Sicherheit · Montreal, Brüssel und Straßburg

EU will Kanada vor Gipfel in Montreal das Angebot einer „assoziierten Mitgliedschaft“ streichen

Diplomaten zufolge bietet der jüngste Entwurf der gemeinsamen EU-Kanada-Erklärung Kanada keine assoziierte Mitgliedschaft mehr an, sondern setzt auf eine „immer engere Assoziierung“. Die Staats- und Regierungschefs treffen sich am 29. und 30. Oktober in Montreal, die Mitgliedstaaten können bis 18 Uhr Einwände erheben.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Libre.be, Digi24, De Morgen und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Montreal, Brüssel, Straßburg · Kanada, Belgien, Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 29.10.Erster Tag des EU-Kanada-Gipfels in Montreal
  2. 30.10.Zweiter Tag des EU-Kanada-Gipfels in Montreal
  3. 2027Zieljahr für die Definition des Konzepts beim nächsten EU-Kanada-Gipfel

Formulierung zum Status Kanadas im Entwurf

Die EU-Staaten haben einem Bericht zufolge die Idee fallen gelassen, Kanada den Status eines „assoziierten Mitglieds“ anzubieten. Das geht aus dem jüngsten Entwurf der gemeinsamen Erklärung hervor, der Politico vorliegt. An dessen Stelle verspricht der Text eine „noch engere Assoziierung“ zwischen Kanada und der EU, die unterhalb einer Vollmitgliedschaft bleibt. Eine Gruppe von Ländern, darunter Deutschland, Italien, Griechenland und Frankreich, habe sich dagegen ausgesprochen, die assoziierte Mitgliedschaft in der in Montreal zu veröffentlichenden Erklärung zu nennen, sagten Diplomaten. Der Text muss noch endgültig gebilligt werden, die Mitgliedstaaten können bis 18 Uhr Einwände erheben.

Die Idee stammte von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die sie am 16. September in ihrer Rede zur Lage der Union in Straßburg vorschlug und damit einige EU-Hauptstädte überraschte. Am Tag darauf bekräftigte der kanadische Premierminister Mark Carney laut La Libre seine Absicht, mit der EU eine „Allianz für die Zukunft“ zu schmieden. Der Entwurf verpflichtet beide Seiten zudem, bis zum EU-Kanada-Gipfel 2027 das Konzept zu definieren.

Der Gipfel in Montreal

Die Staats- und Regierungschefs treffen sich am Donnerstag, 29. Oktober, und Freitag, 30. Oktober, in Montreal. Von der Leyen wird vom Präsidenten des Europäischen Rates, Antonio Costa, begleitet, Carney von kanadischen Ministern. Auch etwa zehn EU-Kommissare, darunter die Außenbeauftragte Kaja Kallas, werden erwartet. Eine den Gesprächen nahestehende europäische Quelle bezeichnete den Gipfel als womöglich einen der wichtigsten, die die EU je mit einem Drittland abgehalten habe. Die Partner bereiten ein digitales Handelsabkommen vor, und Kanada will Zugang zum Forschungsprogramm Horizon und zum Studierendenaustausch Erasmus.

Grundlagen der Beziehung

Beide Seiten sind bereits eng verbunden. Das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (Ceta), das sie seit 2016 verbindet, hat 98 % der Zölle abgeschafft, und der Handel mit Waren und Dienstleistungen wuchs in neun Jahren um 80 %. Im Jahr 2025 unterzeichneten sie eine Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft, die Kanada zum einzigen Nicht-EU-Land macht, dessen Unternehmen am EU-Rüstungsprogramm Safe teilnehmen können. Kanada ist NATO-Mitglied wie 23 EU-Staaten und gehört zur Koalition der Willigen, die die Ukraine unterstützt. Beamte sagen, das Ziel sei, die Beziehung von gut zu ausgezeichnet und von solide zu noch solider zu führen.

Warum die Formulierung zählt

Der Gipfel soll zeigen, dass die EU sich der Politik von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem liberalen Multilateralismus widersetzt, doch er droht von einem Streit über Begriffe überschattet zu werden. Die Hauptstädte befürchten, das Etikett verwische die Lage für Länder, die eine Vollmitgliedschaft anstreben, etwa die Ukraine, für Norwegen, das für bevorzugten Zugang zum Binnenmarkt zahlt, sowie für Israel und Chile, die bereits Assoziierungsabkommen mit der EU haben. Diplomaten beklagten, von der Leyen habe einen Status versprochen, bevor er definiert gewesen sei, und ein an den Verhandlungen beteiligter EU-Beamter beschrieb ihn als Assoziierung ohne Beitritt.

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Quellen und Kontext

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