BerichtZugkollision in Spanien

Verkehr · Urda, Adamuz und Brüssel

EU bietet technische Unterstützung an, während Spanien das Zugunglück von Urda mit 69 Toten untersucht

Die Eisenbahnagentur der EU wird die spanischen Ermittlungen zu dem Zusammenstoß vom 28. Oktober bei Urda in der Provinz Toledo technisch unterstützen, bei dem 69 Menschen starben. Brüssel bezeichnete die beiden spanischen Hochgeschwindigkeitsunglücke innerhalb von neun Monaten als sehr besorgniserregend.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Correio da Manha, La Razón, EL MUNDO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Urda, Adamuz, Brüssel · Spanien, Belgien
Wie es dazu kam
  1. 18.01.Unglück von Adamuz (Córdoba) fordert 46 Tote
  2. 28.10.Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge bei Urda (Toledo) fordert 69 Tote
  3. 3.11.Verkehrsminister Oscar Puente tritt laut Correio da Manhã zurück
  4. 4.11.Spanien bittet die ERA um technische Unterstützung, die laut Kommission bereits geleistet wird

Der Zusammenstoß bei Urda

Am Mittwoch, dem 28. Oktober, stießen zwei Hochgeschwindigkeitszüge bei Urda in der Provinz Toledo zusammen; bei dem Unglück starben 69 Menschen. La Libre.be berichtet, ein Zug von Renfe sei auf das Heck eines Iryo-Zuges aufgefahren, der nach einem Computerausfall im Signalsystem hatte anhalten müssen. Die Leitstelle habe dem Renfe-Zug daraufhin die Weiterfahrt erlaubt, obwohl der Iryo-Zug noch stand; der Grund für diese Entscheidung ist bislang nicht bekannt. Nach demselben Bericht befanden sich zum Zeitpunkt des Aufpralls etwa 550 Menschen in den beiden Zügen. Spanien hat eine Untersuchung der Unglücksursachen eingeleitet.

Ein zweites tödliches Unglück in diesem Jahr

Correio da Manhã datiert das frühere Unglück von Adamuz in der Provinz Córdoba auf den 18. Januar, bei dem 46 Menschen starben. Urda ist damit das zweite tödliche Unglück mit Hochgeschwindigkeitszügen in Spanien in diesem Jahr. Das spanische Hochgeschwindigkeitsnetz umfasst 3.993 Kilometer und wurde 1992 eröffnet. Nachdem das Netz Ende 2020 für den Wettbewerb geöffnet wurde, nahmen drei Unternehmen den Hochgeschwindigkeitsverkehr auf, und die Fahrgastzahlen erreichten 2025 nach Angaben von Fachleuten, die Correio da Manhã zitiert, fast 44,5 Millionen – doppelt so viele wie 2019. Gewerkschaften und Fachleute argumentieren, dass Investitionen in Personal und Wartung mit diesem Wachstum nicht Schritt gehalten hätten. Correio da Manhã berichtet zudem, Verkehrsminister Oscar Puente sei am Dienstag, dem 3. November, nach dem Unglück zurückgetreten.

Die Reaktion in Brüssel

Auf einer Pressekonferenz in Brüssel am Mittwoch, dem 4. November, nannte der EU-Kommissar für Verkehr und Tourismus, Apostolos Tzitzikostas, die beiden Unglücke sehr besorgniserregend. Er sagte, die Kommission werde die Untersuchung abwarten, bevor sie Schlüsse über die Ursachen ziehe.

„Zwei Unglücke in einem Jahr sind definitiv etwas, das wir nicht sehen wollen, erst recht nicht, wenn diese Unglücke Tragödien mit dem Verlust von Menschenleben mit sich bringen.“

Apostolos Tzitzikostas, EU-Kommissar für Verkehr und Tourismus

Er forderte, das ERTMS, das gemeinsame europäische Zugsteuerungs- und Sicherungssystem, so schnell wie möglich auf allen Strecken einzusetzen, und sprach sich für stärkere Befugnisse der Eisenbahnagentur der EU (ERA) aus.

„Es ist der einzige Weg zu einem hohen Sicherheitsniveau und auch der einzige Weg, wirklich in den Hochgeschwindigkeitsverkehr in Europa zu investieren.“

Apostolos Tzitzikostas, EU-Kommissar für Verkehr und Tourismus
Todesopfer der beiden spanischen Hochgeschwindigkeitsunglücke 2026Tote
Adamuz, Córdoba (18. Januar)
46 Tote
Urda, Toledo (28. Oktober)
69 Tote

Daten aus dem Artikeltext

Untersuchung und ERTMS-Ausbau

Die spanische Regierung habe die ERA am Mittwochmorgen um technische Unterstützung gebeten, und die Kommission erklärte, die Agentur leiste diese bereits. Die Untersuchung wird von der AITAT geleitet, der Unabhängigen Verwaltungsbehörde für die technische Untersuchung von Unfällen und Störfällen im Eisenbahn-, Seeverkehr und in der Zivilluftfahrt; Tzitzikostas betonte, sie bleibe der Zuständigkeit und Leitung der spanischen Ermittler unterstellt.

„Es ist zu früh, um Schlüsse über die Ursachen dieses Unglücks zu ziehen.“

Apostolos Tzitzikostas, EU-Kommissar für Verkehr und Tourismus

Das erklärte Ziel der EU ist es, ERTMS bis 2030 auf allen neun Kernnetzkorridoren einzuführen. La Vanguardia berichtet, die Strecke Madrid–Sevilla sei der einzige Abschnitt des spanischen Hochgeschwindigkeitsnetzes, der noch mit dem ursprünglichen Kommunikationssystem LZB betrieben werde, und die Aufrüstung auf ERTMS Level 2 sei noch nicht betriebsbereit.

Der weitere europäische Kontext

La Libre.be erinnert an das Unglück von Buizingen in Belgien im Jahr 2010, bei dem 19 Menschen starben und das teilweise auf das Fehlen von ETCS zurückgeführt wurde, der Komponente von ERTMS im Führerstand. Der Bericht hält zudem fest, dass 2024 kaum 10 % des transeuropäischen Schienennetzes mit ERTMS ausgerüstet waren, während Belgien 80 % seines Netzes ausgestattet hatte. El País berichtet, Spanien habe auf seinem Hochgeschwindigkeitsnetz mehr ERTMS-Kilometer als jedes andere europäische Land.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Organisationen
Europäische Union

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen