Diplomatie · Jerusalem und Washington
Israels Wahl im Patt: Weder Netanyahu noch Eisenkot erreichen die Mehrheit von 61 Sitzen
Nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmen hat weder Benjamin Netanyahu noch Gadi Eisenkot die für eine Regierungsbildung nötige Mehrheit. Die arabischen Parteien steuern auf ihre höchsten Stimmenergebnisse seit Generationen zu, und die Rivalen wägen ab, ob sie mit ihnen zusammenarbeiten sollen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von POLITICO, The New York Times, NPR und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmen hat weder Netanyahu noch Gadi Eisenkot die 61 Sitze, die im 120 Sitze umfassenden Parlament für eine Regierungsbildung nötig sind.
Ra'am und die Vereinigte Liste könnten zusammen bis zu 19 Sitze gewinnen, gegenüber 10 Sitzen der arabischen Parteien im scheidenden Parlament.
Eisenkot wollte nicht sagen, ob er sich mit arabischen Parteien verbünden würde, und erklärte, keine erfülle seine Bedingungen – ohne sie bleibt sein Bündnis unter 61 Sitzen.

- 27.10.Die Israelis wählen in der ersten Wahl seit den Angriffen vom 7. Oktober 2023
- 28.10.Nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmen zeichnet sich kein klarer Sieger ab
- 29.10.Endgültige Ergebnisse könnten bereits am Donnerstagabend vorliegen
Patt nach der Wahl am Dienstag
Die Israelis haben am Dienstag, 27. Oktober, gewählt – in der ersten Wahl seit den von der Hamas angeführten Angriffen vom 7. Oktober 2023. Nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmen hatte weder Ministerpräsident Benjamin Netanyahu noch sein Mitte-rechts-Herausforderer Gadi Eisenkot die für eine Regierungsbildung nötige Mehrheit. In dem 120 Sitze umfassenden Parlament sind 61 Sitze erforderlich, und auch Netanyahus Bündnis dürfte dieses Ziel verfehlen. Die Israelis stellten sich auf womöglich wochenlange politische Unsicherheit ein; endgültige Ergebnisse könnten bereits am Donnerstagabend, 29. Oktober, vorliegen, ein klarer Sieger wird jedoch nicht erwartet.
Arabische Parteien im Fokus
Die Wahlbeteiligung der arabischen Wähler, die etwa 20 Prozent der israelischen Bürger ausmachen, dürfte den arabischen Parteien ihre höchsten Stimmenergebnisse seit Generationen bescheren, möglicherweise seit der Gründung Israels vor 78 Jahren. Ra'am und das Bündnis der Vereinigten Liste könnten zusammen bis zu 19 Sitze gewinnen, verglichen mit den 10 Sitzen, die arabische Parteien im scheidenden Parlament halten. Netanyahu warnte seine Anhänger, die Araber versuchten, „die Wahl zu stehlen“, obwohl die Wahlbehörden keine Berichte über flächendeckende Unregelmäßigkeiten meldeten. Er warnte zudem vor einer „gefährlichen Regierung“, der arabische Parteien angehören könnten, deren Wähler 20 % der Bevölkerung Israels ausmachen.
Die Koalitionsarithmetik
Eisenkot wollte weitgehend nicht sagen, ob er sich gegebenenfalls mit arabischen Parteien verbünden würde, um die Regierung Netanyahu zu stürzen. Er erklärte, keine von ihnen erfülle seine Bedingungen als mögliche Verbündete. Ohne ihre Unterstützung dürfte sein Bündnis mit ziemlicher Sicherheit die 61 Sitze verfehlen. Politico berichtet, die Möglichkeit, dass sich jüdische und arabische Parteien zusammenschlössen, um Netanyahu zu stürzen, sei für viele nahezu undenkbar, und die Debatte über die Identität der Nation, die als Staat für das jüdische Volk gegründet wurde, werde neu entfacht.
Reaktionen in Washington
In Washington hatten Fraktionen in der Regierung und beide Parteien im Kongress gehofft, die israelische Opposition werde obsiegen und beginnen, Jahre sich verschlechternder Beziehungen umzukehren. Trotz lautstarker Unterstützung für Netanyahu durch Präsident Donald Trump beschrieb ein ehemaliger Beamter der Trump-Regierung, der anonym sprach, eine „Netanyahu-Müdigkeit“ in der Hauptstadt. Der Beamte sagte, eine Oppositionsregierung könne das Blutvergießen stoppen, indem sie Israel weniger provokant regiere.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- POLITICO„Netanjahu-Müdigkeit“ in Washington nach der Wahl in Israel'Netanyahu fatigue' in Washington after Israel vote · Original auf Englisch
- The New York TimesÜberraschendes Abschneiden arabischer Parteien bei der Wahl in Israel rückt sie in den MittelpunktSurprise Showing by Arab Parties in Israeli Vote Puts Them in Spotlight · Original auf Englisch
- NPRDie israelische Wahl ist blockiertThe Israeli election is deadlocked · Original auf Englisch
- POLITICONetanjahus Rivalen erwägen ein Bündnis mit arabischen ParteienNetanyahu rivals weigh joining forces with Arab parties · Original auf Englisch
- Benjamin Netanyahu
- Israels Ministerpräsident, dessen Machtstellung durch das Wahlergebnis herausgefordert wird
- Gadi Eisenkot
- Mitte-rechts-Herausforderer Netanyahus und Anführer seines eigenen Bündnisses
- Donald Trump
- US-Präsident, der Netanyahu lautstark unterstützt hat
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