Himalaya-Fluten legen Bergrisiken offen
Fortsetzung von heute Morgen.
Ein Eis- und Felssturz vom nepalesischen Gipfel Langtang Lirung stürzte in einen tibetischen Fluss und jagte eine heftige Flutwelle durch die Täler Bhotekoshi und Trishuli. Der United States Geological Survey registrierte den Abbruch als seismisches Ereignis der Magnitude 5,2, während nepalesische Behörden in acht flussabwärts gelegenen Distrikten 177 Leichen bargen und chinesische Behörden drei Todesfälle am Grenzübergang Gyirong bestätigten.
- Chitwan65
- Dhading27
- Nawalparasi Ost26
- Gorkha20
- Nuwakot12
- Tanahun9
- Nawalparasi West5
- Rasuwa2
Rettungskräfte suchten mehr als 100 Kilometer flussabwärts zwischen weggespülten Straßen, beschädigten Wasserkraftanlagen und veränderten Flussbetten. Nepal meldete 826 Menschen als vermisst, darunter Soldaten, Polizisten und Anwohner, während China 558 Vermisste in Tibet meldete, unter ihnen ausländische Staatsangehörige; bis Donnerstag hatten Einsatzkräfte 104 Überlebende gerettet.
Wissenschaftler warnten, dass wärmere Bedingungen Eisstützen schwächen, mehr Schmelzwasser entstehen lassen und Frost-Tau-Zyklen an steilen Himalaya-Flanken verändern. Simon Cox erklärte den Mechanismus unmissverständlich.
„Der Klimawandel schafft Bedingungen, die Gestein und Eis im Hochgebirge destabilisieren können.“
Die Katastrophe folgte auf jüngste Hochgebirgsfluten in Gyirong, Thame und Sikkim und machte aus dem, was einst wie seltene Bergunfälle aussah, ein Muster, das nun Täler, Handelsrouten und Kraftwerke bedroht. Die Lehre ist schonungslos: Sich erwärmende Hochgebirge können eine Katastrophe schneller über Grenzen schicken, als Regierungen die Vermissten zählen können.
Nach Berichten von: 20 Minuten, Franceinfo, France 24, Le Temps, Ouest France, Libération