Sicherheit · Dublin

Irische Fahrschüler müssen ab dem 1. November nach vier Jahren eine Prüfung ablegen

Ab dem 1. November müssen Fahrschüler, die seit vier Jahren einen Lernführerschein besitzen, vor der Verlängerung eine Fahrprüfung ablegen – damit endet eine jahrzehntelange Praxis wiederholter Verlängerungen ohne Prüfung. Die Road Safety Authority rechnet damit, dass die Wartezeiten auf Prüfungstermine zunehmen, sobald die Regeln greifen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Irish Independent, RTE.ie, Irish Examiner und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Dublin · Irland

Was sich am 1. November ändert

Ab dem 1. November müssen Fahrschüler, die vier Jahre lang einen Lernführerschein besessen haben, eine Fahrprüfung ablegen, bevor sie ihn verlängern können. Damit endet eine Praxis wiederholter Verlängerungen, die sich über Jahrzehnte eingebürgert hat. Nach dem neuen Ablauf besteht ein Fahrer zunächst die Theorieprüfung, erhält einen Lernführerschein, absolviert zwölf Pflichtfahrstunden und muss innerhalb von vier Jahren eine Prüfung ablegen. Danach folgen die Genehmigungen in einer sich verkürzenden Reihenfolge, wobei der vierte Lernführerschein nur noch ein Jahr gültig ist; wer danach durchfällt, kehrt zur Theorieprüfung und zu den Fahrstunden zurück. Wer nach sieben Jahren noch immer keinen Führerschein hat, muss den Lernprozess von vorn beginnen. Fahrer, die einen dritten oder vierten Lernführerschein beantragen, müssen in den vergangenen zwei Jahren eine Prüfung absolviert haben, und die medizinische Ausnahme für Verlängerungen entfällt.

Umfang der betroffenen Gruppe

Zum Stand vom 30. Oktober beziffert die Road Safety Authority (RSA) die Gesamtzahl auf rund 380.000 Inhaber eines Lernführerscheins, von denen 58 % einen ersten und 21 % einen zweiten Lernführerschein besitzen. Die übrigen 21 %, etwa 70.000 Fahrer, haben einen dritten oder späteren Lernführerschein.

Inhaber von Pkw-Lernführerscheinen nach Anzahl der Lernführerscheine%
Erster Lernführerschein
58 %
Zweiter Lernführerschein
21 %
Dritter oder weiterer Lernführerschein
21 %

Daten aus dem Artikeltext

RSA-Daten zeigen 73.000 Fahrschüler mit drei oder mehr Lernführerscheinen, und 35.000 von ihnen haben vor der Frist eine Prüfung gebucht und bezahlt. Etwa 38.000 Personen mit einem dritten oder späteren Lernführerschein haben noch nie eine Fahrprüfung abgelegt. Die Angaben zu Fahrern mit elf oder mehr Lernführerscheinen weichen je nach Quelle ab: Die von RTE zitierten RSA-Zahlen nennen 12.197, der Irish Examiner und der Independent sprechen von mehr als 12.000, und RSA-Chefbetriebsleiter Brendan Walsh nannte die Zahl 11.000. Walsh sagte, eine Handvoll Fahrschüler habe 40 oder mehr Lernführerscheine besessen, und rund 16.000 Personen, überwiegend unter 40, hätten einen dritten Lernführerschein. Der Irish Examiner berichtet, dass 80 % der Fahrer mit mehreren Lernführerscheinen zwischen 17 und 39 Jahre alt sind.

Prüfungskapazität und Wartezeiten

Die Änderung dürfte ein System zusätzlich belasten, das ohnehin unter Kapazitätsengpässen leidet. Nach RSA-Zahlen, über die RTE berichtete, lagen im September nur 14 von 57 Prüfzentren auf oder unter dem landesweiten Zielwert von zehn Wochen Wartezeit. Walsh sagte, die aktuelle durchschnittliche Wartezeit betrage 11,9 Wochen, was er gemessen am Ziel von zehn Wochen als „nicht katastrophal“ bezeichnete, und bis Jahresende würden rekordverdächtige 330.000 Menschen eine Prüfung beantragt haben. Seán Canney, Staatsminister mit Zuständigkeit für Verkehrssicherheit, stellte 70 weitere Fahrprüfer bereit, was Susan Gray als Schritt zur Verkürzung der Wartezeiten begrüßte. Die RSA hat noch keine genaue Prognose vorgelegt, wie stark die Wartezeiten steigen werden. Michael Murphy, Fine-Gael-Abgeordneter und Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Oireachtas, begrüßte die Änderungen, will aber Schritte zur Erhöhung der Kapazität sehen, insbesondere in ländlichen Gebieten.

Reaktionen von Regierung und Kampagnen

Canney hat einen Lernführerschein als etwas beschrieben, das es erlaubt, nur in Begleitung eines erfahrenen, qualifizierten Fahrers auf öffentlichen Straßen zu fahren. Verkehrsminister Darragh O'Brien nannte die Regeln eine zentrale Maßnahme, um die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten bis 2030 zu halbieren und bis 2050 Vision Zero zu erreichen. Er betonte, dass die Aufgabe gemeinsam zu bewältigen sei:

„Verkehrssicherheit ist eine gemeinsame Verantwortung.“

Darragh O'Brien, Irischer Verkehrsminister

An Garda Síochána verzeichnete zum Stand vom 30. Oktober 155 Todesopfer auf irischen Straßen im Jahr 2026, und die Zahl der Verkehrstoten in Irland steuert auf einen Zehnjahreshöchststand zu. Susan Gray, die die Verkehrssicherheitsgruppe Parc gründete, nachdem ihr Ehemann 2004 von einem Fahrschüler ohne Begleitung getötet worden war, begrüßte das Ende des Schlupflochs und sagte, die Gardaí würden durch Fahrer ohne Begleitung weniger Arbeit haben. Sie sagte:

„Das ist ein großer Tag für die Verkehrssicherheit.“

Susan Gray, Gründerin

Parc weist darauf hin, dass Vorschläge zur Begrenzung der Zahl der Lernführerscheine bereits in der Verkehrssicherheitsstrategie der RSA für 2013–2020 unter dem damaligen Geschäftsführer Noel Brett enthalten waren.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Orte
Dublin

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen