnte.“

Yanes

Zapateros Darstellung und das saudische Geschenk

Zapatero hat dem Richter erklärt, die Juwelen seien ein Geschenk des verstorbenen saudischen Königs Abdullah bin Abdulaziz Al-Saud gewesen, übergeben im Palast Moncloa im Jahr 2007 während eines offiziellen Besuchs in Spanien im Juni jenes Jahres. Der Richter hat diese Version in Zweifel gezogen und sich geweigert, Informationen aus Saudi-Arabien zur Überprüfung anzufordern, wie El País berichtet. Die Anti-Korruptions-Staatsanwaltschaft argumentiert, Zapatero habe sich der Veruntreuung schuldig gemacht, indem er das Geschenk behielt, statt es dem staatlichen Vermögen zu übergeben. Die Staatsanwaltschaft hatte den Richter kurz bevor der Yanes-Bericht beim Gericht einging, gebeten, ihn der Veruntreuung zu beschuldigen.

Der Yanes-Bericht, der laut ABC 138 Seiten umfasst, kommt zu dem Schluss, dass die Juwelen nicht vor der REACH-Chemikalienverordnung von 2007 hergestellt worden sein können. Er verweist zudem auf das Fehlen von Zertifikaten, Originaletuis und Verpackungen; die Firma erklärte:

„Wenn Juwelen dieser Art gekauft werden, geschieht das bei bekannten Juwelieren, mit Zertifikaten, Etuis und rückverfolgbaren Marken, die Hersteller und Handelsfirma ausweisen.“

Yanes

Rechtliche Risiken und nächste Schritte

Der Richter hat Zapatero im Zusammenhang mit den Juwelen bereits wegen mutmaßlicher Steuer- und Schmuggeldelikte zum Beschuldigten erklärt, da deren Herkunft nicht belegt sei. Unabhängig davon wird gegen ihn als mutmaßlichen Kopf eines Netzwerks der Einflussnahme ermittelt, das von einer angeblichen Vermittlung bei der staatlichen Rettung der Fluggesellschaft Plus Ultra in Höhe von 53 Millionen Euro während der Pandemie profitiert haben soll. Quellen aus Zapateros Umfeld sagen, er suche einen privaten Sachverständigen für eine alternative Schätzung, die den Betrag senken solle, und argumentiere, die aktuellen Bewertungen gingen vom Wiederbeschaffungswert aus, der heutige Material- und Handelskosten abbilde. Der Richter hat noch nicht entschieden, ob er ihn der Veruntreuung beschuldigen will; die Polizei soll nun den Hersteller der Punze ermitteln.

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