
Zwei Verdächtige nach tödlichen Schüssen auf Mann in Café in Roubaix festgenommen
Die französische Polizei hat zwei Verdächtige festgenommen, darunter einen 17-jährigen Minderjährigen, nach tödlichen Schüssen in einem Café in Roubaix, bei denen am 29. September 2026 ein Mann in seinen Zwanzigern starb.
Die Schüsse im Café von Roubaix
Rettungskräfte erhielten am Dienstag, dem 29. September 2026, gegen 16:30 Uhr einen Alarm, wonach in einem Café-Snack in Roubaix im Département Nord Schüsse gefallen seien. Das Lokal lag 500 Meter vom Vélodrome de Roubaix und direkt gegenüber einem Krankenhaus. Ein maskierter Täter mit Kapuze betrat das Geschäft am helllichten Tag und gab etwa ein halbes Dutzend Schüsse auf einen Gast ab. Medizinische Teams des Samu und örtliche Feuerwehrkräfte trafen am Lokal ein, um den verletzten Mann zu versorgen. Trotz schneller medizinischer Intervention vor Ort erlag das Opfer kurz nach der Tat seinen Schusswunden. Die Angaben zum genauen Alter des Opfers innerhalb seiner Zwanziger gingen auseinander: Ouest France berichtete, er sei 22 Jahre alt gewesen, während eine von SudOuest zitierte Polizeiquelle angab, er sei etwa 26 Jahre alt gewesen.
Verfolgung und Festnahme der Verdächtigen aus der Region Paris
Nach dem Angriff im Café flüchtete der Schütze in einem SUV vom Tatort. Die Strafverfolgungsbehörden setzten Kräfte im gesamten Ballungsraum ein, um das Fahrzeug zu finden und die flüchtenden Verdächtigen abzufangen. Polizeieinheiten fassten zwei Personen in der Agglomeration Roubaix kurz nach dem Tötungsdelikt. Die Beamten griffen ein, als die beiden Verdächtigen versuchten, ihr Fluchtfahrzeug in Brand zu setzen, um Beweise zu vernichten. Nach Angaben einer Polizeiquelle waren beide Personen aus der Region Paris ins Département Nord gereist. Dieselbe Quelle gab an, dass einer der beiden festgenommenen Personen, ein 17-jähriger Minderjähriger, verdächtigt wird, der Schütze gewesen zu sein, der den tödlichen Angriff ausführte.
Ermittlungen wegen mutmaßlicher Drogenstreitigkeit
Der Staatsanwalt von Lille, Samuel Finielz, bestätigte, dass nach den tödlichen Schüssen ein förmliches Ermittlungsverfahren wegen Totschlags eröffnet wurde. Der Fall wurde der Kriminalabteilung des Interdepartementalen Kriminalpolizeidienstes Nord (SIPJ) übertragen. Ermittler des nationalen Büros zur Drogenbekämpfung (Ofast) wurden neben der Kriminalpolizei ebenfalls am Tatort eingesetzt. Erste Berichte der Regionalzeitung La Voix du Nord deuteten darauf hin, dass die Behörden eine mögliche Abrechnung im Zusammenhang mit Drogenhandel untersuchen. Eine mit der Untersuchung vertraute Quelle bezeichnete die gezielte Tötung am helllichten Tag im Café als Hinrichtung.
Förmliche Haft und forensische Maßnahmen
Am Mittwoch, dem 30. September 2026, stellten die Justizbehörden beide Verdächtigen im Zuge der fortschreitenden Ermittlungen unter förmliche Polizeihaft (garde à vue). Die Haftanordnung folgte auf die ersten Festnahmen durch Polizeikräfte kurz nach dem Vorfall am Dienstag. Forensische Spezialisten führten technische Untersuchungen an dem SUV durch, den die Verdächtigen im Stadtgebiet von Roubaix hatten anzünden wollen. Die Ermittler sicherten zudem den Tatort nahe dem Vélodrome, um Patronenhülsen sicherzustellen und Zeugen der Schüsse zu befragen.
- Die Polizei erhält einen Notruf wegen Schüssen in einem Café-Snack in Roubaix
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- Der Liller Staatsanwalt stellt beide Verdächtigen im Rahmen des Strafverfahrens unter Polizeihaft
Die Staatsanwaltschaft Lille bestätigte, dass die Haftanhörungen und die Ermittlungen des SIPJ fortgesetzt werden, um die Route der beiden Verdächtigen aus der Region Paris nachzuvollziehen und das Motiv hinter dem tödlichen Angriff zu klären.


