Regierung · Brüssel

Belgische Haushaltsgespräche gehen in die Verlängerung, während De Wever versucht, provisorische Zwölftel zu vermeiden

Premierminister Bart De Wever führt an diesem Wochenende Einzelgespräche mit den Vizepremierministern, während die Koalition um einen Haushalt ringt, der bis 2029 zehn Milliarden Euro finden muss.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von vrtnws.be, 7sur7 und Le Soir. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: © European Union, 2026, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 29.10.Der Kern zum Haushalt beginnt um 14 Uhr und endet gegen 20 Uhr, ohne gemeldeten Durchbruch
  2. 31.10.Für Samstagabend sind bilaterale Gespräche mit De Wever angesetzt, zuerst mit Van Peteghem, dann mit Prévot
  3. Nacht vom 2. auf den 3. November 2026Die Nacht, die der Politikwissenschaftler Nicolas Bouteca als entscheidende Phase für De Wever bezeichnet

Bilaterale Gespräche statt eines Haushalts-Kern

Premierminister Bart De Wever wird am Samstag, 31. Oktober, nicht den eingeschränkten Ministerrat (Kern) zum Haushalt leiten, wie Belga aus Regierungskreisen berichtete. Stattdessen will er an diesem Abend bilaterale Gespräche führen, zunächst mit Vincent Van Peteghem (CD&V) und dann mit Maxime Prévot (Les Engagés). Ein Treffen mit Frank Vandenbroucke (Vooruit) könnte später in der Nacht folgen. De Wever wird die Verhandlungen am Sonntag fortsetzen, und Le Soir berichtet, dass nach dem Wochenende ein neuer Kern erhofft wird.

Die vorangegangene Kern-Sitzung begann am Donnerstag, 29. Oktober, um 14 Uhr und endete gegen 20 Uhr, ohne dass ein Durchbruch gemeldet wurde. Die Minister wollten die vorgeschlagenen Maßnahmen in den folgenden drei Tagen Thema für Thema durchgehen, wobei auch die Gesundheitsversorgung auf dem Tisch lag. Ein Durchbruch wurde vor dem Wochenende nicht erwartet.

Eine Frist und das Szenario der Zwölftel

Die Koalition muss bis 2029 rund zehn Milliarden Euro finden, um Belgien innerhalb der europäischen Haushaltsregeln zu halten. Wird rechtzeitig keine Einigung erzielt, wird der Haushalt 2027 in diesem Jahr nicht im Parlament verabschiedet, und es folgt ein Notbudget auf Basis provisorischer Zwölftel. De Wever will dieses Ergebnis vermeiden. Seiner Ansicht nach würde ein glaubwürdiger Haushalt auch die Finanzmärkte beruhigen, die maßgeblich die Zinssätze bestimmen, die Belgien für seine Kredite zahlt.

Streitpunkte: Krankengeld, Managementgesellschaften und Mehrwertsteuer

Der Politikwissenschaftler Nicolas Bouteca von der Universität Gent (UGent) sagte VRT NWS, es stünden noch mehrere sehr schwierige Dossiers auf dem Tisch, und Vooruit, die einzige linke Partei in der Koalition, drücke nun kräftig aufs Tempo. Vooruit habe Probleme mit dem Vorschlag, Krankengeld für Menschen mit Burn-out oder Depression nach zwei Jahren zu streichen, und wolle, dass die stärksten Schultern mehr beitragen. Dafür habe sie die Managementgesellschaften im Blick, die sie weniger attraktiv machen wolle. Dieser Schritt berühre den Wählerkern der N-VA, die sich laut Bouteca zu einer Unternehmerpartei entwickelt habe.

Bouteca sagte zudem, die anderen Parteien hätten gesehen, wie die MR mit der Blockade von Vorschlägen Erfolg gehabt habe. Eine allgemeine Mehrwertsteuererhöhung von 21 auf 22 Prozent ist nach einem Veto des MR-Parteivorsitzenden Georges-Louis Bouchez wohl vom Tisch. Bouteca fügte hinzu, De Wever bereue inzwischen die Zugeständnisse an die MR, und verwies auf Ökonomen, die eine Mehrwertsteuererhöhung für die am wenigsten schädliche Steuer halten.

Bouteca brachte den Einsatz auf den Punkt und sagte, er sei weniger überzeugt als noch vor wenigen Wochen, dass überhaupt noch eine Einigung zustande kommt.

„Scheitern ist keine Option.“

Nicolas Bouteca

Wie es weitergeht

Bouteca nannte die Nacht von Montag, 2., auf Dienstag, 3. November, die entscheidende Phase („money time“) für De Wever. Ob in diesem Zeitfenster eine Einigung gelingt oder der Haushalt in das System der Zwölftel rutscht, hängt davon ab, wie die verbleibenden Dossiers in den kommenden Tagen geklärt werden.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Brüssel · Belgien

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