Diplomatie · Kyjiw und Abu Dhabi
Selenskyj öffnet Tür für russische Sicherheitsgarantien – Gespräche in Abu Dhabi im November
Bei einem Gespräch mit Journalisten in Kyjiw am 27. Oktober sagte Wolodymyr Selenskyj, die Sicherheit der Ukraine müsse an erster Stelle stehen, bevor russische Forderungen nach Garantien abgewogen würden. Anfang November werden Delegationen aus der Ukraine, Russland und den Vereinigten Staaten in Abu Dhabi erwartet.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rzeczpospolita, polsatnews.pl, forsal.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Bei einem Gespräch mit Journalisten in Kyjiw am 27. Oktober sagte Selenskyj, der Krieg müsse zuerst enden, russische Sicherheitsforderungen würden erst danach erörtert, wie die Financial Times am 28. Oktober berichtete.
Anfang November werden Delegationen aus der Ukraine, Russland und den Vereinigten Staaten in Abu Dhabi erwartet; auf der Tagesordnung stehen Selenskyj zufolge ein Waffenstillstand im Energiesektor und auf See.
Selenskyj sagte, Europa müsse beteiligt werden, falls Nachkriegsgarantien europäische Staaten erfordern, während Interfax am 28. Oktober unter Berufung auf Juri Uschakow meldete, europäische Vertreter würden der nächsten Runde nicht beiwohnen.
Alexander Stubb und Jonas Gahr Støre sprachen mit Wladimir Putin; Selenskyj zufolge glauben beide, dass Moskau die Gespräche in Abu Dhabi ernst nimmt, während Sergei Lawrow erklärte, es seien keine neuen Fragen aufgeworfen worden.
Selenskyj warnte vor einer neuen Aufteilung der Einflusssphären und sagte, die Ukraine wolle die Runde in Abu Dhabi vor einem möglichen Treffen der Staats- und Regierungschefs der USA, Chinas und Russlands beim APEC-Gipfel am 17. und 18. November.

- 27.10.Selenskyj erklärt vor Journalisten in Kyjiw, die Beendigung des Krieges komme vor den russischen Sicherheitsforderungen
- 28.10.Die Financial Times berichtet über seine erste Öffnung für Gespräche über Garantien für Russland; Interfax meldet unter Berufung auf Juri Uschakow, europäische Vertreter würden der nächsten Runde nicht beiwohnen
- Anfang November 2026Geplante trilaterale Gespräche ukrainischer, russischer und US-Delegationen in Abu Dhabi
- 17.–18. November 2026APEC-Gipfel in China, bei dem ein mögliches Treffen der Staats- und Regierungschefs der USA, Chinas und Russlands stattfinden könnte
Kyjiw öffnet die Tür für Sicherheitsgespräche
Wolodymyr Selenskyj traf am 27. Oktober in Kyjiw mit Journalisten zusammen und räumte erstmals ein, dass Gespräche über Sicherheitsgarantien für Russland Teil eines künftigen Friedensabkommens sein könnten, wie die Financial Times berichtet. Er betonte, die Sicherheit der Ukraine komme zuerst und der Krieg müsse enden, bevor die Sicherheitsforderungen Moskaus erörtert würden. Die Zeitung beschrieb diese Haltung als Abkehr von der bisherigen Position Kyjiws, die gemeinsam mit den westlichen Verbündeten russische Forderungen als Versuch zurückgewiesen hatte, eine russische Einflusssphäre wiederherzustellen. Selenskyj sagte zudem, territoriale Fragen dürften nur auf Ebene der Staats- und Regierungschefs behandelt werden, und die Ukraine sei bereit, einen US-Vorschlag für eine entmilitarisierte Zone beiderseits der Frontlinie zu erörtern.
Gespräche in Abu Dhabi und die Rolle Europas
Anfang November sollen Delegationen aus der Ukraine, Russland und den Vereinigten Staaten in Abu Dhabi zusammenkommen; Selenskyj bezeichnete diese Runde als technisch. Nach seiner Darstellung umfasst die Tagesordnung einen möglichen Waffenstillstand im Energiesektor und auf See sowie Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Er fügte hinzu, wenn ein Sicherheitssystem der Nachkriegszeit europäische Staaten erfordere, müsse Europa an diesen Verhandlungen teilnehmen. Bereits im vergangenen Jahr hatte es trilaterale Gespräche ohne nennenswerte Ergebnisse gegeben, die jüngste Runde fand im Februar 2026 statt. Interfax berichtete am 28. Oktober unter Berufung auf Juri Uschakow, einen außenpolitischen Berater Wladimir Putins, dass europäische Vertreter der nächsten Runde nicht beiwohnen werden.
Nordischer Anruf und Moskaus Reaktion
Der finnische Präsident Alexander Stubb und der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre telefonierten mit Wladimir Putin, und Selenskyj sagte, beide hätten den Eindruck gewonnen, dass Moskau die geplanten Verhandlungen in Abu Dhabi ernst nehme. Zuvor hatte er die Entscheidung der beiden nordischen Regierungschefs verteidigt, nachdem ihr Anruf in Europa gemischte Reaktionen ausgelöst hatte. Sergei Lawrow erklärte, der Anruf habe keine neuen Fragen aufgeworfen, und warnte vor einer möglichen Eskalation des Krieges. Die Financial Times berichtete, Selenskyjs Äußerungen spiegelten die wachsende Sorge in Kyjiw über engere Kontakte zwischen Washington und Moskau wider, und die Vereinigten Staaten und Russland hätten mögliche wirtschaftliche Zusammenarbeit im Ölsektor, im Luftverkehr und in der Titanproduktion erörtert.
Warnung vor Jalta und das APEC-Treffen
Selenskyj äußerte Alarm angesichts der Aussicht, dass Einflusssphären nach dem Vorbild der Jalta-Konferenz aufgeteilt werden könnten. Er sagte:
„Ich möchte sehr ungern, dass dies ein Jalta 2, 3 oder 4 wird, also eine neue Aufteilung der Einflusssphären.“
Er argumentierte, die Welt habe sich technologisch und politisch verändert, weshalb eine Dreiteilung nicht realistisch sei, auch wenn Russland eine solche anstrebe. Zudem sagte er, eine solche Regelung würde Russland mehr nützen als China und wäre Russlands zweiter ernsthafter diplomatischer Vorteil seit Alaska, falls sie Moskaus aktuellen Vorschlägen für ein neues Jalta folgen würde.
„Eine solche Aufteilung ist schlicht unmöglich.“
Die Ukraine wünsche sich, dass die Runde in Abu Dhabi vor einem möglichen Treffen der Staats- und Regierungschefs der Vereinigten Staaten, Chinas und Russlands am Rande des APEC-Gipfels in China am 17. und 18. November stattfindet, bei dem Selenskyj zufolge der Nahe Osten und der Krieg in der Ukraine erörtert werden sollen. Er sagte außerdem, der Zeitpunkt des Treffens in Abu Dhabi hänge von der amerikanischen Seite ab, die wegen der Lage im Nahen Osten darum gebeten habe, ein Treffen in Brüssel mit US-Vertretern, EU-Spitzen und dem NATO-Generalsekretär zu verschieben.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- RzeczpospolitaSelenskyj macht einen überraschenden Schritt gegenüber Moskau. „Financial Times“ schreibt von einem DurchbruchZełenski wykonuje zaskakujący ruch wobec Moskwy. "Financial Times" pisze o przełomie · Original auf Polnisch
- polsatnews.plSelenskyj überraschte mit einer Erklärung. Es geht um Sicherheitsgarantien für RusslandZełenski zaskoczył deklaracją. Chodzi o gwarancje bezpieczeństwa dla Rosji · Original auf Polnisch
- forsal.plSicherheitsgarantien für Russland? Selenskyj stimmt zu, stellt aber eine BedingungGwarancje bezpieczeństwa dla Rosji? Zełenski się zgadza, ale stawia warunek - Forsal.pl · Original auf Polnisch
- rmf24.plÄndert die Ukraine ihre Strategie? Mögliche Sicherheitsgarantien für RusslandUkraina zmienia strategię? Możliwe gwarancje bezpieczeństwa dla Rosji · Original auf Polnisch
- Volodymyr Zelenskyy
- Präsident der Ukraine, der die Äußerungen vor Journalisten in Kyjiw machte
- Alexander Stubb
- Präsident Finnlands, der gemeinsam mit dem norwegischen Ministerpräsidenten mit Wladimir Putin sprach
- Jonas Gahr Stoere
- Ministerpräsident Norwegens, der gemeinsam mit dem finnischen Präsidenten mit Wladimir Putin sprach
- Vladimir Putin
- Russischer Staatschef, der den Anruf der finnischen und norwegischen Regierungschefs entgegennahm
- Sergei Lavrov
- Leiter der russischen Diplomatie, der erklärte, der Anruf habe keine neuen Fragen aufgeworfen
- Yuri Ushakov
- Außenpolitischer Berater Wladimir Putins, zitiert von Interfax
- Orte
- Kyjiw, Ukraine, Abu Dhabi, Russland, Vereinigte Staaten
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