Konflikte · Schabla und Sofia
Drohnen treffen Containerschiff vor Bulgarien, während Verteidigungsminister in Sofia beraten
Drei Seedrohnen haben am 28. Oktober die unter liberianischer Flagge fahrende Contship Jet rund 21 Seemeilen südöstlich von Schabla getroffen. Alle 18 Besatzungsmitglieder verließen das Schiff auf Rettungsinseln, während Bulgariens Verteidigungsminister den Angriff in Sofia bekannt gab.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Mediafax.ro, AP NEWS, Libertatea und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Drei Seedrohnen trafen das unter liberianischer Flagge fahrende Containerschiff am 28. Oktober rund 21 Seemeilen südöstlich von Schabla, wie Verteidigungsminister Dimitar Stojanow mitteilte.
Alle 18 Besatzungsmitglieder verließen das Schiff auf Rettungsinseln, ein nahe gelegener Tanker wurde zur Unterstützung umgeleitet, berichteten bulgarische Medien. Der griechische Betreiber erklärte, allen 18 gehe es gut.
Stojanow informierte die Delegationen von Rumäniens Ștefan-Radu Oprea und der Türkei Yaşar Güler während des Treffens in Sofia, anschließend forderten die drei Minister ein sofortiges Ende der Angriffe auf Handelsschiffe.
Eine Zählung nennt zwei Tote und mindestens 25 weiterhin Vermisste in den bulgarischen und rumänischen Zonen, eine andere spricht von rund zwei Dutzend getöteten internationalen Seeleuten vor Bulgarien.
- Anfang Oktober 2026Zwei Handelsschiffe in der ausschließlichen Wirtschaftszone Bulgariens angegriffen
- 15.10.NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte auf X, das Bündnis habe seine Ostflanke mit Fähigkeiten zur Drohnenabwehr gestärkt
- Später im Oktober 2026HS Dignity sinkt nach einem Treffer rund 17 Seemeilen östlich von Schabla; Chelsea 3 bei Byala beschädigt
- 28.10.Contship Jet von drei Seedrohnen rund 21 Seemeilen südöstlich von Schabla getroffen
Der Angriff vor Schabla
Drei Seedrohnen haben am Mittwoch, dem 28. Oktober, kurz vor 13 Uhr Ortszeit das unter liberianischer Flagge fahrende Containerschiff Contship Jet getroffen. Das Schiff lag nach Angaben von Verteidigungsminister Dimitar Stojanow rund 21 Seemeilen südöstlich von Schabla, nahe dem Kap Kaliakra im Nordosten des Landes. Das Schiff war vom israelischen Hafen Haifa ausgelaufen und befand sich auf dem Weg nach Constanța in Rumänien. Stojanow nannte die Einzelheiten vor Journalisten, während ein regionales Sicherheitstreffen lief. Wer den Angriff ausführte, war unklar.
Besatzung evakuiert, Schiff beschädigt
Alle 18 Besatzungsmitglieder verließen das Schiff auf Rettungsinseln, ein in der Nähe passierender Tanker wurde zur Unterstützung der Rettung umgeleitet. Fischer in der Region berichteten, an Bord sei unmittelbar nach dem Treffer ein Feuer ausgebrochen, und das Schiff habe stark nach rechts Schlagseite bekommen. Um 12:43 Uhr meldete der Bulgarische Nationale Rundfunk, einige Besatzungsmitglieder hätten sich auf einer Insel nahe dem Schiff befunden, als eine weitere Drohne auf sie zuflog. Die griechische Reederei, die das Schiff betreibt, erklärte, allen 18 Besatzungsmitgliedern gehe es gut, und das Schiff habe 700 Container geladen. Die bulgarischen Behörden hatten bis dahin nicht mitgeteilt, welche Ladung sich an Bord befand oder ob Gefahrgut mitgeführt wurde.
Gespräche in Sofia
Der Angriff fiel mit einem trilateralen Treffen der Verteidigungsminister Bulgariens, Rumäniens und der Türkei in Sofia zusammen, bei dem es um die Sicherheit im Schwarzen Meer ging. Stojanow informierte die anderen Delegationen während der Arbeitssitzung über den Angriff. Rumäniens Verteidigungsminister Ștefan-Radu Oprea und der türkische Verteidigungsminister Yaşar Güler nahmen ebenso teil wie die Generalstabschefs aller drei Länder. Anschließend verabschiedeten die Minister eine gemeinsame Erklärung, in der sie ein sofortiges Ende der Angriffe auf Handelsschiffe forderten und diese als gefährliche Eskalation der Spannungen bezeichneten.
Eine Serie von Angriffen
Die Zählungen der jüngsten Angriffe gehen auseinander. Ein rumänischer Bericht bezeichnete die Contship Jet als neunten Drohnenangriff auf ein Handelsschiff im Schwarzen Meer, andere Berichte zählten sie als fünftes Handelsschiff, das in diesem Monat vor der bulgarischen Küste getroffen wurde. Eine weitere Zählung kommt auf mindestens sechs angegriffene Handelsschiffe vor Bulgarien. Anfang Oktober wurden zwei Handelsschiffe in der ausschließlichen Wirtschaftszone Bulgariens angegriffen. Später im Oktober sank die unter guinea-bissauischer Flagge fahrende HS Dignity nach einem Treffer rund 17 Seemeilen östlich von Schabla, und die unter maltesischer Flagge fahrende Chelsea 3 wurde bei einem weiteren Angriff rund 17 Seemeilen östlich von Byala beschädigt. Auch die Opferzahlen variieren: Eine Zählung nennt zwei Tote und mindestens 25 weiterhin Vermisste in den ausschließlichen Wirtschaftszonen Bulgariens und Rumäniens, eine andere spricht von rund zwei Dutzend getöteten internationalen Seeleuten bei Drohnenangriffen vor Bulgarien.
Verantwortung und Hintergrund
Russland hat sich zu den Angriffen nicht bekannt, die Ukraine macht Moskau verantwortlich, das eine Beteiligung bestreitet. Radev sagte im Oktober vor dem Parlament, die Indizien deuteten auf Moskau hin, räumte aber ein, dass es keine Beweise gebe.
„Das Problem ist, dass wir es nicht beweisen können.“
Am 15. Oktober schrieb NATO-Generalsekretär Mark Rutte auf X, das Bündnis habe seine Ostflanke verstärkt, unter anderem mit zusätzlichen Fähigkeiten zur Drohnenabwehr, nachdem Angriffe auf Handelsschiffe häufiger geworden waren. Der größere Krieg liefert den Hintergrund. Russische Angriffe haben wiederholt ukrainische Häfen am Schwarzen Meer und an der Donau getroffen, wodurch Kiew auf alternative Routen für Getreideexporte nach Afrika und in den Nahen Osten angewiesen ist, und russische Drohnen haben wiederholt den rumänischen Luftraum nahe einiger dieser Donauhäfen verletzt. Bulgarien, zugleich EU- und NATO-Mitglied, hat verbündete Hilfe gesucht, um die maritime Sicherheit in der Region zu stärken.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Mediafax.roSchiff von Drohnen im Schwarzen Meer getroffen. Der Transport war auf dem Weg nach Constanța. Bulgarischer Verteidigungsminister bestätigt den AngriffNavă lovită de drone, în Marea Neagră. Transportul se îndrepta către Constanța. Ministrul Apărării bulgar confirmă atacul · Original auf Rumänisch
- AP NEWSDrohnenangriff trifft Containerschiff vor der bulgarischen Schwarzmeerküste, sagt VerteidigungsministerDrone attack hits container ship off Bulgaria's Black Sea coast, defense minister says · Original auf Englisch
- LibertateaSchiff zum Hafen von Constanța von drei Seedrohnen im Schwarzen Meer getroffen. Die Besatzung floh während des Treffens der Verteidigungsminister auf RettungsinselnNavă spre portul Constanța, lovită în plin de trei drone maritime în Marea Neagră. Echipajul a fugit pe plute chiar în timpul reuniunii miniștrilor Apărării · Original auf Rumänisch
- Mediafax.roSchiff auf dem Weg nach Constanța, angegriffen mit drei Drohnen im Schwarzen Meer vor BulgarienNavă care se îndrepta spre Constanța, atacată cu trei drone în Marea Neagră, în largul Bulgariei · Original auf Rumänisch
- Dimitar Stoyanov
- Bulgarischer Verteidigungsminister, der den Angriff bestätigte und dem Treffen in Sofia mitteilte
- Rumen Radev
- Bulgarischer Premierminister, der sagte, die Angriffe nützten offenbar Russland, was sich aber nicht beweisen lasse
- Mark Rutte
- NATO-Generalsekretär, der auf X über die Haltung des Bündnisses an der Ostflanke und Fähigkeiten zur Drohnenabwehr schrieb
- Ștefan-Radu Oprea
- Rumänischer Verteidigungsminister, der am trilateralen Treffen in Sofia teilnahm
- Yaşar Güler
- Türkischer Verteidigungsminister, der am trilateralen Treffen in Sofia teilnahm
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen