StrangUSA und Iran: Angriffspläne und Hormus

Energie & Handel · Paris

EU-Gasspeicher fallen auf 75 Prozent – tiefster Stand seit 2013, IEA warnt vor Anspannung bis 2027

Die Gasspeicher der EU waren Ende Oktober zu 75 Prozent gefüllt, der niedrigste Stand seit 2013, wie die Internationale Energieagentur mitteilt. Ihr neuer Bericht warnt, dass die angespannten Gasmärkte weltweit bis 2027 anhalten könnten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von newsORF.at, Adnkronos, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. Ende Februar 2026Mit Beginn des Nahost-Konflikts beginnt die Schließung der Straße von Hormus
  2. März bis Oktober 2026LNG-Lieferungen durch die Straße von Hormus kommen praktisch zum Erliegen
  3. August bis Oktober 2026Die Einspeisungen in die EU-Speicher beschleunigen sich, bleiben aber unter dem Niveau früherer Jahre
  4. Ende Oktober 2026Die Gasspeicher der EU erreichen einen Füllstand von 75 Prozent, den niedrigsten seit 2013

Speicherstand so niedrig wie seit 2013 nicht mehr

Die Internationale Energieagentur (IEA) meldet, dass die Gasspeicher der EU Ende Oktober zu 75 Prozent gefüllt waren – der niedrigste Stand seit 2013. Die Zahl steht in ihrem am Dienstag, 3. November, veröffentlichten Global Gas Security Review 2026 und liegt deutlich unter dem auf EU-Ebene festgelegten Mindestfüllziel von 80 Prozent. Europa geht damit mit weniger Gasreserven in die Heizsaison als zu jedem anderen Zeitpunkt seit mehr als einem Jahrzehnt. Das macht die Region stärker von LNG-Lieferungen abhängig, gerade wenn die Nachfrage ihren Höhepunkt erreicht. Die IEA warnt, das Risiko sei am größten, wenn der Winter kälter ausfällt als erwartet oder technische Störungen oder andere Lieferunterbrechungen auftreten.

Wie die Blockade von Hormus das Angebot austrocknete

Laut IEA ist die Straße von Hormus seit Beginn des Nahost-Konflikts Ende Februar geschlossen. Zwischen März und Oktober kamen die LNG-Lieferungen durch die Meerenge praktisch zum Erliegen, wodurch in diesem Zeitraum mehr als 60 Mrd. Kubikmeter Gas aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten wegfielen. Käufer hofften auf weiter fallende Preise und verschoben die Einkäufe, die zum Wiederauffüllen der Speicher nötig gewesen wären – so blieben die Reserven zum Sommerbeginn niedrig. Im August, September und Oktober beschleunigten sich die Einspeisungen, erreichten aber nicht das Niveau früherer Jahre.

Angebot, Nachfrage und Preise

Die IEA erwartet, dass das globale LNG-Angebot 2026 um 3 Prozent sinkt – ein Rückgang, den sie auf fast 20 Mrd. Kubikmeter beziffert. Die weltweite Gasnachfrage soll um etwa 1,5 Prozent oder rund 65 Mrd. Kubikmeter zurückgehen. Der Nachfragerückgang spiegelt einen geringeren Verbrauch im Nahen Osten, eine gedrosselte Industrienutzung in Europa und einen Wechsel von Gas zu Kohle bei der Stromerzeugung in mehreren asiatischen Ländern wider. Ein steigendes LNG-Angebot, insbesondere aus Nordamerika, und flexiblere Handelsverträge gleichen den durch die Hormus-Störung verursachten Ausfall teilweise aus. Dennoch haben die Gaspreise in Asien und Europa ihren höchsten Stand seit der Krise 2022/2023 erreicht.

Prognostizierte Veränderung von globalem LNG-Angebot und Gasnachfrage 2026%
Globales LNG-Angebot
-3 %
Globale Gasnachfrage
-1.5 %

Daten aus dem Artikeltext

Risiken bis ins Jahr 2027

Die IEA rechnet damit, dass die Gasnachfrage bis Sommer 2027 hoch bleibt, weil die Reserven in diesem Zeitraum wieder aufgebaut werden müssen. Ihre Simulationen, über die Bloomberg berichtet, zeigen, dass die EU-Speicher im schlimmsten Fall – anhaltende LNG-Störungen und kälteres Wetter – bis Ende März unter 10 Prozent der Arbeitskapazität fallen könnten. Der Telegraph berichtete über ein ähnliches Szenario, in dem die Speicher auf nur 10 Prozent Füllstand schrumpfen, wenn die Meerenge bis Anfang nächsten Jahres geschlossen bleibt und der Winter kalt wird. Importeure in Asien und Südamerika haben begrenzte Speicherkapazitäten, was den Wettbewerb um die in den kommenden Monaten noch verfügbaren Ladungen verschärfen könnte. Dieser Wettbewerb könnte die Spotpreise nach oben treiben.

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