Sicherheit · Trappes und Paris
Schüsse in Trappes, als Terrorakt eingestuft, fordern ein Todesopfer und fünf Verletzte in Frankreich
Ein 39-jähriger Franzose steht im Verdacht, in Trappes und La Verrière die Schüsse abgegeben zu haben, bei denen ein Mensch starb und fünf verletzt wurden. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen, die Regierung plant ein nationales Gedenken für die Opfer.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von BFMTV, 20minutes, Der Tagesspiegel und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein 39-jähriger Franzose steht im Verdacht, die Schüsse abgegeben zu haben; er befindet sich in Polizeigewahrsam, und die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung.
Ein 26-jähriger Franzose mit Wurzeln im Kongo wurde am Freitag, 23. Oktober, getötet, unter den fünf Verletzten ist ein elfjähriges Mädchen.
Am Dienstag, 27. Oktober, verließen sozialistische und ökologische Abgeordnete den Saal, als Sébastien Chenu sprach; Premierminister Sébastien Lecornu warf ihnen vor, dem RN in die Hände zu spielen.
Regierungssprecherin Maud Bregeon kündigte am Mittwoch, 28. Oktober, im Ministerrat ein nationales Gedenken für die Opfer an; ein Datum wurde nicht genannt.
- 23.10.Schüsse in Trappes und La Verrière fordern ein Todesopfer und fünf Verletzte
- 27.10.Nationalversammlung hält eine Schweigeminute ab, die Linke verlässt während der Regierungsbefragung den Saal
- 28.10.Regierung kündigt ein nationales Gedenken für die Opfer an
Der Anschlag und die Ermittlungen
Am Freitag, 23. Oktober, soll ein 39-jähriger Franzose in Trappes und La Verrière, zwei Städten südwestlich von Paris, aus einem Auto heraus auf Passanten geschossen haben. Eine Person, ein 26-jähriger Franzose mit Wurzeln im Kongo, wurde getötet, fünf Menschen wurden verletzt, darunter ein elfjähriges Mädchen. BFMTV berichtete, vier der Verletzten seien schwer verletzt worden. Der Verdächtige wurde in Polizeigewahrsam genommen, und die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm den Fall; sie ermittelt unter anderem wegen Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung. Innenminister Laurent Nuñez sagte vor Journalisten in Trappes, die Ermittlungen liefen noch, die Tat sei aber eindeutig ein terroristisches Verbrechen.
Zielrichtung und Wut vor Ort
Tagesschau.de berichtete, die Angriffe hätten sich offenbar gegen Schwarze und arabischstämmige Menschen gerichtet. Ali Rabeh, der Bürgermeister von Trappes, sieht eine klare politische Verantwortung beim rechtsextremen Rassemblement National (RN) und dessen Vorsitzendem Jordan Bardella, dem er vorwirft, Trappes immer wieder abwertend herauszustellen. Viele Teilnehmer einer Kundgebung in Paris hielten weiße Schilder mit der Aufschrift „Rassismus tötet“ hoch und machten die französischen Medien, darunter der Sender CNews, dafür verantwortlich, rassistische Äußerungen ungefiltert weiterzugeben. Die Demonstranten warfen auch der Regierung von Präsident Emmanuel Macron vor, dies zugelassen zu haben.
- Getötet
- 1 Personen
- Verletzt
- 5 Personen
Daten aus dem Artikeltext
Zusammenstoß im Parlament
Am Dienstag, 27. Oktober, gedachten die Abgeordneten der Nationalversammlung der Opfer mit einer Schweigeminute; Parlamentspräsidentin Yaël Braun-Pivet sagte, der Hass auf andere töte. Als die Regierungsbefragung begann, verließen die sozialistischen und ökologischen Abgeordneten den Saal, als Sébastien Chenu, der Marine Le Pen als Vorsitzender der RN-Fraktion abgelöst hat, das Wort ergriff. Chenu wies die politische Instrumentalisierung des Anschlags durch seine Gegner zurück. Premierminister Sébastien Lecornu warf der Linken vor, dem RN in die Hände zu spielen und den Saal verlassen zu haben. Auf eine Frage der ökologischen Abgeordneten Cyrielle Chatelain verknüpfte Lecornu das Klima des Hasses mit dem Anschlag und griff damit die Worte des Bürgermeisters von Trappes, Ali Rabeh, auf, der auf der Zuschauertribüne saß.
„Es gibt Menschen, die Reden und Worte äußern, die am Ende andere bewaffnen, die dann handeln.“
Medienstreit
Am Mittwoch, 28. Oktober, war Sarah Knafo, Europaabgeordnete von Reconquête, bei France Info zu Gast und wurde zur Verantwortung ihrer Partei nach dem Anschlag befragt. Das Gespräch entwickelte sich rasch zu einem Streit mit den Moderatoren darüber, ob sie den Anschlag als rassistisch bezeichnen würde. Knafo sagte, sie habe kein Problem damit, ihn rassistisch zu nennen, warf dem öffentlich-rechtlichen Sender dann aber Unehrlichkeit vor und verwies auf eine Äußerung eines Soziologen, die der Sender ausgestrahlt habe.
„Ich habe kein Problem damit, es rassistisch zu nennen.“
Wie es weitergeht
Regierungssprecherin Maud Bregeon kündigte am Mittwoch, 28. Oktober, bei der Pressekonferenz nach dem Ministerrat an, es werde ein nationales Gedenken für die Opfer geben. Die Berichte nennen kein Datum für die Zeremonie. Die Anti-Terror-Ermittlungen gegen den Verdächtigen dauern an. Der politische Streit über den RN und seine Rolle in der Debatte dürfte im Parlament weitergehen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- BFMTVAnschlag von Trappes: Regierung kündigt nationale Ehrung anAttentat de Trappes: le gouvernement annonce qu'un hommage national sera organisé · Original auf Französisch
- 20minutes„Verurteilen Sie?“... Knafo-Interview wird zur Konfrontation bei France Info" Vous condamnez ? "... L'interview de Knafo vire à l'affrontement sur France Info · Original auf Französisch
- Der TagesspiegelBerlin / Brandenburg: Minister spricht von "terroristischer Tat" in Frankreich
- Le Monde.frIn der Nationalversammlung geraten Linke und Regierung nach dem rassistischen Anschlag von Trappes aneinanderA l'Assemblée nationale, la gauche et le gouvernement s'affrontent après l'attentat raciste de Trappes · Original auf Französisch
- Laurent Nuñez
- Frankreichs Innenminister, der die Schüsse in Trappes als terroristisches Verbrechen bezeichnete
- Sébastien Lecornu
- Französischer Premierminister, der der Linken vorwarf, in der Nationalversammlung dem RN in die Hände zu spielen
- Maud Bregeon
- Regierungssprecherin, die das nationale Gedenken ankündigte
- Yaël Braun-Pivet
- Präsidentin der französischen Nationalversammlung, die die Schweigeminute leitete
- Sarah Knafo
- Europaabgeordnete von Reconquête, die bei France Info interviewt wurde
- Sébastien Chenu
- Neuer Vorsitzender der RN-Fraktion in der Nationalversammlung, der Marine Le Pen ablöste
- Jordan Bardella
- Vorsitzender des Rassemblement National, vom Bürgermeister von Trappes kritisiert
- Cyrielle Chatelain
- Ökologische Abgeordnete, die Lecornu in der Nationalversammlung befragte
- Orte
- Frankreich, Paris
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