Regierung · Warschau

Kaczyński als Zeuge im Verfahren gegen Verfassungsrichter vernommen

PiS-Chef Jarosław Kaczyński wurde am Freitag, 30. Oktober, in der Nationalen Staatsanwaltschaft in Warschau vernommen. Er erschien als Zeuge in einem Verfahren gegen vier Verfassungsrichter, denen die Ausübung ihres Richteramts verwehrt wird.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von TVP Info, Rzeczpospolita, NIEZALEZNA.PL und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Warschau · Polen
Wie es dazu kam
  1. September 2026Vorwürfe gegen zwei Beamte des Tribunals Ende September
  2. 14.10.Maciej Berek legt den Eid im Sejm ab und wird anschließend am Richterkorridor des Tribunals blockiert
  3. 30.10.Jarosław Kaczyński wird als Zeuge vernommen

Vernehmung in Warschau

Jarosław Kaczyński, Vorsitzender von Prawo i Sprawiedliwość (PiS), wurde am Freitag, 30. Oktober, als Zeuge in der Nationalen Staatsanwaltschaft in Warschau vernommen. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Przemysław Nowak, bestätigte die Vernehmung gegenüber der Polnischen Presseagentur (PAP). Das Verfahren betrifft die Entscheidung, vier der sechs Richter, die der Sejm im März an das Verfassungstribunal (TK) gewählt hatte, an der Urteilsfindung zu hindern. Bei den vier handelt es sich um Krystian Markiewicz, Marcin Dziurda, Anna Korwin-Piotrowska und Maciej Taborowski. Die Ermittlungen wurden Ende April eingeleitet.

Was Kaczyński sagte

Kaczyński sprach nach dem Verlassen des Gebäudes mit Journalisten und bezeichnete die Vernehmung als ordnungsgemäß durchgeführt.

„Die Vernehmung wurde in ordnungsgemäßer Weise und sehr zuvorkommend durchgeführt.“

Jarosław Kaczyński, Vorsitzender von Prawo i Sprawiedliwość

Auf die Frage, ob sich die Ermittler auf Richter konzentriert hätten, die den Eid vor dem Präsidenten nicht abgelegt haben, sagte er, die Fragen hätten deren rechtliche Situation betroffen.

„Es ging um die rechtliche Situation in diesem Zusammenhang, natürlich nach meiner Einschätzung.“

Jarosław Kaczyński, Vorsitzender von Prawo i Sprawiedliwość

Er fügte hinzu, er habe seine rechtlichen Auffassungen dargelegt, obwohl er dazu nicht verpflichtet gewesen sei. Auf die Frage, ob die Fragen die Ereignisse des 14. Oktober oder den weiterreichenden Streit beträfen, antwortete er, sie hätten den gesamten Kontext des Falls umfasst.

Der Streit um den Eid

Am 13. März wählte der Sejm sechs Richter an das Tribunal, doch der Präsidentenpalast lud nur Magdalena Bentkowska und Dariusz Szostek zur Eidesleistung ein. Die Kanzlei erklärte, bei den anderen vier seien im Sejm Verfahrensfehler unterlaufen, und ihre Situation werde geprüft. Am 9. April legten die vier im Säulensaal des Sejm mit der Formel „vor dem Präsidenten“ den Eid ab, reichten eine Bescheinigung bei der Kanzlei ein und begaben sich anschließend zum Tribunal. TK-Präsident Bogdan Święczkowski weigerte sich, sie urteilen zu lassen, mit der Begründung, die Vorgänge im Sejm könnten nicht als Eid vor dem Präsidenten gelten.

Maciej Berek stand am 14. Oktober vor einer ähnlichen Situation. Er legte den Eid im Sejm mit derselben Formel ab, ging anschließend zum Tribunal und sprach mit Święczkowski. Berek sagt, Święczkowski habe ihn physisch daran gehindert, den Korridor zum Richterzimmer zu betreten, und er habe eine Anzeige wegen Verletzung der körperlichen Unversehrtheit eines Amtsträgers erstattet.

Vorwürfe, Zeugen und weitere Anzeigen

Ende September erhoben die Staatsanwälte gegen zwei Personen den Vorwurf des Amtsmissbrauchs und der Vernachlässigung der Dienstpflichten: gegen den Direktor der Kanzlei des Tribunals und den Kommandanten der Tribunalwache. Im Mai wurde Zbigniew Bogucki, Leiter der Kanzlei des Präsidenten, als Zeuge vernommen, und die Staatsanwaltschaft will in diesem Fall Präsident Karol Nawrocki vernehmen. Unabhängig davon erstattete Sławomir Patyra, ein im Juni vom Sejm gewählter TK-Richter, Ende September eine Anzeige wegen des Verdachts, dass Spruchkammern rechtswidrig besetzt wurden. Auch weitere Anzeigen zum Tribunal sind bei der Staatsanwaltschaft eingegangen.

Gosek und die Vernehmung am selben Tag

Mariusz Gosek, PiS-Abgeordneter, wurde am selben Tag ebenfalls als Zeuge vorgeladen. Er bestätigte, dass die Vernehmung rechtliche Fragen zur Funktionsweise des Tribunals betraf, wollte aber unter Verweis auf die Vertraulichkeit des Ermittlungsverfahrens keine Einzelheiten nennen.

„Einige Fragen hätten nach meiner Einschätzung hier überhaupt nicht gestellt werden dürfen.“

Mariusz Gosek, PiS-Abgeordneter
Gosek sagte, einige der von den Ermittlern angesprochenen Punkte hätten ihn überrascht.

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