Konflikte · Seoul, Gimpo und Pjöngjang

Nordkorea beschuldigt Seoul, eine Minenexplosion vorgetäuscht zu haben – Haubitze an der Grenze aufgetaucht

Nordkoreas UN-Gesandter hat dem Sicherheitsrat erklärt, Südkorea habe die Minenexplosion vom 21. September erfunden; Reuters sah am Montag, dem 26. Oktober, eine Panzerhaubitze und gepanzerte Fahrzeuge nahe der Grenze.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Berliner Zeitung, The Independent, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Seoul, Gimpo, Pjöngjang · Südkorea, Nordkorea
Wie es dazu kam
  1. 21.09.Minenexplosion in der DMZ verletzt drei südkoreanische Soldaten
  2. 20.10.Seoul äußert Besorgnis über eine mögliche Wiederaufnahme nordkoreanischer Lautsprecherdurchsagen
  3. 25.10.Nordkoreas UN-Vertreter schickt einen Brief an den Sicherheitsrat und beschuldigt Seoul, die Explosion erfunden zu haben
  4. 26.10.Reuters beobachtet nordkoreanische gepanzerte Fahrzeuge und Zaunbauarbeiten nahe der DMZ

Pjöngjangs Brief an den Sicherheitsrat

Nordkorea hat am Sonntag, dem 25. Oktober, einen Brief an den Präsidenten des UN-Sicherheitsrats geschickt, in dem es Südkorea beschuldigt, eine Minenexplosion am 21. September in der entmilitarisierten Zone (DMZ) erfunden zu haben. In dem Brief, über den die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtet, heißt es, Seoul habe die Explosion genutzt, um Pjöngjangs Grenzbauarbeiten als militärischen Übergriff darzustellen. Darin wird gewarnt, Verstöße gegen die nordkoreanische Souveränität könnten Selbstverteidigungsmaßnahmen auslösen, und Südkorea werde „für alle daraus folgenden Konsequenzen zur Gänze zur Verantwortung gezogen“. Nordkorea wirft dem südkoreanischen Militär zudem vor, auf nordkoreanische Soldaten geschossen zu haben, was es als Verstoß gegen die UN-Charta bezeichnet.

Südkorea erklärt, die Explosion sei durch Minen verursacht worden, die nordkoreanische Truppen südlich der militärischen Demarkationslinie gelegt hätten; das Außenministerium hatte Anfang Oktober einen Brief an den Sicherheitsrat geschickt und darin von einem „klaren Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen“ gesprochen. Nach Angaben Seouls und der meisten Berichte wurden drei südkoreanische Soldaten verletzt, Mediafax nennt die Zahl jedoch mit zwei. Das UN-Kommando hat erklärt, eine nordkoreanische Mine jenseits der Linie habe gegen den Waffenstillstand verstoßen; Pjöngjang bestreitet die Verantwortung.

Artillerie und Panzer in Sichtweite

Am Montag, dem 26. Oktober, beobachtete ein Reuters-Reporter von einem Aussichtspunkt in Gimpo in Südkorea aus drei nordkoreanische gepanzerte Fahrzeuge, deren Kanonenrohre nach Süden zeigten. Dieselben Beobachter zählten etwa 20 bis 30 nordkoreanische Soldaten, die innerhalb der DMZ Zaunbauarbeiten verrichteten. Yonhap identifizierte die Waffe nahe der Küste bei Gaepung als eine selbstfahrende 122-mm-Haubitze – eine seltene öffentliche Zurschaustellung solcher Artillerie.

Lim Eul-chul, Professor an der Kyungnam-Universität in Seoul, sagte, die Zurschaustellung sei ungewöhnlich.

„Es ist höchst ungewöhnlich, dass (Nordkorea) seine selbstfahrende Artillerie so auffällig zeigt.“

Lim Eul-chul

Er fügte hinzu, die Zurschaustellung sei eine Warnung an den Süden, bei der Eskalation von Grenzreibung vorsichtig zu sein, ein Signal dafür, dass Pjöngjang seine Grenzpolitik mit Gewalt durchsetzen wolle. Das südkoreanische Vereinigungsministerium erklärte, der Brief des Nordens scheine seine bestehende Position zu wiederholen und seine Grenzmarkierungsarbeiten zu rechtfertigen.

Lautsprecher, Truppen und Gespräche

Am Dienstag, dem 20. Oktober, äußerte Südkorea Besorgnis über Pjöngjangs Ankündigung, es erwäge die Wiederaufnahme von Lautsprecherdurchsagen entlang der Grenze. Kim Yo Jong, Schwester des Machthabers Kim Jong Un, sagte gegenüber staatlichen Medien, das Land prüfe die Stationierung „zusätzlicher taktischer Waffen“ nahe der Grenze, ohne Details zu nennen. Sie sagte zudem, neue Truppeneinheiten seien entlang der Grenze in „Feuerstellung“ gebracht worden.

Seoul reagierte mit dem Vorschlag militärischer Gespräche mit Nordkorea, um „den genauen Verlauf“ der Grenze „gegenseitig zu bestätigen“ und über die Wiederherstellung der Kommunikationskanäle zu beraten. Reuters berichtet, nordkoreanische Truppen hätten über Jahre taktische Straßen und Zäune gebaut und Minen nahe der militärischen Demarkationslinie gelegt. Südkorea erklärt, es gebe Warnschüsse ab und sende Botschaften, damit nordkoreanische Soldaten nach Norden zurückkehren, wenn sie diese Linie überschreiten.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Organisationen
Vereinte Nationen

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen