Diplomatie · Pjöngjang, Brüssel und Seoul
Nordkorea weist EU wegen UN-Menschenrechtsresolution zurecht: „Kümmert euch um euren eigenen Kram“
Die UN-Mission Pjöngjangs nannte den Resolutionsentwurf der EU zu den Menschenrechten in Nordkorea eine „Farce“ und eine „politisch motivierte Provokation“. Südkorea hat entschieden, den Entwurf mitzutragen; über ihn soll später im November 2026 in einem UN-Ausschuss abgestimmt werden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von adevarul.ro, Mediafax.ro, Digi24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die UN-Mission Nordkoreas nannte den EU-Entwurf in einer am Donnerstag, 5. November 2026, verbreiteten Erklärung, aus der die KCNA zitiert, eine „Farce“ und eine „politisch motivierte Provokation“.
Der Dritte Ausschuss der UN-Generalversammlung soll den Entwurf später im November 2026 annehmen, bevor die Schlussabstimmung im Plenum folgt.
Seoul hat entschieden, den EU-Entwurf mitzutragen – das fünfte Jahr in Folge, nach einer Unterbrechung von 2019 bis 2021 unter der Regierung Moon Jae-in.
Ein 2025 veröffentlichter 14-seitiger UN-Bericht nennt mindestens sechs Gesetze aus den vergangenen zehn Jahren, die die Voraussetzungen für die Todesstrafe erweiterten – unter anderem für das Ansehen ausländischer Filme.
- 2025Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte erklärt, die Lage habe sich seit einem Jahrzehnt nicht verbessert und sich in mehreren Bereichen verschlechtert
- 5.11.Die UN-Mission Nordkoreas bezeichnet den EU-Entwurf als Farce
- November 2026Der Dritte Ausschuss soll den Entwurf vor der Schlussabstimmung im Plenum annehmen
Die Reaktion Pjöngjangs
Die Mission Nordkoreas bei den Vereinten Nationen hat auf einen von der Europäischen Union vorgelegten Resolutionsentwurf zu den Menschenrechten im Land geantwortet und den Staatenbund aufgefordert, sich um die eigenen Angelegenheiten zu kümmern. In der Erklärung, die von der offiziellen Koreanischen Zentralen Nachrichtenagentur (KCNA) verbreitet wurde, wird der Entwurf als „Farce“ und „politisch motivierte Provokation“ bezeichnet; er verzerre die Menschenrechtspolitik des Landes in flagranter Weise. Die Mission argumentierte, Menschenrechte seien kein Monopol des Westens. Sie verwies auf Demonstranten in europäischen Städten, darunter Paris und Brüssel, die nach ihren Angaben grundlegende Rechte wie das Recht auf Existenz einforderten. Die schärfste Passage der Erklärung lautet:
„Die EU sollte sich besser um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern, statt die nicht existierenden „Menschenrechtsfragen“ hochzuspielen“
Was die UN dokumentiert haben
Die UN-Generalversammlung verabschiedet seit 2005 jedes Jahr eine Resolution, in der sie die Menschenrechtsverletzungen Nordkoreas verurteilt. Im vergangenen Jahr warnte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, die Lage habe sich im vergangenen Jahrzehnt nicht verbessert und in mehreren Punkten verschlechtert. Ein 14-seitiger Bericht des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte beschreibt eine ausgeweitete Anwendung der Todesstrafe, einschließlich der Erschießung. Der Bericht bringt diese Maßnahmen mit dem Bemühen in Verbindung, eine Kultur der Angst zu etablieren und die Bürger von kulturellen Einflüssen von außen abzuschneiden. Dem Bericht zufolge haben mindestens sechs in den vergangenen zehn Jahren verabschiedete Gesetze den Kreis der Straftaten erweitert, auf die die Todesstrafe steht. Das Ansehen und Verbreiten ausländischer Inhalte, darunter Fernsehserien und Filme, gehört zu diesen Straftaten, und Nordkoreaner wurden unter anderem wegen des Ansehens ausländischer Filme hingerichtet. Das Hochkommissariat kam zu dem Schluss, dass keine andere Bevölkerung in der heutigen Welt derartigen Einschränkungen ausgesetzt ist.
Der Weg des Resolutionsentwurfs
Der Entwurf soll später im November 2026 vom Dritten Ausschuss der UN-Generalversammlung angenommen werden, bevor er zur Schlussabstimmung in die Vollversammlung geht. Die Wegmarken der Berichterstattung reichen von den jährlichen Resolutionen seit 2005 bis zur Erklärung der Mission am Donnerstag, 5. November 2026. Die Abfolge zeigt die Grafik unten.
Südkoreas Mitantragstellerschaft
Südkorea hat sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Yonhap, auf die sich die Deutsche Welle beruft, entschieden, den EU-Entwurf mitzutragen. Es wäre das fünfte Jahr in Folge, in dem Seoul die Resolution mitanträgt. Die frühere Unterbrechung Seouls reichte von 2019 bis 2021, unter der liberalen Regierung von Moon Jae-in. Die endgültige Zustimmung liegt beim Plenum der Generalversammlung, nachdem der Dritte Ausschuss abgestimmt hat.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- adevarul.roNordkorea, verärgert über UN- und EU-Kritik an Menschenrechten: „Sie sollten sich besser um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern“Coreea de Nord, deranjată de criticile ONU și UE privind drepturile omului: "Ar face mai bine să-și vadă de treabă · Original auf Rumänisch
- Mediafax.roNordkorea sagt der EU, sie solle sich „um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern“. Was die harte Reaktion Pjöngjangs verursachteCoreea de Nord îi transmite UE "să-și vadă de treaba ei". Ce a provocat reacția dură a Phenianului · Original auf Rumänisch
- Digi24Nordkorea sagt der EU, sie „täte gut daran, sich um ihre eigenen Angelegenheiten zu kümmern“ nach dem UN-MenschenrechtsresolutionsentwurfCoreea de Nord spune UE că "ar face bine să-și vadă de treburile sale" după proiectul de rezoluție al ONU privind drepturile omului · Original auf Rumänisch
- Deutsche WelleNordkorea sagt der EU, sie solle sich bei Menschenrechten „um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern“North Korea tells EU to 'mind its own business' on human rights · Original auf Englisch
- Moon Jae-in
- Regierungschef Südkoreas von 2017 bis 2022, dessen Regierung die Mitantragstellerschaft der UN-Resolution von 2019 bis 2021 aussetzte
- Organisationen
- Europäische Union, Vereinte Nationen
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