Diplomatie · Dublin, Berlin und Brüssel

Meloni drängt die EU, bis Dezember ihre Ukraine-Friedensunterhändlerin oder ihren -unterhändler zu benennen und mit einer Stimme zu sprechen

In einem Brief an den Präsidenten des Europäischen Rates, Antonio Costa, hat Giorgia Meloni den Staatenbund aufgefordert, zu entscheiden, wer ihn bei den Gesprächen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine vertreten soll, und die Frage vor dem Dezember-Treffen beim informellen Gipfel in Dublin auf die Tagesordnung zu setzen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Mediafax.ro, Notícias ao Minuto, Bloomberg Business und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Dublin, Berlin, Brüssel · Irland, Deutschland, Belgien
Wie es dazu kam
  1. 19.11.Treffen der Koalition der Willigen in Berlin mit 37 Staaten
  2. Informeller Europäischer Rat, DublinHier soll nach Melonis Wunsch die Frage des EU-Unterhändlers erörtert werden
  3. Europäischer Rat im Dezember 2026Die Entscheidung über den EU-Unterhändler soll formalisiert werden

Ein Brief an den Präsidenten des Europäischen Rates

Premierministerin Giorgia Meloni hat an den Präsidenten des Europäischen Rates, Antonio Costa, geschrieben und den Staatenbund aufgefordert, bis Dezember zu entscheiden, wer ihn bei den Gesprächen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine vertreten soll. Sie stellte die Forderung als Frage der Glaubwürdigkeit der EU dar und erklärte, das Thema lasse sich nicht länger aufschieben.

„Ich beziehe mich auf die Notwendigkeit, dass Europa in der Ukraine-Frage mit einer Stimme spricht – eine Notwendigkeit, die nicht länger aufgeschoben werden kann.“

Giorgia Meloni, Ministerpräsidentin Italiens

Meloni schrieb, eine Reihe von Vorstößen in unterschiedlichen Formaten und mit unterschiedlichen Teilnehmern mache die Europäer in einer der kompliziertesten Fragen, vor denen ihre Nationen stünden, unglaubwürdig. Sie bat Costa, den Punkt auf die Tagesordnung des informellen Europäischen Rates in Dublin zu setzen, damit der Dezember-Gipfel nach Konsultationen mit dem Vereinigten Königreich, Norwegen und anderen Partnern eine Entscheidung formalisieren könne.

Ein Monat sich überschneidender Formate

Der Brief listet die jüngsten diplomatischen Schritte auf, um das Problem zu verdeutlichen. Ein informelles Treffen in Miami zwischen nationalen Sicherheitsberatern einiger europäischer Staaten, der Ukraine, der NATO und der EU wurde erst im Nachhinein von US-Quellen bestätigt. Anschließend trafen sich die Staats- und Regierungschefs in Oslo, und wenige Tage später unterbrachen Präsident Alexander Stubb und Ministerpräsident Jonas Gahr Støre während einer Sitzung des Nordischen Rates in Helsinki die Beratungen für ein Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Das Gespräch fand am 27. Oktober statt.

Der Brief verweist zudem auf laufende Treffen auf Fachebene in Brüssel und auf eine europäische Präsenz unbestimmter Art bei geplanten Gesprächen zwischen Ukrainern und Russen in Abu Dhabi, die von den Vereinigten Staaten vermittelt werden. Melonis Liste der anstehenden Termine umfasst ein Treffen am 12. November in Berlin im sogenannten Berliner Format am Rande des Gipfels der Europäischen Politischen Gemeinschaft. Ein Treffen der Koalition der Willigen in Berlin mit 37 Staaten ist für den 19. November angesetzt.

Wer die EU vertreten könnte

Der Daily Telegraph berichtete im Oktober, Meloni stehe auf einer Shortlist von fünf Persönlichkeiten, die für die Rolle der EU-Unterhändlerin gegenüber Putins Russland in Betracht gezogen würden. Die weiteren Namen auf dieser Liste seien Stubb, Støre, der tschechische Präsident Petr Pavel und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Meloni erklärte in dem Brief, sie suche keinen Platz am Verhandlungstisch für sich oder für Italien. Sie fügte hinzu, Rom werde keine Verpflichtungen akzeptieren, die ohne Mandat der Europäischen Union ausgehandelt würden.

Die nächsten Schritte

Meloni bat darum, die Frage beim informellen Europäischen Rat in Dublin zu erörtern und dort zu klären, wer die EU vertritt und welches Mandat diese Person erhalten soll. Die Entscheidung soll beim Europäischen Rat im Dezember formalisiert werden, nach Konsultationen mit dem Vereinigten Königreich, Norwegen und anderen betroffenen Partnern.

„Andernfalls befürchte ich, dass wir Europa im Verhandlungsprozess der Bedeutungslosigkeit preisgeben.“

Giorgia Meloni, Ministerpräsidentin Italiens

Der Brief schließt mit Melonis erklärter Zuversicht, dass Costa das Thema zu einer seiner Prioritäten machen werde, und mit ihrem Angebot der Unterstützung.

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Quellen und Kontext

Organisationen
Europäische Union, NATO

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