Regierung · Warschau

Nawrocki wirft Tusk rechtswidrige Übernahme des Verfassungsgerichts vor – Nationaler Sicherheitsrat tagt

Am Dienstag, 3. November, tagte in Warschau der Nationale Sicherheitsrat. Präsident Nawrocki erklärte dort, die Schritte der Regierung am Verfassungsgericht hätten das Land in eine Verfassungskrise gestürzt. Ministerpräsident Tusk sagte anschließend, die Sitzung habe Spannungen abbauen sollen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von naTemat.pl, rmf24.pl, wpolityce.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: W2k2, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 30.10.Vorgehen der Regierung am TK, das Nawrocki als rechtswidrigen Übernahmeversuch bezeichnete
  2. 3.11.Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats beginnt im Präsidentenpalast
  3. Vor 20:00 Uhr, 3. NovemberSitzung des Rates endet, der geheime Teil wird hinter verschlossenen Türen fortgesetzt

Nawrockis Vorwürfe

Am Dienstag, 3. November, berief Präsident Karol Nawrocki im Präsidentenpalast in Warschau eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats (RBN) ein, die um 15:00 Uhr begann. Das Treffen sollte die Sicherheitslage Polens und den geplanten dauerhaften Stützpunkt amerikanischer Truppen im Land behandeln. Nawrocki sagte vor dem Rat, die Vorgänge der Regierung am Freitag, 30. Oktober, hätten das Gremium in einer schweren Verfassungskrise zusammengeführt, wie es sie seit 1989 nicht gegeben habe. Er sagte, die Regierung habe in seiner Abwesenheit die politische Entscheidung getroffen, das Verfassungsgericht (TK) rechtswidrig zu übernehmen, weshalb er eine Auslandsreise abgebrochen und nach Warschau zurückgekehrt sei. Er machte zudem Ministerpräsident Donald Tusk persönlich für die Suspendierung von Richtern und andere rechtswidrige Anordnungen im Fall des TK verantwortlich und sagte, Tusks Politik schade dem Ansehen Polens im Ausland und schrecke Investoren ab. An Tusk gewandt sagte der Präsident:

„Der Ministerpräsident weiß bereits, dass er einen Fehler gemacht hat.“

Karol Nawrocki, Präsident Polens

Tusks Reaktion nach der Sitzung

Tusk äußerte sich auf einer Pressekonferenz nach der Sitzung, die nach seinen Worten fast fünf Stunden dauerte. Er sagte, er habe gewollt, dass das Treffen helfe, die Emotionen in der innenpolitischen Lage rund um das TK und in der Zusammenarbeit der zentralen Staatsorgane in Sicherheitsfragen zu beruhigen. Tusk räumte ein, dass im offenen Teil der Sitzung viele unangenehme Worte an ihn gerichtet worden seien, und sagte, alle Teilnehmer hätten daran gearbeitet, Missverständnisse auszuräumen. Er sagte:

„Wir haben alle sehr viel Mühe darauf verwendet, dass die Sitzung des Rates hilft, bestimmte Missverständnisse oder Emotionen abzubauen.“

Donald Tusk, Ministerpräsident Polens

Zum amerikanischen Stützpunkt sagte Tusk, die wichtigsten Zentren arbeiteten zusammen, um das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Er sagte außerdem, die Sitzung habe geheime Angelegenheiten behandelt, über die er nicht sprechen könne. Bereits am Dienstagvormittag hatte Tusk in einer Sitzung des Ministerrats gesagt, der Präsident sei für die Eskalation verantwortlich, und von besorgniserregenden Bewegungen nahe der Grenze zu Russland berichtet.

Sicherheitsagenda und die neue Strategie

Der Leiter des BBN, Bartosz Grodecki, sagte, der Rat habe den Teilnehmern ermöglicht, ihr Wissen zur allgemeinen Sicherheitslage und zum amerikanischen Stützpunkt auf einen Stand zu bringen. Die Sitzung habe zudem eine neue Nationale Sicherheitsstrategie behandelt, die das BBN gemeinsam mit dem Verteidigungsministerium erarbeitet habe, und die Nawrocki als fertig bezeichnet und deren schnelle Annahme durch die Regierung er angemahnt habe. Grodecki sagte, die Seite des Präsidenten erwarte, dass die Regierung die Strategie ohne Änderungen beschließe. Die letzte Nationale Sicherheitsstrategie war 2020 angenommen worden, vor dem großangelegten Angriff Russlands auf die Ukraine. Rafał Bochenek, der Sprecher der PiS, schrieb, die Diskussion sei zeitweise sehr hitzig gewesen, und merkte an, die wichtigsten politischen Kräfte seien sich einig, dass dauerhafte amerikanische Stützpunkte in Polen stationiert werden sollten.

Das Verfassungsgericht am selben Tag

Am Dienstag gab es auch parallele Vorgänge rund um das TK. Der Erste Präsident des Obersten Gerichts, Zbigniew Kapiński, hatte eine außerordentliche Generalversammlung des Obersten Gerichts zur Verteidigung der derzeitigen Führung des TK einberufen, doch 28 Richter folgten der Ladung nicht. Eine von Richterin Anna Korwin-Piotrowska einberufene Generalversammlung der TK-Richter beschloss einstimmig den Haushalt der Institution für 2027. Die zuvor unklare Quorumfrage wurde gleich zu Beginn dieser Versammlung geklärt. Zudem wurden Richter durch Los bestimmt, die den Fall der Suspendierung von Bogdan Święczkowski verhandeln sollen.

Geheime Sitzung und Reaktionen

Nach dem Rat hielten der Präsidialminister Marcin Przydacz und Bartosz Grodecki eine Pressekonferenz ab. Auf die Frage, ob das TK im geheimen Teil der Sitzung behandelt worden sei, sagte Przydacz:

„Der Präsident und die meisten politisch unvoreingenommenen Juristen halten das, was beim TK geschehen ist, eindeutig für eine Farce. Es gibt keine Generalversammlung, es gibt kein Quorum.“

Marcin Przydacz, Präsidialminister

Bochenek sagte, die Teilnehmer hätten in aktuellen Fragen keine Einigung erzielt, bezeichnete die gemeinsame Haltung zu den amerikanischen Stützpunkten aber als aus Sicherheitssicht entscheidend. Die Medien verließen den Saal nach der Eröffnungsrede des Präsidenten, der Rest der Sitzung fand hinter verschlossenen Türen statt.

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Quellen und Kontext

Warschau · Polen

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