Wirtschaft · Zwickau

Volkswagen eröffnet erste industrielle Auto-Demontagelinie im Werk Zwickau

Die Linie startet mit Vorserienfahrzeugen, die nie zugelassen wurden, und das Projekt wurde in neun Monaten fertiggestellt, etwa drei Monate vor dem ursprünglichen Zeitplan. Langfristig sind in diesem Segment bis zu 1.000 Arbeitsplätze geplant.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Berliner Zeitung, Handelsblatt, DIE WELT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Zwickau · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 2027Geplante Demontage von 4.100 Autos (DIE WELT) bzw. 4.700 (Berliner Zeitung)
  2. 2030Bis zu 15.000 Fahrzeuge pro Jahr laut DIE WELT
  3. 2031Produktion der derzeit in Zwickau gebauten Modelle endet

Eine Linie, in neun Monaten gebaut

Volkswagen hat am Mittwoch, 28. Oktober 2026, in seinem Werk Zwickau die erste industrielle Demontagelinie gestartet – einen Tag bevor der Konzern seine Quartalszahlen veröffentlichen sollte. Die Linie ist in acht Arbeitsstationen, sogenannte Takte, in einer Halle unterteilt, die mit einem neu versiegelten Boden ausgestattet wurde. Zunächst werden Vorserienfahrzeuge zerlegt, die nie eine Zulassung erhalten haben, also praktisch neuwertige Autos. Ältere Altfahrzeuge sollen später folgen, und Andreas Wallinger, Leiter der Einheit Circular Economy des Volkswagen-Konzerns, sagte, diese Fahrzeuge sollten nicht älter als drei oder vier Jahre und idealerweise gut ausgestattet sein. Die Idee entstand 2024 und wurde 2025 geplant, Umbau und Genehmigungsverfahren waren innerhalb von neun Monaten abgeschlossen, etwa drei Monate vor dem ursprünglichen Zeitplan.

Mengen und Arbeitsplätze

Für 2027 plant Volkswagen laut DIE WELT die Demontage von 4.100 Fahrzeugen mehrerer Konzernmarken in zwei Schichten, während die Berliner Zeitung das Ziel für 2027 mit 4.700 Autos angibt. Das Volumen soll schrittweise auf bis zu 15.000 Fahrzeuge pro Jahr steigen – ein Niveau, das DIE WELT ins Jahr 2030 verlegt und die Berliner Zeitung als letzte Ausbaustufe beschreibt. Rund 100 Beschäftigte sind bereits für die neue Linie geschult, und Betriebsrat Martin Lehmann sagte, Freiwillige seien leicht zu finden gewesen. Langfristig sollen in diesem Segment bis zu 1.000 Arbeitsplätze entstehen. Zwickau beschäftigt derzeit etwa 8.000 Menschen und baut noch rund 200.000 Autos im Jahr, was 15.000 demontierte Fahrzeuge laut tagesschau vergleichsweise klein erscheinen lässt. Danny Auerswald, Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Sachsen GmbH, sagte, der Standort habe alle Synergien zwischen Autobau und Demontage gebündelt.

„Das Team am Standort Zwickau nimmt die Aufgabe mit Entschlossenheit an.“

Danny Auerswald

Förderung und die Rolle des Staates

Volkswagen will bis zu 90 Millionen Euro in das neue Kreislaufwirtschaftszentrum in Zwickau investieren – für Umbauarbeiten, technische Anlagen und Anwendungen künstlicher Intelligenz. Handelsblatt und DIE WELT beziffern die Unterstützung des Freistaats Sachsen auf bis zu 10,7 Millionen Euro, die Berliner Zeitung spricht von rund 11 Millionen Euro. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) nannte die Linie ein hoffnungsvolles Signal, sagte aber, die Region brauche weiterhin Autos, die dort gebaut werden. Panter sagte zudem, die Autoproduktion müsse am Standort bleiben, und die Kreislaufwirtschaft helfe, den Standort zu stärken. Bei der Eröffnungsfeier ordnete Volkswagen-Markenchef Thomas Schäfer das Projekt als Wertschöpfung statt als Abfall ein.

„Ab heute bauen wir in Zwickau nicht nur Autos zusammen, sondern zerlegen sie auch wieder. Demontage und Wiederverwendung bedeuten für uns nicht Schrottplatz, sondern Wertschöpfung.“

Thomas Schäfer, Volkswagen-Markenchef
Recyclingzentrum Zwickau, HöchstbeträgeMio. Euro
Geplante Investition, bis zu
90 Mio. Euro
Förderung des Landes Sachsen, bis zu
10.7 Mio. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Die längerfristige Zukunft des Werks

Zwickau steht weiterhin auf einer Liste gefährdeter Standorte, und die Produktion der dort derzeit gebauten Modelle endet 2031, danach ist die Zukunft laut Handelsblatt offen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat vorgeschlagen, das Werk in eine neue Gesellschaft zu überführen, in der die Tarifverträge nicht gelten würden – was aus Sicht des VW-Managements die Produktion in Deutschland unrentabel macht. Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen-Konzerns, brachte Zwickau als Standort für in China entwickelte Modelle ins Spiel, doch die Idee wurde nicht weiterverfolgt. Ein Insider sagte dem Handelsblatt, Zweifel im Topmanagement, chinesischen Wettbewerbern beim Expandieren nach Europa zu helfen, hätten eine Rolle gespielt. Zwickau hat 2020 den Bau von Verbrennerautos eingestellt und ist neben Emden, Hannover und Neckarsulm einer von vier deutschen Volkswagen- und Audi-Standorten, an denen die Zukunft der Autoproduktion ungewiss ist.

Zweifel an der Rentabilität

Ob sich das Recyclinggeschäft rechnet, hängt laut tagesschau vor allem vom Wert der zurückgewonnenen Rohstoffe ab. Henning Wilts vom Wuppertal Institut sagte, die Recyclinganlage sei bestenfalls ein Experiment.

„Sie ist sicher nicht die Antwort auf alle Fragen, vor denen die europäische Autoindustrie steht.“

Henning Wilts

Als die Pläne 2025 vorgestellt wurden, sagte die junge Volkswagen-Beschäftigte Stefanie Haferkorn, viele Kolleginnen und Kollegen teilten die Auffassung, dass das Unternehmen akzeptieren müsse, Autos zu zerlegen, und sie argumentierte, die Arbeit sichere Arbeitsplätze. DIE WELT ergänzt, die EU verlange, dass Neufahrzeuge einen Anteil recycelten Kunststoffs enthalten, was der Rückgewinnung von Kunststoffen aus Altfahrzeugen zusätzliches Gewicht gebe.

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Quellen und Kontext

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