Makroökonomie · London

Bank of England hebt Leitzins auf 4 % an – Inflation dürfte bei knapp 5 % ihren Höhepunkt erreichen

Die Bank of England hat am 5. November 2026 ihren Leitzins von 3,75 % auf 4 % angehoben – die erste Erhöhung seit August 2023. Sie erwartet, dass die Inflation im kommenden Jahr bei rund 5 % ihren Höhepunkt erreicht, nach einer früheren Prognose von 3,2 %.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Bloomberg Business, LBC, BBC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London · Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. 1.10.Ofgem-Energiepreisobergrenze steigt um 3,6 % für einen typischen Haushalt
  2. 5.11.Bank of England hebt Leitzins von 3,75 % auf 4 % an
  3. Januar 2027Ofgem-Energiepreisobergrenze soll um weitere 22 % steigen

Ein Viertelpunkt-Anstieg auf 4 %

Der geldpolitische Ausschuss der Bank of England hat am 5. November 2026 seinen Leitzins um einen Viertelpunkt von 3,75 % auf 4 % angehoben. Es ist die erste Erhöhung seit August 2023 und verteuert die Kreditkosten für Hypotheken, Kredite und Kreditkarten. Das Votum fiel mit 8 zu 1 zugunsten der Erhöhung aus, wenngleich erste Berichte die Entscheidung als einstimmig beschrieben. Der Schritt war weithin erwartet worden, doch vor Donald Trumps Start der Operation Epic Fury im Februar war erwartet worden, dass das neunköpfige Gremium in diesem Jahr die Zinsen senken würde. Die Entscheidung fiel eine Woche, nachdem John Healey seinen ersten Haushalt vorgelegt hatte, der den Haushalten Entlastung nach monatelangem Druck durch den Konflikt versprach.

Energiekosten und Inflation

Die Verbraucherpreisinflation erreichte im September 3,5 %, den höchsten Stand seit elf Monaten und deutlich über dem Zielwert der Bank von 2 %. Der Konflikt im Nahen Osten hat die Benzin- und Dieselpreise stark in die Höhe getrieben, und die Schließung der Straße von Hormus hat die Versorgung abgeschnitten. Brent-Rohöl lag zwei Monate lang durchgehend über 100 Dollar je Barrel, doch nach den Wahlsiegen der Demokraten bei den Zwischenwahlen fielen die Ölpreise deutlich. Die Energiepreisobergrenze von Ofgem stieg zum 1. Oktober um 3,6 % für einen typischen Haushalt und soll im Januar um weitere 22 % steigen. Die Inflation ist weniger stark gestiegen als befürchtet, dürfte aber bis ins neue Jahr weiter zulegen.

Prognose und andere Notenbanken

Die Bank erwartet nun, dass die Inflation im kommenden Jahr bei rund 5 % ihren Höhepunkt erreicht, verglichen mit einer früheren Prognose von 3,2 %. Die Notenbanker deuteten an, dass eine weitere Erhöhung auf den Tisch kommen könnte. Auch die Federal Reserve, die Europäische Zentralbank und die Bank of Japan haben angesichts der steigenden Inflation begonnen, die Zinsen anzuheben. Dem Ausschuss gehören neun Mitglieder an, acht von ihnen stimmten für die Erhöhung.

Hypotheken und Kreditnehmer

Kreditnehmer mit variabel verzinsten Verträgen werden ihre monatlichen Raten nach der Erhöhung nahezu unmittelbar steigen sehen. Festzinsverträge verhalten sich anders, da sie vor allem von den Erwartungen der Finanzmärkte an künftige Zinsen geprägt sind, und die Kreditgeber haben die Erhöhung möglicherweise bereits eingepreist. Moneyfacts bezifferte die durchschnittliche zweijährige Festzinshypothek Anfang November auf 5,97 % und die durchschnittliche fünfjährige Festzinsbindung auf 6 %. Offizielle Daten zeigen, dass rund 2,3 Millionen weitere Haushalte bis Ende 2027 aus Festzinsverträgen auslaufen, und mehr als 2 Millionen Hypothekennehmer müssen ihre Festzinsverträge im kommenden Jahr refinanzieren.

Durchschnittliche Festzinshypotheken Anfang November 2026%
Zweijährige Festzinsbindung
5.97 %
Fünfjährige Festzinsbindung
6 %

Daten aus dem Artikeltext

David Hollingworth, stellvertretender Direktor beim Hypothekenmakler L&C Mortgages, sagte, Festzinsen hingen stark von der Marktstimmung ab.

„Das zeigt, wie sehr Festzinsen von der Marktstimmung und davon abhängen, wohin die Zinsen steuern, und nicht vom aktuellen Niveau.“

David Hollingworth

Sparer und Arbeitgeber

Für Sparer kann ein höherer Leitzins bessere Renditen bei neuen Produkten bedeuten, wenngleich Treue bestraft wird. Rachel Springall vom Finanzinformationsdienst Moneyfacts sagte, Sparer mit 20.000 Pfund auf geschlossenen Konten hätten über drei Jahre 139 Pfund verloren im Vergleich zu im Angebot befindlichen Tagesgeldkonten. Sie sagte zudem, Festgeldangebote, die Geld länger binden, zahlten in der Regel mehr. Unternehmen sagen, höhere Zinsen schränkten Einstellungen und Lohnerhöhungen ein, während Kredite für Investitionen teurer würden. Mitchell Barnes, Gründer und Vorstandschef von Ryse 3D, einem Hersteller von 3D-Bauteilen für die Rüstungs- und Autoindustrie, erwartet, dass der Druck zu mehr Automatisierung führt.

„Das wird, glaube ich, in allen Sektoren Probleme für die Beschäftigung der Menschen verursachen.“

Mitchell Barnes

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Quellen und Kontext

Organisationen
Reuters

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