Demokraten führen vor Midterms in wichtigen Senatsrennen
Fortsetzung von heute Morgen. Neu: Abschlussumfragen sehen Demokraten in fünf Senatsrennen vorn, und Haley Stevens unterstützte den Republikaner Mike Rogers.
Die jüngsten Umfragen sehen die Demokraten vor den Zwischenwahlen am Dienstag in Michigan, Kansas, Texas, Maine und Ohio vorn, mit kleineren Vorsprüngen in Alaska und Iowa. Die Wähler entscheiden über die Kontrolle des Repräsentantenhauses, des Senats, der Gouverneursämter und der Ämter in den Bundesstaaten in den letzten zwei Jahren von Donald Trumps Präsidentschaft. Die Wahlkarte für das Repräsentantenhaus ist bewusst enger zugeschnitten: Reuters zitierte Analysten mit der Einschätzung, dass nur 40 bis 50 der 435 Sitze wirklich umkämpft seien, und die Demokraten brauchen einen Nettozuwachs von vier Senatssitzen für eine Mehrheit von 51 zu 49.
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Quellen: Washington Post, N-tv, Jornal Expresso
In Michigan kam kurz vor Schluss noch Unruhe bei den Demokraten hinzu. Haley Stevens, die die Senatsvorwahl im August mit weniger als einem Prozentpunkt Rückstand gegen Abdul El-Sayed verloren hatte, sprach sich nach Monaten der Reibereien über Israel und den Zugang zum Wahlkampf für den Republikaner Mike Rogers aus. Das Wahlkampfteam von El-Sayed erklärte, es habe am Sonntag 2,4 Mio. Dollar von mehr als 65.000 Spendern eingeworben, bei einer durchschnittlichen Spende von etwa 37 Dollar. Die Parteiführung im Bundesstaat schloss Stevens aus, mehrere Mitarbeiter traten zurück, und Chuck Schumer nannte den Schritt einen Verrat.
Donald Trump geht einer Analyse zufolge mit Zustimmungswerten im mittleren 30-Prozent-Bereich in die Abstimmung und hat jedem Erwachsenen mehr als 5.000 Dollar versprochen, falls die Republikaner beide Kammern halten. Seine Beschränkungen für die Briefwahl bleiben vorerst vom Supreme Court blockiert, und er greift weiterhin Wahlmaschinen an, ohne die in den Berichten genannten Belege vorzulegen. Seit dem Zweiten Weltkrieg hat die Partei des Präsidenten bei 18 von 20 Zwischenwahlen Sitze im Repräsentantenhaus verloren.
Als Nächstes: In den USA wird bei den Zwischenwahlen am 3. November abgestimmt.
Nach Berichten von: Washington Post, N-tv, Jornal Expresso, AP NEWS, Adnkronos, The Irish Times
