Gesundheit & Bildung · Brüssel

EU setzt sich Ziel für 2030: Anteil schwacher 15-Jähriger soll unter 15 Prozent fallen – jeder dritte kämpft mit Grundkompetenzen

Die Europäische Kommission hat am Donnerstag, 5. November 2026, in Brüssel ein Paket für Bildung und Kompetenzen vorgelegt, um schwache Grundkompetenzen und den Lehrkräftemangel anzugehen. Rumänien gehört zu den schwächsten Ländern: 52 Prozent der 15-Jährigen liegen dort in Mathematik unter dem Mindestniveau.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Mediafax.ro, Digi24, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brüssel · Belgien
Wie es dazu kam
  1. Ab 2027Teacher Academies 2.0 richtet sich an Lehrkräfte am Berufsanfang und Schulleitungen
  2. Schuljahr 2027/2028Pilotierung des europäischen Zertifikats zur KI-Kompetenz für 15-Jährige
  3. Ab 2028Ziel von 100 neuen Europäischen Schulallianzen pro Jahr beginnt

Grundkompetenzen im Zentrum des Pakets

Die Europäische Kommission hat am Donnerstag, 5. November 2026, in Brüssel ihr Paket für Bildung und Kompetenzen vorgestellt – eine Reaktion auf schwächere Grundkompetenzen junger Europäerinnen und Europäer. Grundlage sind die PISA-Ergebnisse 2025, denen zufolge rund jeder dritte 15-Jährige in der EU in Mathematik und Lesen unzureichende Ergebnisse erzielt. Nach den Zahlen der Kommission liegen 33,9 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Mathematik unter dem Mindestniveau, 31,3 Prozent im Lesen und 25,9 Prozent in den Naturwissenschaften.

Die für soziale Rechte zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin Roxana Mînzatu stellte das Paket vor und forderte, Bildung müsse im Zentrum und an der Spitze der EU-Agenda stehen. Sie verknüpfte die schwachen Ergebnisse mit Wettbewerbsfähigkeit, demokratischer Widerstandskraft und der Handlungsfähigkeit Europas. Zu ihren Vorschlägen gehören das frühzeitige Erkennen von Lernschwierigkeiten, personalisierte Förderklassen und eine Ausweitung der Unterrichtszeit, wo sie nötig ist.

15-Jährige in der EU unter dem Mindestniveau, PISA 2025%
Mathematik
33.9 %
Lesen
31.3 %
Naturwissenschaften
25.9 %

Daten aus dem Artikeltext

Ziele für 2030

Das Paket setzt Ziele für 2030. Der Anteil der 15-Jährigen mit schwachen Ergebnissen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften soll unter 15 Prozent fallen, ebenso der Anteil der Achtklässlerinnen und Achtklässler mit schwacher Computer- und Informationskompetenz. Die Mitgliedstaaten streben zudem an, dass mindestens 12 Prozent der 15-Jährigen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften Spitzenleistungen erbringen und dass mindestens 25 Prozent der benachteiligten Schülerinnen und Schüler in mindestens einem dieser Fächer gute Ergebnisse erreichen. Die Kommission bittet die Mitgliedstaaten, diese Ziele zur nationalen Priorität zu machen, darzulegen, wie sie erreicht werden sollen, und die Fortschritte im Rahmen des Europäischen Semesters zu überwachen. Die Empfehlungen werden von den 27 Mitgliedstaaten geprüft, sind aber nicht bindend, da die Bildungspolitik in der Verantwortung der Mitgliedstaaten bleibt.

Schulallianzen und KI-Werkzeuge

Die Kommission schlägt ab 2028 jährlich 100 neue Europäische Schulallianzen vor. Dabei handelt es sich um langfristige, grenzüberschreitende Partnerschaften zwischen Schulen und Schulbehörden verschiedener Mitgliedstaaten, die jeweils mindestens eine von fünf Kernkompetenzen wählen: Lesen und Schreiben, Mathematik, Naturwissenschaften, digitale Kompetenzen und staatsbürgerliche Kompetenzen. Die Teilnehmer vergleichen Ergebnisse und tauschen wirksame Methoden aus, auch für Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Verhältnissen. Jede Allianz kann einen Zuschuss von einer Million Euro erhalten. Vier Schulen in den rumänischen Kreisen Buzău und Vâlcea nehmen bereits an der Pilotphase teil, die über Erasmus+ mit 20 Millionen Euro finanziert wird.

Bei der künstlichen Intelligenz plant die Kommission ein europäisches Zertifikat zur KI-Kompetenz für 15-Jährige, dessen Pilotierung im Schuljahr 2027/2028 zusammen mit altersgerechten gemeinsamen Bewertungskriterien starten soll. Eine Initiative für gesunde Bildschirmnutzung ist in Vorbereitung und soll Schulen, Eltern und Schüler Empfehlungen zu Online-Sicherheit und zur Balance zwischen digitalen und analogen Aktivitäten geben. Ein Konsortium für den Aufbau digitaler Bildungsinfrastruktur, einschließlich als sicher eingestufter KI-Werkzeuge, wurde am 3. November gegründet.

Lehrkräfte und Berufsbildung

Ein weiteres zentrales Thema ist der Lehrkräftemangel. Die Kommission schlägt eine Europäische Agenda für Lehrkräfte vor, die auf bessere Arbeitsbedingungen, eine stärkere Aus- und Weiterbildung und weniger Verwaltungsaufwand setzt. Ab 2027 wird das Programm Teacher Academies 2.0 Lehrkräfte am Berufsanfang und Schulleitungen besonders in den Blick nehmen, und Erasmus+ wird ab demselben Jahr Partnerschaften zwischen Schulen verschiedener Mitgliedstaaten unterstützen. Im Dokument der Kommission heißt es, KI solle die Rolle der Lehrkräfte und die menschliche Interaktion bewahren. Das Paket umfasst außerdem eine Europäische Strategie für die berufliche Aus- und Weiterbildung 2026–2030, die die Ausbildung näher an die Anforderungen des Arbeitsmarkts bringen soll.

Rumäniens Position

Rumänien zählt zu den Ländern mit den schwächsten Ergebnissen. Nach den jüngsten, im Kommissionsdokument zitierten PISA-Zahlen erreichen 52 Prozent der rumänischen 15-Jährigen nicht das Mindestniveau in Mathematik und 48 Prozent nicht im Lesen. Rumänische Schulen und Berufsbildungseinrichtungen könnten von den neuen internationalen Partnerschaften und Allianzen profitieren. Zudem wird ein europäisches Unterstützungs- und Beratungsnetzwerk für Schulen vorbereitet, das im ersten Quartal 2027 seine Arbeit aufnehmen könnte.

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