BerichtParlamentswahl in Israel

Diplomatie · Jerusalem und Washington

Israels Wahl im Patt: Weder Netanyahu noch Eisenkot erreichen die Mehrheit von 61 Sitzen

Nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmen hat weder Benjamin Netanyahu noch Gadi Eisenkot die für eine Regierungsbildung nötige Mehrheit. Die arabischen Parteien steuern auf ihre höchsten Stimmenergebnisse seit Generationen zu, und die Rivalen wägen ab, ob sie mit ihnen zusammenarbeiten sollen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von POLITICO, The New York Times, NPR und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Avi Ohayon / Government Press Office of Israel, CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 27.10.Die Israelis wählen in der ersten Wahl seit den Angriffen vom 7. Oktober 2023
  2. 28.10.Nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmen zeichnet sich kein klarer Sieger ab
  3. 29.10.Endgültige Ergebnisse könnten bereits am Donnerstagabend vorliegen

Patt nach der Wahl am Dienstag

Die Israelis haben am Dienstag, 27. Oktober, gewählt – in der ersten Wahl seit den von der Hamas angeführten Angriffen vom 7. Oktober 2023. Nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmen hatte weder Ministerpräsident Benjamin Netanyahu noch sein Mitte-rechts-Herausforderer Gadi Eisenkot die für eine Regierungsbildung nötige Mehrheit. In dem 120 Sitze umfassenden Parlament sind 61 Sitze erforderlich, und auch Netanyahus Bündnis dürfte dieses Ziel verfehlen. Die Israelis stellten sich auf womöglich wochenlange politische Unsicherheit ein; endgültige Ergebnisse könnten bereits am Donnerstagabend, 29. Oktober, vorliegen, ein klarer Sieger wird jedoch nicht erwartet.

Arabische Parteien im Fokus

Die Wahlbeteiligung der arabischen Wähler, die etwa 20 Prozent der israelischen Bürger ausmachen, dürfte den arabischen Parteien ihre höchsten Stimmenergebnisse seit Generationen bescheren, möglicherweise seit der Gründung Israels vor 78 Jahren. Ra'am und das Bündnis der Vereinigten Liste könnten zusammen bis zu 19 Sitze gewinnen, verglichen mit den 10 Sitzen, die arabische Parteien im scheidenden Parlament halten. Netanyahu warnte seine Anhänger, die Araber versuchten, „die Wahl zu stehlen“, obwohl die Wahlbehörden keine Berichte über flächendeckende Unregelmäßigkeiten meldeten. Er warnte zudem vor einer „gefährlichen Regierung“, der arabische Parteien angehören könnten, deren Wähler 20 % der Bevölkerung Israels ausmachen.

Die Koalitionsarithmetik

Eisenkot wollte weitgehend nicht sagen, ob er sich gegebenenfalls mit arabischen Parteien verbünden würde, um die Regierung Netanyahu zu stürzen. Er erklärte, keine von ihnen erfülle seine Bedingungen als mögliche Verbündete. Ohne ihre Unterstützung dürfte sein Bündnis mit ziemlicher Sicherheit die 61 Sitze verfehlen. Politico berichtet, die Möglichkeit, dass sich jüdische und arabische Parteien zusammenschlössen, um Netanyahu zu stürzen, sei für viele nahezu undenkbar, und die Debatte über die Identität der Nation, die als Staat für das jüdische Volk gegründet wurde, werde neu entfacht.

Reaktionen in Washington

In Washington hatten Fraktionen in der Regierung und beide Parteien im Kongress gehofft, die israelische Opposition werde obsiegen und beginnen, Jahre sich verschlechternder Beziehungen umzukehren. Trotz lautstarker Unterstützung für Netanyahu durch Präsident Donald Trump beschrieb ein ehemaliger Beamter der Trump-Regierung, der anonym sprach, eine „Netanyahu-Müdigkeit“ in der Hauptstadt. Der Beamte sagte, eine Oppositionsregierung könne das Blutvergießen stoppen, indem sie Israel weniger provokant regiere.

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Quellen und Kontext

Jerusalem, Washington · Israel, Vereinigte Staaten

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