Makroökonomie · Frankfurt

Lagarde verlässt EZB-Präsidentschaft am 7. Februar 2027 – acht Monate früher

Christine Lagarde sagte, sie wolle die Freiheit haben, über die Geldpolitik hinaus zu sprechen, während die EZB die Zinsen unverändert ließ und das Verfahren zur Auswahl ihrer Nachfolge beginnen sollte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von SIC Notícias, SAPO, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: © European Union, 2016, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 1.11.Lagarde übernimmt die EZB-Präsidentschaft von Mario Draghi
  2. 29.10.Lagarde kündigt an, die EZB-Präsidentschaft am 7. Februar 2027 zu verlassen
  3. 7.02.Geplantes Datum für Lagardes Ausscheiden aus der EZB-Präsidentschaft

Früher Abgang, um frei sprechen zu können

Christine Lagarde wird ihr Amt als Präsidentin der Europäischen Zentralbank am 7. Februar 2027 niederlegen, etwa acht Monate bevor ihr Mandat im Oktober 2027 ausgelaufen wäre. Sie kündigte die Entscheidung am Donnerstag, 29. Oktober 2026, nach der Sitzung des EZB-Rats in Frankfurt an. Vor Journalisten dort sagte sie, sie wolle Meinungsfreiheit und die Freiheit, Themen jenseits der Geldpolitik anzusprechen, was die Regeln der EZB ihren Mitgliedern untersagen. Sie fügte hinzu, sie könne sich mit dieser Neutralität derzeit nicht wohlfühlen, und es gebe Dinge, die sie sagen wolle, die ihr derzeitiges Amt nicht zulasse.

Nachfolge und Reaktionen

Der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, sagte, Lagarde habe ihn über ihre Absicht informiert und das Verfahren zur Auswahl ihrer Nachfolge werde sofort beginnen. In den sozialen Medien schrieb er, er werde ihre Entscheidung respektieren.

„Ich wurde von Christine Lagarde, der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, über ihre Absicht informiert, das Amt am 7. Februar 2027 zu verlassen. Ich respektiere ihre Entscheidung.“

António Costa, Präsident des Europäischen Rates

Der Präsident der Euro-Gruppe, Kyriakos Pierrakakis, dankte Lagarde für ihren Beitrag zur Stabilität des Euroraums und sagte, die Euro-Gruppe werde rasch handeln, um die Empfehlung des Rates der Europäischen Union für die Ernennung vorzubereiten. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, lobte Lagarde in einem Beitrag in den sozialen Medien dafür, dass sie die wirtschaftliche Souveränität der EU und die internationale Rolle des Euro gestärkt habe. Nach dem in den Berichten beschriebenen Verfahren ernennt der Europäische Rat die sechs Mitglieder des Direktoriums der EZB, darunter die Präsidentin und den Vizepräsidenten, auf Empfehlung des Rates der Europäischen Union, nach Anhörung des Europäischen Parlaments und des EZB-Rats.

Zinsen und der weitere Weg

Der EZB-Rat beschloss einstimmig, seine Leitzinsen unverändert zu lassen, nach einer Anhebung im September. Lagarde sagte, der Rat habe die Inflation eingehend geprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass die EZB gut aufgestellt sei, um höhere Preise ohne Zinsänderung zu bewältigen. Sie räumte erste Anzeichen von Sekundäreffekten höherer Energiepreise ein, sagte aber, die Bank werde vor Dezember noch deutlich mehr Daten zu deren tatsächlichen Auswirkungen auf die Wirtschaft erhalten. Sollten diese Zahlen auf eine höhere Inflation hindeuten, sei die Reaktion der EZB klar, und eine Zinserhöhung im Dezember daher möglich. Bis ein Nachfolger gewählt sei, enthalte die Ankündigung keinen Hinweis auf unmittelbare Änderungen der geldpolitischen Ausrichtung der EZB; die Märkte dürften die Nachfolge jedoch genau beobachten, weil die neue Führung die Kommunikation und die Geldpolitik im Euroraum prägen werde.

Hintergrund und Angaben zur Gesundheit

Lagarde übernahm die EZB-Präsidentschaft am 1. November 2019 und folgte auf Mario Draghi. Ihre sieben Jahre in diesem Amt umfassten die COVID-19-Pandemie, den Krieg in der Ukraine und zuletzt die durch den Konflikt im Nahen Osten angeheizte Inflation. Vor ihrem Wechsel zur EZB war sie von 2011 bis 2019 geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds und von 2007 bis 2011 französische Ministerin für Wirtschaft und Finanzen unter Nicolas Sarkozy. Berichte legen nahe, dass sie das Weltwirtschaftsforum in der Schweiz leiten könnte, doch sie hat nicht gesagt, was sie nach ihrem Ausscheiden aus der EZB tun wird, und diese Berichte nicht bestätigt.

In einer Videobotschaft an die Mitarbeiter der EZB gab Lagarde zudem bekannt, dass sie sich in der Woche des 26. Oktober 2026 einer kleinen Operation zur Entfernung eines Hautkrebses unterzogen habe, was die zwei sichtbaren Verbände in ihrem Gesicht erkläre. Sie scherzte, es sei kein Kickboxen in Thailand gewesen, eine Anspielung auf ihre Reise nach Bangkok zu den Jahrestagungen des IWF. Sie rief dazu auf, ärztlichen Rat zu befolgen und die Haut regelmäßig kontrollieren zu lassen. Die EZB wollte ihrer früheren Erklärung zu dieser Angelegenheit nichts hinzufügen.

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Quellen und Kontext

Frankfurt · Deutschland

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