Sicherheit · Montreal, Brüssel und Straßburg
EU will Kanada vor Gipfel in Montreal das Angebot einer „assoziierten Mitgliedschaft“ streichen
Diplomaten zufolge bietet der jüngste Entwurf der gemeinsamen EU-Kanada-Erklärung Kanada keine assoziierte Mitgliedschaft mehr an, sondern setzt auf eine „immer engere Assoziierung“. Die Staats- und Regierungschefs treffen sich am 29. und 30. Oktober in Montreal, die Mitgliedstaaten können bis 18 Uhr Einwände erheben.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Libre.be, Digi24, De Morgen und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Diplomaten zufolge protestierten Deutschland, Italien, Griechenland und Frankreich; der jüngste Politico vorliegende Entwurf ersetzt den Begriff durch eine „immer engere Assoziierung“ unterhalb der Vollmitgliedschaft.
Ursula von der Leyen, Antonio Costa und Mark Carney treffen kanadische Minister und etwa zehn EU-Kommissare, darunter Kaja Kallas.
Die Erklärung ist noch nicht final, die Mitgliedstaaten können laut Politico bis 18 Uhr Einwände erheben.
Ceta, seit 2016 in Kraft, beseitigte 98 % der Zölle, und eine Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft von 2025 gibt kanadischen Firmen Zugang zum Programm Safe.
- 29.10.Erster Tag des EU-Kanada-Gipfels in Montreal
- 30.10.Zweiter Tag des EU-Kanada-Gipfels in Montreal
- 2027Zieljahr für die Definition des Konzepts beim nächsten EU-Kanada-Gipfel
Formulierung zum Status Kanadas im Entwurf
Die EU-Staaten haben einem Bericht zufolge die Idee fallen gelassen, Kanada den Status eines „assoziierten Mitglieds“ anzubieten. Das geht aus dem jüngsten Entwurf der gemeinsamen Erklärung hervor, der Politico vorliegt. An dessen Stelle verspricht der Text eine „noch engere Assoziierung“ zwischen Kanada und der EU, die unterhalb einer Vollmitgliedschaft bleibt. Eine Gruppe von Ländern, darunter Deutschland, Italien, Griechenland und Frankreich, habe sich dagegen ausgesprochen, die assoziierte Mitgliedschaft in der in Montreal zu veröffentlichenden Erklärung zu nennen, sagten Diplomaten. Der Text muss noch endgültig gebilligt werden, die Mitgliedstaaten können bis 18 Uhr Einwände erheben.
Die Idee stammte von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die sie am 16. September in ihrer Rede zur Lage der Union in Straßburg vorschlug und damit einige EU-Hauptstädte überraschte. Am Tag darauf bekräftigte der kanadische Premierminister Mark Carney laut La Libre seine Absicht, mit der EU eine „Allianz für die Zukunft“ zu schmieden. Der Entwurf verpflichtet beide Seiten zudem, bis zum EU-Kanada-Gipfel 2027 das Konzept zu definieren.
Der Gipfel in Montreal
Die Staats- und Regierungschefs treffen sich am Donnerstag, 29. Oktober, und Freitag, 30. Oktober, in Montreal. Von der Leyen wird vom Präsidenten des Europäischen Rates, Antonio Costa, begleitet, Carney von kanadischen Ministern. Auch etwa zehn EU-Kommissare, darunter die Außenbeauftragte Kaja Kallas, werden erwartet. Eine den Gesprächen nahestehende europäische Quelle bezeichnete den Gipfel als womöglich einen der wichtigsten, die die EU je mit einem Drittland abgehalten habe. Die Partner bereiten ein digitales Handelsabkommen vor, und Kanada will Zugang zum Forschungsprogramm Horizon und zum Studierendenaustausch Erasmus.
Grundlagen der Beziehung
Beide Seiten sind bereits eng verbunden. Das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (Ceta), das sie seit 2016 verbindet, hat 98 % der Zölle abgeschafft, und der Handel mit Waren und Dienstleistungen wuchs in neun Jahren um 80 %. Im Jahr 2025 unterzeichneten sie eine Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft, die Kanada zum einzigen Nicht-EU-Land macht, dessen Unternehmen am EU-Rüstungsprogramm Safe teilnehmen können. Kanada ist NATO-Mitglied wie 23 EU-Staaten und gehört zur Koalition der Willigen, die die Ukraine unterstützt. Beamte sagen, das Ziel sei, die Beziehung von gut zu ausgezeichnet und von solide zu noch solider zu führen.
Warum die Formulierung zählt
Der Gipfel soll zeigen, dass die EU sich der Politik von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem liberalen Multilateralismus widersetzt, doch er droht von einem Streit über Begriffe überschattet zu werden. Die Hauptstädte befürchten, das Etikett verwische die Lage für Länder, die eine Vollmitgliedschaft anstreben, etwa die Ukraine, für Norwegen, das für bevorzugten Zugang zum Binnenmarkt zahlt, sowie für Israel und Chile, die bereits Assoziierungsabkommen mit der EU haben. Diplomaten beklagten, von der Leyen habe einen Status versprochen, bevor er definiert gewesen sei, und ein an den Verhandlungen beteiligter EU-Beamter beschrieb ihn als Assoziierung ohne Beitritt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- La Libre.beDie Europäische Union und Kanada treffen sich in Montreal, um zu sehen, wie weit sie ihren geopolitischen Flirt treiben könnenL'Union européenne et le Canada se rencontrent à Montréal pour voir jusqu'où pousser leur flirt géopolitique · Original auf Französisch
- Digi24EU bereitet sich darauf vor, die Idee aufzugeben, Kanada den Status eines assoziierten Mitglieds anzubieten. Was die endgültige Fassung der Erklärung vorsiehtUE se pregătește să renunțe la ideea de a oferi Canadei statutul de "membru asociat". Ce prevede versiunea finală a declarației · Original auf Rumänisch
- De Morgen„Europäische Union streicht Angebot für assoziierte Mitgliedschaft für Kanada“'Europese Unie schrapt aanbod 'geassocieerd lidmaatschap' voor Canada' · Original auf Niederländisch
- POLITICOEU bereit, Angebot für Status als assoziiertes Mitglied für Kanada zu streichenEU set to scrap 'associate member' status offer for Canada · Original auf Englisch
- Ursula von der Leyen
- Präsidentin der Europäischen Kommission, die eine assoziierte Mitgliedschaft für Kanada vorgeschlagen hat
- Mark Carney
- Kanadischer Premierminister, der am Gipfel in Montreal teilnimmt
- Antonio Costa
- Präsident des Europäischen Rates, der am Gipfel teilnimmt
- Kaja Kallas
- EU-Außenbeauftragte, die beim Gipfel erwartet wird
- Organisationen
- Europäische Union
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