Gesundheit & Bildung · Goma und Nairobi

Ebola-Fälle im Kongo überschreiten 10.000 – Kenia und Nigeria melden Infektionen

Die Gesundheitsbehörden der Demokratischen Republik Kongo meldeten am Dienstag, 27. Oktober 2026, 10.060 Ebola-Fälle und 4.887 Tote. Für die Bundibugyo-Variante gibt es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Therapie; auch in Kenia und Nigeria wurden Infektionen bestätigt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, Süddeutsche Zeitung, Berliner Zeitung und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Goma, Nairobi · Demokratische Republik Kongo, Kenia
Wie es dazu kam
  1. Oktober 2026Kenia meldet seinen ersten Fall
  2. 26.10.Ehefrau und Ehemann des Schweizer Diplomaten in die Schweiz geflogen
  3. 27.10.Kongo meldet 10.060 Fälle und 4.887 Tote

Fallzahl überschreitet 10.000

Die Gesundheitsbehörden der Demokratischen Republik Kongo meldeten am Dienstag, 27. Oktober 2026, 10.060 Ebola-Fälle und 4.887 Tote seit Bekanntwerden des Ausbruchs Mitte Mai. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC bezeichnet ihn als den am schnellsten wachsenden Ebola-Ausbruch der Geschichte. Die nationale Gesundheitsbehörde zählt mehr als 9.700 registrierte Patientinnen und Patienten im Osten des Landes, wo der Ausbruch bekannt wurde, und dort mehr als 4.700 Tote. Reuters stuft die Epidemie unter Berufung auf Daten des kongolesischen Instituts für öffentliche Gesundheit als zweitgrößten und zweittödlichsten Ausbruch der Geschichte ein – hinter der westafrikanischen Epidemie von 2014 bis 2016, die mehr als 28.600 Menschen infizierte und über 11.000 tötete. Innerhalb des Kongo ist sie bereits der größte und tödlichste Ausbruch und übertrifft eine Epidemie von 2018 bis 2020.

Bundibugyo-Variante ohne zugelassene Mittel

Der Ausbruch wird durch die Bundibugyo-Variante verursacht, für die kein Impfstoff und keine spezifische Therapie zugelassen ist, was die Eindämmung erschwert. Ervebo, ein Impfstoff, der derzeit nur für Ausbrüche des Zaire-Ebolavirus zugelassen und empfohlen ist, wird in zwei Studienreihen auf seinen Schutz gegen Bundibugyo getestet. Zwei antivirale Wirkstoffe befinden sich seit Juli in klinischen Studien. Erste Symptome können laut dpa Malaria ähneln, was die Isolation und Behandlung von Patientinnen und Patienten verzögern kann. Das Virus verbreitet sich durch Körperkontakt sowie Kontakt mit Körperflüssigkeiten und verursacht ein hoch ansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen.

Fälle in Kenia, Nigeria und Uganda

Kenia hat neun Infektionen gemeldet, darunter zwei Todesfälle, nachdem ein Mann, der aus dem Kongo über Uganda eingereist war, in Nairobi gestorben ist. Nigeria meldete einen Fall – bei der Ehefrau eines Schweizer Diplomaten, die nicht in den Kongo gereist war. Die Schweizer Regierung erklärte, sie sei vermutlich in Uganda infiziert worden; sie und ihr Mann wurden am Montag, 26. Oktober, in Kliniken in die Schweiz geflogen. Uganda verzeichnete im Mai und Juni 20 Fälle, die meisten davon aus dem Kongo eingeschleppt, und die Weltgesundheitsorganisation erklärte den Ausbruch dort im August für beendet. Ugandische Behörden erklären, das Land habe derzeit keine Ebola-Fälle; der Gesundheitsminister sagte am Sonntag, 25. Oktober, Bürger, die aus dem Kongo zurückkehrten, würden 21 Tage unter Quarantäne gestellt.

Gemeldete Ebola-Fälle nach LandFälle
Demokratische Republik Kongo, gemeldet am 27. Oktober 2026
10060 Fälle
Kenia
9 Fälle
Uganda, Mai und Juni 2026
20 Fälle
Nigeria
1 Fälle

Daten aus dem Artikeltext

Zeitleiste und offene Fragen

Der Ausbruch wurde Mitte Mai 2026 bekannt gegeben, Ugandas 20 Fälle folgten im Mai und Juni. Im Juli begannen klinische Studien mit zwei antiviralen Wirkstoffen, im August erklärte die WHO Uganda für Ebola-frei. Kenia meldete seinen ersten Fall im Oktober 2026, und das Schweizer Paar wurde am Montag, 26. Oktober, in die Schweiz geflogen. Die Gesundheitsbehörden klären noch, wie und wo sich die betroffene Person aus Nigeria angesteckt hat; die Schweizer Regierung hält Uganda für den wahrscheinlichen Ort. Die am Dienstag veröffentlichten Zahlen von 10.060 Fällen und 4.887 Toten sind der aktuellste Stand.

Fragen zu diesem Text

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