Wirtschaft · Wolfsburg und Stuttgart
Volkswagen meldet 5,82 Milliarden Euro Verlust im dritten Quartal wegen Porsche-Abschreibung und China-Flaute
Der Nettoverlust von Volkswagen für Juli bis September beläuft sich auf 5,82 Milliarden Euro, belastet von einer 6,4 Milliarden Euro schweren Abschreibung auf Porsche und schwachen Verkäufen in China. Der Plan des Konzerns sieht bis zu 100.000 Stellenstreichungen vor.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von RTE.ie, NOS, Blick.ch und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Volkswagen verbuchte eine Abschreibung von 6,4 Milliarden Euro auf den Geschäfts- oder Firmenwert bei Porsche; die Sondereffekte des Quartals beziffern Blick und Le Soir auf insgesamt 7,8 Milliarden Euro.
Die Auslieferungen in China fielen im dritten Quartal um 38,5 Prozent auf 405.800 Fahrzeuge, während die Konzernauslieferungen um 14,3 Prozent auf 1,89 Millionen Fahrzeuge sanken.
Mitte September senkte Volkswagen laut SRF seine Margenprognose für 2026 auf höchstens 1 Prozent, nach zuvor 4,0 bis 5,5 Prozent.
NOS berichtet von 50.000 weiteren im September angekündigten Stellenstreichungen zusätzlich zu 50.000 früheren, und Le Soir zufolge will der Konzern insgesamt 31 Milliarden Euro einsparen.
Die operative Umsatzrendite nach neun Monaten lag ohne Sondereffekte bei 3,8 Prozent – für Antlitz langfristig nicht genug.
- Juli 2026Umsatzerwartungen gesenkt, der Absatz dürfte bestenfalls stabil bleiben (SRF)
- Mitte September 2026Gewinnmargenprognose auf höchstens 1 Prozent gesenkt, nach zuvor 4,0 bis 5,5 Prozent (SRF)
- September 202650.000 weitere Stellenstreichungen angekündigt, zusätzlich zu 50.000 bereits zuvor angekündigten (NOS)
- Donnerstag, 29. Oktober 2026Nettoverlust von 5,82 Milliarden Euro im dritten Quartal veröffentlicht
Ein tieferer Verlust im dritten Quartal
Volkswagen hat für Juli bis September 2026 einen Nettoverlust von 5,82 Milliarden Euro ausgewiesen, wie der Konzern am Donnerstag, 29. Oktober, mitteilte. Im gleichen Quartal des Jahres 2025 hatte der Verlust 1,07 Milliarden Euro betragen. RTE und Le Soir beziffern das operative Minus auf rund 5,9 Milliarden Euro, und Le Soir errechnet für das Quartal eine operative Marge von minus 7,8 Prozent. Der Umsatz sank um 6,3 Prozent auf rund 75,3 Milliarden Euro – ein stärkerer Rückgang als von Analysten erwartet, so RTE. Das Unternehmen führt das Ergebnis vor allem auf Sondereffekte zurück, die Blick und Le Soir mit 7,8 Milliarden Euro beziffern, während RTE Finanzvorstand Arno Antlitz mit rund 8 Milliarden Euro zitiert.
- Q3 2025
- 1.07 Mrd. EUR
- Q3 2026
- 5.82 Mrd. EUR
Daten aus dem Artikeltext
Porsche-Abschreibung und China-Flaute
Der größte Einzelposten ist eine Abschreibung von 6,4 Milliarden Euro auf den Geschäfts- oder Firmenwert der Porsche-Tochter, die laut SRF gesenkte Erwartungen an die Zukunft der Luxusmarke widerspiegelt. Die Abschreibung ist nicht zahlungswirksam, belastet das operative Ergebnis aber dennoch schwer. Le Soir berichtet von weiteren 1 Milliarde Euro an Wertminderungen auf Vermögenswerte in China, einem Markt, in dem der Konzern harter Konkurrenz ausgesetzt ist. Die Auslieferungen in China fielen im dritten Quartal um 38,5 Prozent auf 405.800 Fahrzeuge. Die Konzernauslieferungen sanken im Quartal laut Blick und SRF um 14,3 Prozent auf 1,89 Millionen Fahrzeuge. Zu den weiteren Sondereffekten zählen laut Le Soir die Kosten für die Einstellung der Produktion des ID.4 in den Vereinigten Staaten, Restrukturierungskosten sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf des Werks Osnabrück, das für Rüstungsarbeit umgerüstet werden soll. Le Soir beziffert die Sondereffekte der ersten neun Monate insgesamt auf 8,7 Milliarden Euro.
Prognose gesenkt und Kostensenkungsplan
Mitte September senkte Volkswagen seine Prognose für die Gewinnmarge 2026 auf höchstens 1 Prozent, nach zuvor 4,0 bis 5,5 Prozent, wie SRF berichtet. Vor Sondereffekten lag die operative Umsatzrendite nach neun Monaten bei 3,8 Prozent. Antlitz sagte, der Konzern müsse schnell handeln.
„Das Neunmonatsergebnis macht eines klar: Wir können es uns nicht leisten, Zeit zu verlieren. Wir müssen schnell und entschlossen handeln“
Antlitz sagte zudem, die Zahl sei langfristig zu niedrig.
„Das reicht langfristig nicht.“
Der Konzern plant bis zu 100.000 Stellenstreichungen über seine Marken hinweg, darunter Audi und Porsche. NOS berichtet, im September seien 50.000 weitere Stellenstreichungen angekündigt worden, zusätzlich zu 50.000 bereits zuvor angekündigten. Le Soir zufolge will der Konzern insgesamt 31 Milliarden Euro einsparen.
Werke und Gewerkschaften
Laut RTE drohen nach dem Plan von Vorstandschef Oliver Blume bis zu vier Werke in Deutschland die Schließung – ein Vorschlag, der bei den Gewerkschaften auf heftigen Widerstand stößt und ab Anfang nächsten Jahres Streiks auslösen könnte. NOS berichtet, Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm erhielten keine neuen Modelle, sofern die Kosten dort nicht gesenkt werden könnten, und diese Werke könnten später vom Rüstungssektor genutzt werden. Blume hatte diese Anpassungen bereits vor den Quartalszahlen angekündigt. Der Verkauf von Osnabrück ist ein separater Schritt; Le Soir merkt an, das Werk solle für eine Rüstungsnutzung umgerüstet werden. Die Zahlen des dritten Quartals erhöhen den Druck auf eine Restrukturierung, zu der sich der Konzern mit seinen Gewerkschaften bereits verpflichtet hat.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- RTE.ieVerlust von Volkswagen im dritten Quartal steigt auf über 6,5 Milliarden DollarVolkswagen's Q3 loss widens to over $6.5 billion · Original auf Englisch
- NOSDramatische Quartalszahlen für Volkswagen: Milliarden im MinusDramatische kwartaalcijfers voor Volkswagen: miljarden in het rood · Original auf Niederländisch
- Blick.chVW-Krise spitzt sich zu: Konzern schreibt Milliardenverlust
- LesEchos.frVolkswagen verbucht einen spektakulären Verlust von fast 6 Milliarden im dritten QuartalVolkswagen affiche une perte spectaculaire de près de 6 milliards au troisième trimestre · Original auf Französisch
- Oliver Blume
- Vorstandsvorsitzender von Volkswagen, dessen Plan Stellenstreichungen und mögliche Werksschließungen umfasst
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