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Deutsche Industrieproduktion steigt im September um 0,7 Prozent – Autoproduktion legt um 17,1 Prozent zu
Die Produktion von Industrie, Baugewerbe und Energieversorgern stieg von August auf September um 0,7 Prozent und übertraf damit die Erwartungen der Ökonomen, die von Stagnation ausgegangen waren. Das August-Wachstum wurde auf 1,0 Prozent nach unten revidiert, und das dritte Quartal insgesamt lag weiterhin 0,4 Prozent unter dem zweiten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, N-tv, Spiegel Online und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Industrie, Baugewerbe und Energieversorger produzierten zusammen 0,7 Prozent mehr als im August, so die vorläufigen Destatis-Daten – gegen die von Reuters gemeldeten Stagnationserwartungen der Ökonomen.
Der Kraftfahrzeugbau legte um 17,1 Prozent zum Vormonat zu, nachdem die Produktion im Juli und August wegen Produktionsumstellungen und Werksferien auf niedrigem Niveau gelegen hatte; die Pharmaproduktion stieg um 8,0 Prozent.
Das ursprünglich gemeldete Wachstum von 2,0 Prozent für August wurde auf 1,0 Prozent gesenkt, nachdem Bauunternehmen zusätzliche Daten aus Umsatzsteuer-Voranmeldungen geliefert hatten; das dritte Quartal lag 0,4 Prozent unter dem zweiten.
Das Bundeswirtschaftsministerium verwies auf hohe Auftragsbestände und eine bessere Stimmung, warnte aber vor dem geopolitischen Umfeld und erneut steigenden Weltenergiepreisen.
Autoproduktion treibt das Plus
Industrie, Baugewerbe und Energieversorger produzierten im September zusammen 0,7 Prozent mehr als im August, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 6. November 2026 auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Die von Reuters befragten Ökonomen hatten laut Spiegel Online und Handelsblatt Stagnation erwartet, während tagesschau den Konsens bei einem Rückgang von 0,1 Prozent sah. Die Überraschung kam vor allem vom Kraftfahrzeugbau, wo die Produktion um 17,1 Prozent zum Vormonat stieg. Destatis erklärte, die Autoindustrie habe im Juli und August wegen Produktionsumstellungen und Werksferien auf niedrigem Niveau gearbeitet, sodass der Sprung im September teilweise einen schwachen Sommer ausgleiche. Die Pharmaproduktion legte nach zwei schwächeren Monaten um 8,0 Prozent zu. Das Baugewerbe sank um 2,6 Prozent, der Maschinenbau um 6,5 Prozent.
- Kraftfahrzeuge
- 17.1 %
- Pharmazeutika
- 8 %
- Baugewerbe
- -2.6 %
- Maschinenbau
- -6.5 %
Daten aus dem Artikeltext
August revidiert, das Quartal schwächer
Das Wachstum im August wurde von den ursprünglich gemeldeten 2,0 Prozent auf 1,0 Prozent nach unten revidiert. Destatis führte die Änderung auf ergänzende Angaben von Bauunternehmen zu ihren Umsatzsteuer-Voranmeldungen zurück. Die Produktion im dritten Quartal insgesamt lag 0,4 Prozent unter dem zweiten Quartal – ein Dreimonatsvergleich, der Monatsschwankungen glättet. Ohne Energie und Baugewerbe stieg die Industrieproduktion im September um 1,7 Prozent, dabei legten Investitionsgüter um 3,0 Prozent zu, Konsumgüter um 0,8 Prozent und Vorleistungsgüter um 0,1 Prozent. Die Energieerzeugung sank um 1,2 Prozent.
- August: erste Schätzung
- 2 %
- August: revidiert
- 1 %
Daten aus dem Artikeltext
Ökonomen bewerten die Erholung
Sebastian Dullien vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) las die Zahlen als Zeichen dafür, dass die Erholung anhält.
„Die Erholung der deutschen Industrie und mit ihr der deutschen Wirtschaft ist intakt.“
Dullien sagte, die Sommerschwäche der Autoproduktion sei teils auf Schul- und Werksferien zurückzuführen, und der zugrunde liegende Trend sehe etwas besser aus, als mancher befürchtet habe. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, argumentierte, das September-Plus müsse wegen der Abwärtsrevision des August relativiert werden. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW, warnte vor zu viel Optimismus.
„Produktionszahlen sind sehr volatil, was es schwierig macht, den zugrunde liegenden Trend in Echtzeit zu erkennen.“
Schumacher sagte, die September-Zahlen deuteten auf eine Stabilisierung der Produktion hin. Alexander Krüger, Chefvolkswirt bei Bethmann HAL, sagte, der Aufschwung im Auto-Bau habe das Quartal nicht gerettet, und fügte hinzu, niedrige Pegelstände an deutschen Flüssen hätten die Produktion gebremst und es müssten mehr Investitionsgüter produziert werden, damit Aufträge durchschlagen.
Risiken bleiben
Das Bundeswirtschaftsministerium verwies auf eine aufgehellte Stimmung in der Industrie, hohe Auftragsbestände und das Auslaufen von Sondereffekten, die die Produktion belastet hätten, und argumentierte, dies stütze eine Belebung der Industriekonjunktur zum Jahresende. Es warnte, das weiterhin schwierige geopolitische Umfeld und ein erneuter Anstieg der Weltenergiepreise setzten die Erholung Risiken aus. N-tv berichtete, Dürre und die Auswirkungen der Kriege im Iran und in der Ukraine hätten die Produktion eingeschränkt. Derselbe Sender nannte ein Risiko aus den US-Wahlergebnissen, bei denen die Demokraten in vielen Bundesstaaten gewannen und mehrere Referenden gegen Rechenzentren Erfolg hatten, was den Bauboom bei Rechenzentren belasten und deutsche Exporte in die Vereinigten Staaten etwas dämpfen könnte.
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Quellen und Kontext
- Organisationen
- Reuters
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