Diplomatie · Abu Dhabi, Brüssel und Madrid
Europa will einen Platz am Verhandlungstisch in Abu Dhabi – Trump kündigt großes Abkommen mit Russland an
Deutschland, die Ukraine und der Kreml erklären übereinstimmend, Europa gehöre an den Verhandlungstisch – doch bei der Runde USA-Ukraine-Russland am 10. und 11. November in Abu Dhabi sind bislang keine europäischen Plätze vorgesehen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von rmf24.pl, Deutsche Welle, oko.press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Nach vertraulichen Gesprächen mit Kirill Dmitrijew am 5. November sagte Trump, ein großes Abkommen stehe bevor, das womöglich ganz Europa betreffen könne, nicht nur die Ukraine.
Kuschners X-Beitrag vom 5. November nennt Konsultationen, Krisenkommunikation, militärische Transparenz, eskalationsmindernde Maßnahmen und einen langfristigen Rahmen, wobei die NATO zentral bleibt.
Außenminister Johann Wadephul sagte am 6. November, Europa müsse integraler Bestandteil des Prozesses sein, und die Europäer seien zu den Gesprächen nicht eingeladen worden.
Dmitri Peskow sagte am Freitag, 6. November, Europa solle an künftigen Gesprächen teilnehmen, habe aber keinen Vertreter benannt und Russland keine konkreten Initiativen übermittelt.
Arbeitsebene-Gespräche zwischen der Ukraine und Russland unter Vermittlung der Vereinigten Staaten sind für den 10. und 11. November in Abu Dhabi geplant, bislang ohne europäische Plätze.
- 5.11.Selenskyj trifft António Costa und fordert, dass Europa an den Verhandlungstisch kommt
- 6.11.Johann Wadephul reist zum Treffen des Ostseerats nach Warschau
- 10.11.Die geplanten Arbeitsebene-Gespräche zwischen der Ukraine und Russland in Abu Dhabi unter Vermittlung der Vereinigten Staaten beginnen
Trump deutet ein umfassenderes Abkommen an
Donald Trump sagte am Donnerstag, 5. November, nach vertraulichen Gesprächen mit Kirill Dmitrijew, einem Gesandten des Kreml, ein großes Abkommen stehe bevor. Vor Journalisten im Oval Office erklärte er, es könne die Ukraine und womöglich ganz Europa betreffen, und die Seiten stünden kurz vor einem Ende des Krieges. Einzelheiten zu den Gesprächen nannte er nicht. Am selben Tag sprach Bundeskanzler Friedrich Merz nach Angaben eines von Reuters zitierten Regierungssprechers telefonisch mit Trump über den Krieg und die geplanten Gespräche; Merz sei in die Konsultationen des US-Präsidenten eingebunden, hieß es.
Kuschner nennt fünf sicherheitspolitische Ziele
Jared Kuschner, der US-Sondergesandte, traf am Donnerstag, 5. November, in Brüssel Vertreter der Ukraine, europäischer Länder und der NATO. Am selben Tag veröffentlichte er auf X eine ausführliche Botschaft mit fünf Zielen für einen dauerhaften europäischen Sicherheitsrahmen: regelmäßige Sicherheitskonsultationen, verlässliche Kanäle für die Krisenkommunikation, größere militärische Transparenz, gemeinsame Maßnahmen zur Verringerung des Eskalationsrisikos und einen dauerhaften langfristigen Rahmen. Er schrieb, jede Regelung müsse Souveränität und territoriale Integrität vollständig achten, kein Land dürfe ein Vetorecht über die souveränen Entscheidungen eines anderen haben, und die NATO bleibe zentral für die kollektive Verteidigung. Kuschner schrieb zudem, Europa und Russland bemühten sich seit 30 Jahren um einen ausgewogenen Sicherheitsrahmen, und die Ideen entwickelten sich noch weiter.
Europa sucht eine Rolle am Tisch
Johann Wadephul, Deutschlands Außenminister, reiste am Freitag, 6. November, nach Warschau zum Treffen des Ostseerats. Vor der Abreise sagte er, Europa müsse integraler Bestandteil des Prozesses sein, der eine Regelung für die Ukraine gestaltet.
„Es geht um Krieg oder Frieden: Die Zukunft unseres Zusammenlebens in Europa entscheidet sich in der Ukraine.“
Wadephul fügte hinzu, die Zukunft der Ukraine könne nicht ohne die Ukraine entschieden werden, und die Europäer seien zu den für den 10. und 11. November in Abu Dhabi geplanten trilateralen Gesprächen nicht eingeladen worden. Er verwies auf Bedrohungen jenseits der Frontlinie, darunter ungeklärte Bombendrohungen gegen Flugzeuge in Europa, Cyberangriffe auf Supermärkte und Drohnenzwischenfälle zu Lande und zur See. Zudem sagte er, Tanker der Schattenflotte erwirtschafteten Öleinnahmen für den russischen Kriegseinsatz und beschädigten weiterhin Infrastruktur in der Ostsee.
Kreml und die europäischen Optionen
Dmitri Peskow, der Sprecher des Kreml, sagte am Freitag, 6. November, europäische Staaten sollten an künftigen Gesprächen über Sicherheit und über die Beendigung des Krieges teilnehmen, doch Russland habe keine konkreten europäischen Vorschläge erhalten. Er warf Europa langes Zögern vor und dass es sich nicht darauf einigen könne, wer am Tisch für Europa sprechen solle. Politico berichtete Ende Oktober, europäische Staaten erwögen einen einzigen Vertreter für direkte Gespräche mit Wladimir Putin; genannt wurden Alexander Stubb, António Costa, Ursula von der Leyen und Kaja Kallas als mögliche Kandidaten. In der vergangenen Woche sagte Juri Uschakow, ein außenpolitischer Berater des Kreml, für Abu Dhabi seien keine europäischen Staaten vorgesehen, und spottete, sie könnten teilnehmen, wenn sie Tickets kauften. Sergei Lawrow, der russische Außenminister, sagte, es gebe keine Aussichten auf ein Ende des Krieges, und der Konflikt steuere auf eine Eskalation zu.
Ukraine drängt auf Europa und EU-Beitritt
Wolodymyr Selenskyj traf am Donnerstag, 5. November, den Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, in Madrid am Rande des zweitägigen Iberoamerika-Gipfels, der am Mittwoch, 4. November, begonnen hatte. Selenskyj sagte, die Ukraine habe stets dafür gestanden, dass Europa am Verhandlungstisch sitze, und über Sicherheitsgarantien und Wiederaufbau könne nicht ohne europäische Vertreter gesprochen werden. Am Mittwoch, 4. November, führte er ein etwa 90-minütiges Telefonat mit Steve Witkoff und Jared Kuschner zur Vorbereitung der Gespräche. Die Ukraine will bis Ende 2026 alle EU-Verhandlungscluster schließen und 2027 mit dem Schließen von Kapiteln beginnen. Arbeitsebene-Gespräche zwischen der Ukraine und Russland unter Vermittlung der Vereinigten Staaten sind für den 10. und 11. November in Abu Dhabi angesetzt.
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Der Krieg in der Ukraine und seine Grenzen
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- 06.11Kushner ordnet den Sicherheitsrahmen dem Shell-Bay-Format mit NATO und EU zu
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Quellen und Kontext
- rmf24.plMerz sprach mit Trump. Im Hintergrund eine „große, großartige Vereinbarung“Merz rozmawiał z Trumpem. W tle "wielkie, wspaniałe porozumienie · Original auf Polnisch
- Deutsche WelleDeutscher Außenminister fordert EU-Teilnahme an Friedensgesprächen zur UkraineSzef MSZ Niemiec żąda udziału UE w rozmowach pokojowych ws. Ukrainy · Original auf Polnisch
- oko.pressFrieden laut Trumps Schwiegersohn: fünf Hauptziele für EuropaPokój wg zięcia Trumpa: pięć głównych celów dla Europy · Original auf Polnisch
- rmf24.plMoskau ändert seine Meinung über Europa? Peskow lädt ein und beschwert sichMoskwa zmienia zdanie ws. Europy? Pieskow zaprasza i narzeka · Original auf Polnisch
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, der nach vertraulichen Gesprächen mit Kirill Dmitrijew ein großes Abkommen zur Ukraine ankündigte
- Jared Kushner
- US-Sondergesandter für Friedensmissionen, der auf X fünf europäische Sicherheitsziele umriss
- Friedrich Merz
- Bundeskanzler, der telefonisch mit Trump über den Krieg und die geplanten Gespräche sprach
- Johann Wadephul
- Bundesaußenminister, der eine zentrale Rolle Europas bei den Ukraine-Verhandlungen forderte
- Dmitry Peskov
- Sprecher des Kreml, der sagte, Russland habe keine konkreten europäischen Vorschläge erhalten
- Kirill Dmitriev
- Gesandter des Kreml, der am 5. November vertrauliche Gespräche mit Trump führte
- Volodymyr Zelensky
- Präsident der Ukraine, der in Madrid António Costa traf und einen europäischen Sitz am Verhandlungstisch forderte
- Antonio Costa
- Präsident des Europäischen Rates, der Selenskyj in Madrid traf
- Steve Witkoff
- US-Sondergesandter, der mit Selenskyj und Kuschner zu den Gesprächen telefonierte
- Sergey Lavrov
- Russischer Außenminister, der sagte, es gebe keine Aussichten auf ein Ende des Krieges
- Yuri Ushakov
- Außenpolitischer Berater des Kreml, der sagte, für Abu Dhabi seien keine europäischen Staaten vorgesehen
- Organisationen
- Europäische Union
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