Wahlen · Rahat

Israels Shin Bet prüft mutmaßliche katarische Finanzierung arabischer Wähler – arabische Parteien gewinnen 19 Sitze

Der Vorsitzende des israelischen Wahlausschusses hat den Shin Bet gebeten, eine mutmaßliche ausländische Finanzierung der Mobilisierung arabischer Wähler zu untersuchen. Die Polizei erklärt, es gebe bislang keine Beweise.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von lastampa.it, Tgcom24, La Libre.be und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rahat · Israel
Wie es dazu kam
  1. 27.10.Knesset-Wahl findet statt, drei Verdächtige werden in der Ermittlung zu Stimmenzahlungen für Ra'am festgenommen
  2. 28.10.Likud wirft den arabischen Parteien vor, die Wahl durch Bestechung, Einschüchterung und Betrug gestohlen zu haben
  3. 29.10.Sohlberg bittet Shin-Bet-Chef Zini, die Verdachtsfälle ausländischer Finanzierung innerhalb einer Woche zu untersuchen
  4. 4.11.Offizielle Ergebnisse fällig, laut Rzeczpospolita

Shin Bet soll Vorwürfe zur Katar-Finanzierung prüfen

Am 29. Oktober bat Noam Sohlberg, Vorsitzender des Zentralen Wahlausschusses, den Shin-Bet-Chef David Zini, Verdachtsfällen ausländischer Einflussnahme auf die am 27. Oktober abgehaltene Knesset-Wahl nachzugehen. Nach Angaben von Channel 12, die mehrere Medien weiterverbreiteten, hatte Zini dem Ausschuss Informationen vorgelegt, die als außergewöhnlich schwerwiegend beschrieben wurden. Sohlberg schrieb, er könne für die Grundlage der Verdachtsmomente nicht bürgen; da aber ausländische Stellen beteiligt seien, müssten sie gründlich geprüft werden. Er verlangt Ergebnisse innerhalb einer Woche, vor Ablauf der Frist für Wahleinsprüche. Die Verdachtsmomente betreffen große Summen, die angeblich aus Katar an Gruppen geflossen sind, die arabische Wähler mobilisieren; ein Teil des Geldes sei Berichten zufolge über Kanäle geleitet worden, die früher zur Finanzierung von Terrorismus genutzt wurden. Haaretz berichtet, zu den Beschwerden gehöre die Behauptung, Katar habe Mittel bereitgestellt, um die Wahlbeteiligung in arabischen Gemeinden zu erhöhen.

Likud-Vorwürfe und Reaktion der Polizei

Likud hat den arabischen Parteien vorgeworfen, die Wahl durch Bestechung, Wählereinschüchterung, Betrug und illegale Software gestohlen zu haben. Am Mittwoch, dem 28. Oktober, übermittelte die Partei dem Ausschuss zudem Material, das nach ihren Angaben Aufnahmen von Menschen aus der arabischen Gemeinschaft enthält, die angeblich zugeben, in den vergangenen 24 Stunden Stimmen mit Tankgutscheinen und Bargeld gekauft zu haben. Likud vermutet, dass das Geld aus Katar und möglicherweise aus der Türkei stammte. Die israelische Polizei erklärt, sie habe keine Beweise oder Erkenntnisse zur Stützung der Behauptungen, und Times of Israel berichtet, Polizei- und Ausschusskreise hätten die Betrugsvorwürfe zurückgewiesen. Unabhängig davon wurden mehrere Verdächtige im Rahmen einer Untersuchung zu mutmaßlichen Geldzahlungen für Stimmen zugunsten der Partei Ra'am festgenommen, nach drei Festnahmen am 27. Oktober. Der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, schrieb auf X, der Shin Bet solle die Spitzen der arabischen Parteien festnehmen, die verdächtigt werden, katarisches Geld erhalten zu haben, während Bezalel Smotrich verlangte, die Führer der arabischen Parteien zu vernehmen.

Sitzzahl und noch offene Stimmen

Nach Auszählung der meisten Stimmen verfügt Netanjahus Lager über 53 Sitze in der 120 Sitze umfassenden Knesset, die von Eisenkot geführte Opposition über 48. Die beiden arabischen Parteien, die Vereinigte Liste und Ra'am, können mit 19 Sitzen rechnen – ein Rekord, der laut Rzeczpospolita ihr früheres Ergebnis in etwa verdoppelt. Keines der beiden Lager erreicht die für eine Mehrheit nötigen 61 Sitze. Rund 500.000 in den sogenannten doppelten Umschlägen von Soldaten, Diplomaten und Krankenhauspatienten abgegebene Stimmen sind noch auszuzählen und könnten das Kräfteverhältnis verändern. Die Wahlbeteiligung der arabischen Bevölkerung war ungewöhnlich hoch und erreichte in Rahat, einer Beduinenstadt im Negev, 80 %. Die Quellen nennen unterschiedliche Zeitpunkte für das Ergebnis: RMF24 zufolge wurden die endgültigen Ergebnisse für den Abend des 29. Oktober erwartet, während Rzeczpospolita berichtet, die offiziellen Ergebnisse würden am 4. November bekannt gegeben.

Knesset-Sitze nach Auszählung der meisten StimmenSitze
Netanjahu-Lager
53 Sitze
Von Eisenkot geführtes Oppositionslager
48 Sitze
Arabische Parteien
19 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Wie es weitergeht

Präsident Isaac Herzog wird Konsultationen mit Vertretern der Parteien führen und anschließend einem Politiker den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen, so RMF24. Netanjahu bleibt Ministerpräsident, bis ein neues Kabinett steht. Berichte bezeichnen die Abstimmung als erste landesweite Wahl seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 und drei Jahren Krieg. Sohlbergs Ein-Wochen-Frist für Ergebnisse endet vor der Frist für Wahleinsprüche.

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