Diplomatie · Washington, Bukarest und Singapur

Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen den Kongress – offene Fragen zu Trumps Außenpolitik und den Verbündeten

Nach den Zwischenwahlen vom 3. November halten die Demokraten beide Kammern des Kongresses. Analysten in Asien, Europa und Rumänien wägen nun ab, was das für Trumps Außenpolitik bedeutet. Erwartete Kongressuntersuchungen zum Iran-Krieg und zu den Geschäften der Präsidentenfamilie erhöhen die Unsicherheit.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Digi24, HotNews.ro, Stirile ProTV und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington, Bukarest · Vereinigte Staaten, Rumänien, Singapur
Wie es dazu kam
  1. Juli 2026Nicușor Dan veröffentlicht einen Gastbeitrag in Newsmax
  2. September 2026Nicușor Dan veröffentlicht einen zweiten Gastbeitrag in The Washington Times
  3. 3.11.Zwischenwahlen; die Demokraten übernehmen die Kontrolle über Senat und Repräsentantenhaus

Ein Kongress, der das Weiße Haus kontrollieren kann

Die Demokraten übernahmen bei den am 3. November abgehaltenen Zwischenwahlen die Kontrolle über den Senat und das Repräsentantenhaus und gewannen in Wahlkreisen, die zu den Republikanern neigen. Fast alle Republikaner, die Trump unterstützt hatte, erlitten Niederlagen, und Regierungen in vielen Ländern versuchen nun einzuschätzen, was als Nächstes kommt. Analysten erwarten, dass die neue Mehrheit den Handlungsspielraum des Präsidenten im Innern verengt, auch wenn der Kongress in der Außenpolitik über weniger Instrumente verfügt als das Weiße Haus. Giuseppe Spatafora, Analyst am Institut der Europäischen Union für Sicherheitsstudien, argumentierte, Trump könne im Ausland aggressiver auftreten, während seine innenpolitische Agenda im Kongress ins Stocken gerate, was ihn weniger berechenbar mache. Spatafora sagte zudem, es sei unwahrscheinlich, dass die Demokraten die Mittel für Operationen gegen den Iran vollständig streichen würden, da dies US-Truppen gefährden könnte.

Untersuchungen zum Iran-Krieg und zur Regierung

POLITICO, dessen Fünfpunkte-Einschätzung der Folgen der Wahl für Europa von News.ro zitiert wurde, rechnet mit demokratischen Untersuchungen zum Krieg mit dem Iran, zur Arbeitsweise des FBI und zu den Geschäftsinteressen von Trumps Familie. Der kommende Untersuchungsreigen lasse sich mit einer Mischung aus Bill Clintons Whitewater-Affäre, Trumps erstem Amtsenthebungsverfahren und der Iran-Contra-Affäre vergleichen. Robert Garcia, Demokrat aus Kalifornien, der voraussichtlich Vorsitzender des Aufsichtsausschusses des Repräsentantenhauses wird, warnte, die Menschen sollten ihre Anwälte anrufen. Wolfgang Ischinger, deutscher Diplomat und langjähriger Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, sagte, Europa solle sich auf mehr Zwietracht und mehr Forderungen von Trump einstellen, nicht auf reibungslosere transatlantische Beziehungen. POLITICO merkte zudem an, dass die Demokraten über Haushaltsgesetze, Aufsichtsanhörungen und strengere Bedingungen für Anfragen des Weißen Hauses mehr Möglichkeiten erhalten würden, den Präsidenten herauszufordern.

Europa und Rumänien

Philip Bednarczyk, Leiter des Warschauer Büros des German Marshall Fund und ehemaliger Berater für Europa und Eurasien im Außenausschuss des Repräsentantenhauses, sagte gegenüber HotNews, der Kongress habe Trump in der Außenpolitik einen breiten Weg gelassen.

„In den vergangenen zwei Jahren hat der Kongress Präsident Trump in der Außenpolitik eine freie Autobahn gelassen, auch bei einigen Handelsfragen.“

Philip Bednarczyk

Bednarczyk sagte, der neue Kongress könne im Namen der Ostflanke, Rumänien eingeschlossen, handeln, sogar gegen das Weiße Haus. Siegfried Mureșan, PNL-Abgeordneter im Europäischen Parlament und Vizepräsident der EVP-Fraktion, sagte, Rumänien müsse anders vorgehen, um seine Ziele in Washington zu erreichen. Er kritisierte den Versuch, die schwache Präsenz Rumäniens in Washington mit schmeichelnden Leitartikeln in der amerikanischen Presse auszugleichen, und nannte das bestenfalls ein kurzfristiges Gegenmittel. Mureșan fasste die Lehre einfacher zusammen.

„Die Lehre muss sein, dass wir in eine solide transatlantische Beziehung investieren müssen.“

Siegfried Mureșan, PNL-Abgeordneter im Europäischen Parlament und Vizepräsident

Der rumänische Präsident Nicușor Dan hatte im Juli Gastbeiträge in Newsmax und im September in The Washington Times veröffentlicht. Mureșan erwartet einen ernsthaften Streit über die Zukunft der Republikanischen Partei, weil Trump bei der nächsten Präsidentschaftswahl nicht erneut antreten kann.

Asien, Energie und der Iran-Krieg

In Asien, das stark von Energie aus dem Nahen Osten abhängt, brachte der Sieg der Demokraten zunächst etwas Optimismus. Ja-Ian Chong, außerordentlicher Professor für Politikwissenschaft an der National University of Singapore, sagte, die größte Herausforderung der Region sei die durch den Krieg mit dem Iran verursachte Inflation gewesen, die alles teurer gemacht habe. Nun gebe es Hoffnung auf etwas Entlastung, obwohl er und viele andere daran zweifelten. Viele Länder befürchten, der Krieg könne sich kurzfristig verschärfen, möglicherweise durch einen neuen Angriff Trumps auf den Iran nach der Wahl, was die Krise bei der Öl- und Gasversorgung vertiefen würde. Chong sagte zudem, Trump könne versuchen, durch Zölle und den Einsatz von Gewalt abzulenken, und die Stimmung in der Region bleibe düsterer als hoffnungsvoll.

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Quellen und Kontext

Organisationen
Reuters

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