Wahlen · Rahat
Israels Shin Bet prüft mutmaßliche katarische Finanzierung arabischer Wähler – arabische Parteien gewinnen 19 Sitze
Der Vorsitzende des israelischen Wahlausschusses hat den Shin Bet gebeten, eine mutmaßliche ausländische Finanzierung der Mobilisierung arabischer Wähler zu untersuchen. Die Polizei erklärt, es gebe bislang keine Beweise.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von lastampa.it, Tgcom24, La Libre.be und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ausschussvorsitzender Noam Sohlberg bat Shin-Bet-Chef David Zini, mutmaßliche katarische Finanzierung der Mobilisierung arabischer Wähler zu prüfen, und verlangt Ergebnisse innerhalb einer Woche.
Nach drei Festnahmen am 27. Oktober wurden mehrere Verdächtige wegen mutmaßlicher Geldzahlungen für Stimmen zugunsten von Ra'am festgenommen.
Nach Auszählung der meisten Stimmen erreicht weder das 53 Sitze starke Netanjahu-Lager noch das 48 Sitze starke, von Eisenkot geführte Lager die Mehrheit von 61 Sitzen; rund 500.000 Stimmen sind noch auszuzählen.
Die israelische Polizei erklärt, sie habe keine Beweise oder Erkenntnisse für die Behauptung des Likud vom 28. Oktober, arabische Parteien hätten die Wahl gestohlen.
- 27.10.Knesset-Wahl findet statt, drei Verdächtige werden in der Ermittlung zu Stimmenzahlungen für Ra'am festgenommen
- 28.10.Likud wirft den arabischen Parteien vor, die Wahl durch Bestechung, Einschüchterung und Betrug gestohlen zu haben
- 29.10.Sohlberg bittet Shin-Bet-Chef Zini, die Verdachtsfälle ausländischer Finanzierung innerhalb einer Woche zu untersuchen
- 4.11.Offizielle Ergebnisse fällig, laut Rzeczpospolita
Shin Bet soll Vorwürfe zur Katar-Finanzierung prüfen
Am 29. Oktober bat Noam Sohlberg, Vorsitzender des Zentralen Wahlausschusses, den Shin-Bet-Chef David Zini, Verdachtsfällen ausländischer Einflussnahme auf die am 27. Oktober abgehaltene Knesset-Wahl nachzugehen. Nach Angaben von Channel 12, die mehrere Medien weiterverbreiteten, hatte Zini dem Ausschuss Informationen vorgelegt, die als außergewöhnlich schwerwiegend beschrieben wurden. Sohlberg schrieb, er könne für die Grundlage der Verdachtsmomente nicht bürgen; da aber ausländische Stellen beteiligt seien, müssten sie gründlich geprüft werden. Er verlangt Ergebnisse innerhalb einer Woche, vor Ablauf der Frist für Wahleinsprüche. Die Verdachtsmomente betreffen große Summen, die angeblich aus Katar an Gruppen geflossen sind, die arabische Wähler mobilisieren; ein Teil des Geldes sei Berichten zufolge über Kanäle geleitet worden, die früher zur Finanzierung von Terrorismus genutzt wurden. Haaretz berichtet, zu den Beschwerden gehöre die Behauptung, Katar habe Mittel bereitgestellt, um die Wahlbeteiligung in arabischen Gemeinden zu erhöhen.
Likud-Vorwürfe und Reaktion der Polizei
Likud hat den arabischen Parteien vorgeworfen, die Wahl durch Bestechung, Wählereinschüchterung, Betrug und illegale Software gestohlen zu haben. Am Mittwoch, dem 28. Oktober, übermittelte die Partei dem Ausschuss zudem Material, das nach ihren Angaben Aufnahmen von Menschen aus der arabischen Gemeinschaft enthält, die angeblich zugeben, in den vergangenen 24 Stunden Stimmen mit Tankgutscheinen und Bargeld gekauft zu haben. Likud vermutet, dass das Geld aus Katar und möglicherweise aus der Türkei stammte. Die israelische Polizei erklärt, sie habe keine Beweise oder Erkenntnisse zur Stützung der Behauptungen, und Times of Israel berichtet, Polizei- und Ausschusskreise hätten die Betrugsvorwürfe zurückgewiesen. Unabhängig davon wurden mehrere Verdächtige im Rahmen einer Untersuchung zu mutmaßlichen Geldzahlungen für Stimmen zugunsten der Partei Ra'am festgenommen, nach drei Festnahmen am 27. Oktober. Der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, schrieb auf X, der Shin Bet solle die Spitzen der arabischen Parteien festnehmen, die verdächtigt werden, katarisches Geld erhalten zu haben, während Bezalel Smotrich verlangte, die Führer der arabischen Parteien zu vernehmen.
Sitzzahl und noch offene Stimmen
Nach Auszählung der meisten Stimmen verfügt Netanjahus Lager über 53 Sitze in der 120 Sitze umfassenden Knesset, die von Eisenkot geführte Opposition über 48. Die beiden arabischen Parteien, die Vereinigte Liste und Ra'am, können mit 19 Sitzen rechnen – ein Rekord, der laut Rzeczpospolita ihr früheres Ergebnis in etwa verdoppelt. Keines der beiden Lager erreicht die für eine Mehrheit nötigen 61 Sitze. Rund 500.000 in den sogenannten doppelten Umschlägen von Soldaten, Diplomaten und Krankenhauspatienten abgegebene Stimmen sind noch auszuzählen und könnten das Kräfteverhältnis verändern. Die Wahlbeteiligung der arabischen Bevölkerung war ungewöhnlich hoch und erreichte in Rahat, einer Beduinenstadt im Negev, 80 %. Die Quellen nennen unterschiedliche Zeitpunkte für das Ergebnis: RMF24 zufolge wurden die endgültigen Ergebnisse für den Abend des 29. Oktober erwartet, während Rzeczpospolita berichtet, die offiziellen Ergebnisse würden am 4. November bekannt gegeben.
- Netanjahu-Lager
- 53 Sitze
- Von Eisenkot geführtes Oppositionslager
- 48 Sitze
- Arabische Parteien
- 19 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
Wie es weitergeht
Präsident Isaac Herzog wird Konsultationen mit Vertretern der Parteien führen und anschließend einem Politiker den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen, so RMF24. Netanjahu bleibt Ministerpräsident, bis ein neues Kabinett steht. Berichte bezeichnen die Abstimmung als erste landesweite Wahl seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 und drei Jahren Krieg. Sohlbergs Ein-Wochen-Frist für Ergebnisse endet vor der Frist für Wahleinsprüche.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- lastampa.itIsrael, der Schatten von Katar und der Türkei über der arabischen Stimme. Der Shin Bet ermitteltIsraele, l'ombra di Qatar e Turchia sul voto arabo. Lo Shin Bet indaga · Original auf Italienisch
- Tgcom24Israel-Wahlen, „Gelder aus Katar an arabische Wähler“: Wahlkommission fordert eine UntersuchungElezioni Israele, "fondi dal Qatar agli elettori arabi": Commissione elettorale chiede un'inchiesta · Original auf Italienisch
- La Libre.beParlamentswahlen in Israel - Ein rechtsextremer Minister fordert die Verhaftung arabischer ParteichefsElections législatives en Israël - Un ministre d'extrême droite appelle à arrêter les chefs des partis arabes · Original auf Französisch
- rmf24.plKatarische Spur bei israelischen Wahlen. Der Fall wird vom Shin Bet untersuchtKatarski ślad w izraelskich wyborach. Sprawę zbada Szin Bet · Original auf Polnisch
- Noam Sohlberg
- Vorsitzender des Zentralen Wahlausschusses und stellvertretender Präsident des Obersten Gerichts, der den Shin Bet bat, die Verdachtsfälle ausländischer Finanzierung zu untersuchen
- David Zini
- Chef des Shin Bet, der dem Zentralen Wahlausschuss nachrichtendienstliche Informationen vorlegte
- Itamar Ben-Gvir
- Israels Minister für nationale Sicherheit, der die Festnahme der Führer arabischer Parteien forderte
- Benjamin Netanyahu
- Ministerpräsident, dessen Likud-Partei das Lager mit 53 Sitzen anführt und den arabischen Parteien Wahlbetrug vorwarf
- Bezalel Smotrich
- Israelischer Politiker, der verlangte, der Shin Bet solle die Führer der arabischen Parteien vernehmen
- Gadi Eisenkot
- Ehemaliger Generalstabschef, der das Oppositionslager mit 48 Sitzen anführt
- Isaac Herzog
- Israels Präsident, der Konsultationen mit Parteivertretern führen und den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen wird
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