Wirtschaft · Herzogenaurach und Herstal
Schaeffler streicht 3.460 Stellen und schließt fünf Standorte, 2.660 davon in Deutschland
Auf Deutschland entfallen 2.660 der Stellen, und vier deutsche Werke gehören zu den Standorten, die geschlossen werden. Das Programm soll ab 2030 jährlich 300 Millionen Euro einsparen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Der Tagesspiegel, N-tv, 7sur7 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Schaeffler zufolge entfallen 2.660 der 3.460 Stellen, die gestrichen werden sollen, auf Deutschland, wo vier der fünf Standortschließungen geplant sind.
Schaeffler beziffert die Kosten auf 480 Millionen Euro und erwartet laut N-tv ab 2030 Einsparungen von 300 Millionen Euro jährlich.
Der Standort Herstal in der Provinz Lüttich, den das Unternehmen mit etwa 15 Beschäftigten angibt, ist laut 7sur7 eine der fünf Schließungen.
Der Stellenabbau soll im kommenden Jahr nach Einigung mit den Arbeitnehmervertretern beginnen, die Abfindungsvereinbarungen sollen laut Handelsblatt spätestens bis Ende 2028 stehen.
- 3.11.Schaeffler kündigt 3.460 Stellenstreichungen und fünf Standortschließungen an
- 2027Der Stellenabbau soll beginnen
- Ende 2028Frist für die Abfindungsvereinbarungen
- Ab 2030Geplante jährliche Einsparungen von 300 Millionen Euro
Stellenabbau und Standortschließungen
Schaeffler, ein Auto- und Industriezulieferer mit Sitz in Herzogenaurach, hat am Dienstag, 3. November 2026, ein neues Sparprogramm angekündigt, das 3.460 Stellen streicht und fünf Standorte schließt. Das Unternehmen teilte mit, 2.660 der Stellen und vier der Schließungen entfielen auf Deutschland. Dpa und Bloomberg ordnen die 3.460 Stellenstreichungen Europa zu, wobei Bloomberg angibt, etwa drei Viertel lägen in Deutschland, während N-tv und der Standard die Gesamtzahl als weltweit beschreiben. Der Standard schlüsselt die Streichungen nach Funktionen auf: etwa 50 % in der Produktion, 30 % in Forschung und Entwicklung und 20 % in anderen Bereichen. Auch zur Reichweite weichen die Quellen voneinander ab: Der Standard zählt 16 betroffene Standorte in Europa, während 7sur7 von etwa einem Dutzend spricht.
- Insgesamt angekündigt
- 3460 Stellen
- Deutschland
- 2660 Stellen
Daten aus dem Artikeltext
Die Standorte
7sur7 nennt als die vier deutschen Standorte Dortmund, Morbach, Berlin und Schwalbach, wo 2.660 Stellen gefährdet sind. Die fünfte Schließung betrifft das Werk Herstal in der belgischen Provinz Lüttich, das das Unternehmen mit etwa 15 Beschäftigten angibt. Die Berliner Zeitung berichtet, Schaeffler habe zunächst nicht gesagt, welche deutschen Werke schließen sollen. Dpa zufolge sind die Schließungen langfristig geplant.
Kosten und finanzieller Druck
Schaeffler verweist auf einen anhaltend schwierigen Markt im Autogeschäft, überdurchschnittliche Personalkosten pro Kopf in Deutschland sowie eine Organisation mit zu vielen Führungsebenen und zu engen Führungsspannen. Das Programm soll ab 2030 jährlich 300 Millionen Euro einsparen, die Kosten beziffert das Unternehmen auf 480 Millionen Euro, die laut Handelsblatt im Schlussquartal des laufenden Geschäftsjahres zurückgestellt werden. Im soeben beendeten Quartal erreichte der Umsatz 5,8 Milliarden Euro und lag damit leicht unter dem Vorjahr, während das operative Ergebnis um 7,2 % auf 245 Millionen Euro sank. Die Umsatzrendite fiel um 0,3 Prozentpunkte auf 4,2 %, doch das Unternehmen erklärte, an seinen Zielen für dieses und die folgenden Jahre festzuhalten. Handelsblatt berichtet unter Berufung auf vorläufige Zahlen für das dritte Quartal, die Marge des Elektrobereichs liege seit Jahresbeginn bei etwa minus 15 %. Aus Konzernkreisen heißt es, der Vorstand unter Vorstandschef Klaus Rosenfeld sei besonders über die Auto-Sparten besorgt, in denen das traditionelle Verbrennergeschäft schneller schrumpfe als erwartet.
Zeitplan, Verfahren und Management
Der Stellenabbau soll im kommenden Jahr beginnen, doch zuvor muss Schaeffler die Rahmenbedingungen mit den Arbeitnehmervertretern vereinbaren. Laut Handelsblatt müssen die Abfindungsvereinbarungen spätestens bis Ende 2028 über ein sozialverträglich gestaltetes Abfindungsprogramm aufgestellt sein. Ende September arbeiteten rund 32.000 Menschen in Deutschland für Schaeffler. Insider sagten Handelsblatt, mindestens zwei der sieben Führungsebenen unterhalb des Vorstands würden gestrichen, vor allem in den oberen und mittleren Führungskreisen. Der Aufsichtsrat hatte im Frühjahr beschlossen, Forschung und Entwicklung mit Produktion, Lieferkettenmanagement und Einkauf zusammenzulegen, und soll mit der Zeit auf acht Mitglieder schrumpfen. Schaeffler wollte sich auf Anfrage von Handelsblatt nicht äußern.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Der TagesspiegelMassive Sparmaßnahmen: Autozulieferer Schaeffler streicht Tausende Stellen in Deutschland
- N-tvAutozulieferer Schaeffler baut Tausende weitere Jobs ab
- 7sur7Harter Schlag für die Industrie in Lüttich: Autozulieferer Schaeffler schließt Werk in HerstalCoup dur pour l'industrie liégeoise: le sous-traitant automobile Schaeffler ferme son usine de Herstal · Original auf Französisch
- Berliner ZeitungAutozulieferer Schaeffler: 2660 Jobs in Deutschland fallen weg - vier Werke vor dem Aus
- Organisationen
- Europäische Union
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen