Regierung · Berlin
Ines Claus wird als CDU-Kandidatin für Steinmeiers Nachfolge gehandelt – Streit in der Union
Hessens CDU-Fraktionschefin Ines Claus hat Interesse an der Nachfolge von Bundespräsident Steinmeier bekundet. Das Lager von Kanzler Merz bestreitet eine Unterstützung, während die CSU weiter auf Ilse Aigner setzt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Bayerischer Rundfunk, Focus, Handelsblatt und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die 49-jährige hessische CDU-Fraktionschefin Ines Claus hat Interesse an der Nachfolge Steinmeiers bekundet und führt die Fraktion seit April 2020.
Die „Rheinische Post“ berichtete unter Berufung auf hochrangige CDU-Kreise, Claus sei Merz' Favoritin. Dessen Umfeld bestritt, dass er sich auf eine Kandidatin festgelegt habe.
Die CSU hält weiter an Ilse Aigner fest. Mehrere CDU-Politiker sagten der Deutschen Presse-Agentur, Claus fehle das bundespolitische Profil, eine Kandidatur würde scheitern.
Die CDU-Führungsgremien tagen am 9. November, die Bundesversammlung soll das neue Staatsoberhaupt am 30. Januar wählen.
- April 2020Claus übernimmt den Vorsitz der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag
- 2026Claus wird stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU
- 9.11.Die CDU-Führungsgremien befassen sich mit der Nachfolgefrage
- 30. JanuarDie Bundesversammlung soll das neue Staatsoberhaupt wählen
Claus steigt ins Rennen ein
Ines Claus, seit April 2020 Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, hat Interesse an der Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) bekundet. Die 49-Jährige, die seit 2026 stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU ist, sagte der „Rheinischen Post“, es sei eine große Ehre, in diesem Zusammenhang genannt zu werden. Sie ist verheiratet, Mutter von drei Kindern und katholisch; zudem ist sie Volljuristin – aus Sicht von CDU-Kreisen, die dieselbe Zeitung zitiert, ein Vorteil in einer möglichen politischen Krise nach der nächsten Bundestagswahl.
„Jetzt geht es darum, ein geordnetes Verfahren zu verfolgen, mit den Ministerpräsidenten, den Führungsgremien von CDU und CSU und natürlich unserem Koalitionspartner.“
Berichte über Merz' Unterstützung und die Reaktion der CSU
Die „Rheinische Post“ berichtet unter Berufung auf hochrangige CDU-Kreise, Claus sei der Favorit von Kanzler Friedrich Merz für das höchste Staatsamt. Das Umfeld von Merz wies dies entschieden zurück: Er habe sich weder festgelegt noch einen Vorschlag gemacht. Die CSU will die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner auf dem Posten sehen, und Markus Söder hat sich mehrfach für sie ausgesprochen. Berichten zufolge reagierten CSU-Politiker zunächst wenig begeistert auf die Idee mit Claus und nannten sie einen Testballon, dessen Substanz sie nicht bewerten wollten. Mehrere führende CDU-Politiker sagten der Deutschen Presse-Agentur, der Vorschlag sei bestenfalls kritisch, schlimmstenfalls absurd; sie argumentierten, Claus fehle jedes bundespolitische Profil und ihre Kandidatur würde scheitern.
Risse in der Union und SPD-Unterstützung für Aigner
Unionsfraktionschef Thorsten Frei wollte sich nicht auf Aigner als Kandidatin der Union festlegen. Er verwies auf mehrere Frauen in der CDU, darunter Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Bildungsministerin Karin Prien und die frühere Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer. Dem Sender Welt TV sagte er, eine Juristin müsse nicht zwangsläufig das nächste Staatsoberhaupt sein.
„Wir haben Gott sei Dank mehrere Frauen, die dafür sehr, sehr gut geeignet sind.“
Auf der anderen Seite der Koalition hat Fraktionschef Matthias Miersch klar für Aigner Position bezogen und ist damit der erste führende Sozialdemokrat, der das tut. SPD und Grüne haben laut N-tv bereits Zustimmung für Aigner signalisiert.
Zeitplan und nächste Schritte
Die CDU-Führungsgremien befassen sich am 9. November mit der Nachfolgefrage, danach werden weitere Gespräche mit der CSU, der SPD und möglicherweise den Grünen erwartet. Eine Entscheidung wird noch im November erwartet, die Bundesversammlung soll das neue Staatsoberhaupt am 30. Januar wählen. Die Co-Vorsitzende Bärbel Bas ist aus der SPD-Führung ausgeschieden, und es bleibt offen, ob Parteichef Lars Klingbeil auf dem Parteitag Anfang nächsten Jahres erneut antritt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Bayerischer RundfunkSteinmeier-Nachfolge: CDU-Vize Claus macht Aigner Konkurrenz
- FocusPersonalie Claus: "Kann Clash geben zwischen Merz und Söder
- HandelsblattBundespräsident: Steinmeier-Nachfolge: CDU-Vize Ines Claus zeigt Interesse
- N-tvCDU-Favoritin für Bellevue?: Merz-Umfeld dementiert Steinmeier-Gerüchte um Ines Claus
- Ines Claus
- Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag und stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU, laut Berichten mögliche Nachfolgerin Steinmeiers
- Frank-Walter Steinmeier
- Bundespräsident, über dessen Nachfolge debattiert wird
- Friedrich Merz
- Kanzler und CDU-Vorsitzender, dessen Umfeld eine Unterstützung von Claus bestreitet
- Markus Söder
- CSU-Vorsitzender, der sich mehrfach für Ilse Aigner ausgesprochen hat
- Ilse Aigner
- Bayerische Landtagspräsidentin, von der CSU als Nachfolgerin Steinmeiers unterstützt
- Thorsten Frei
- Unionsfraktionschef, der sich nicht auf Aigner festlegen wollte
- Julia Klöckner
- Bundestagspräsidentin, die von Unionsvertretern als geeignete Kandidatin genannt wurde
- Matthias Miersch
- SPD-Fraktionschef, der sich für Aigner ausgesprochen hat
- Orte
- Berlin
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen