Wohnen · Lissabon und Porto

Fast 50 portugiesische Persönlichkeiten aus Linken und Rechten fordern Debatte über Wohnen statt über Polizeieinsatz

Das Manifest „Isto ainda é sobre casas para viver“ wurde am 3. November veröffentlicht. Die Unterzeichner aus PS, PSD, CDS und IL fordern, die Debatte zurück auf das Wohnen zu lenken und dass Premierminister Luís Montenegro politisch darauf antwortet.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RTP, PÚBLICO, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon, Porto · Portugal

Ein überparteilicher Appell zum Wohnen

Ein Manifest mit dem Titel „Isto ainda é sobre casas para viver“ wurde am 3. November veröffentlicht und trägt die Unterschriften von fast 50 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus dem linken und dem rechten Lager. Die Zahl variiert je nach Medium: Expresso berichtet von 46 Unterzeichnern, Observador listet 48 Namen und erklärt, einige Einladungen stünden noch aus, Público nennt sowohl mehr als 45 als auch fast 50. Zu den in der Berichterstattung genannten Unterzeichnern gehören Ana Gomes, David Justino, Eduardo Ferro Rodrigues, José Pacheco Pereira, Fernando Negrão, António Capucho und Francisco Rodrigues dos Santos, der frühere Vorsitzende der CDS-PP, der zugleich zu den Initiatoren zählt. Der zweite namentlich genannte Initiator ist Pedro Costa, ein Funktionär der PS auf nationaler Ebene.

Vorwurf: Regierung setzt auf Repression statt auf Wohnungspolitik

Die Unterzeichner argumentieren, die Regierung scheine sich stärker der Unterdrückung von Protesten verpflichtet zu fühlen als der Lösung der Wohnungskrise, die diese Proteste befeuert. Sie erklären, die Debatte habe sich vom Wohnen zur öffentlichen Ordnung verschoben, und die Konzentration auf die Polizeireaktion erlaube es einer Regierung, die für ihre Entscheidungen Rechenschaft schulde, das Thema zu wechseln. Das Manifest hält fest, dass die Sicherheitskräfte das Recht auf Demonstration respektieren und Gewalt nur so weit wie nötig einsetzen dürfen. Die Verantwortung für die politische Antwort legt es bei Premierminister Luís Montenegro und Innenminister Luís Neves und nicht bei den Polizeibeamten. Die Unterzeichner betonen, sie hätten nicht vergessen, was bei den Wohnungsdemonstrationen in Porto und Lissabon geschehen sei.

Was das Manifest beschreibt

Der Text beginnt mit der Mahnung an die Regierung, dass die Wohnungskrise immer mehr Menschen trifft. Er beschreibt Hochschulabsolventen mit Abschluss und Arbeitsstelle, die noch bei ihren Eltern leben, Familien, die gezwungen sind, weit entfernt von der Arbeit zu wohnen, und Studierende, die ihr Studium in anderen Städten aufgeben, weil sie sich kein Zimmer leisten können. Viele, heißt es dort, lebten in der Angst, ihre Wohnung zu verlieren. Wohnungen würden nicht mehr nach der Nähe zu Arbeit, Schule oder Stadtzentrum gewählt, argumentiert das Manifest, deshalb lebten die Menschen heute dort, wo sie die Miete zahlen könnten. Die zentrale Aussage lautet, dass zu viele Menschen in Portugal jeden Tag arbeiten gehen und sich dennoch keine Wohnung leisten können.

Die Initiatoren wollen die Debatte zurück zum Wohnen holen

Pedro Costa sagte gegenüber Observador, die Initiative ziele darauf, den Fokus der Debatte wieder auf das Wohnen zu richten, was er als ersten großen Erfolg der Eröffnung dieser Debatte bezeichnete. Das Manifest wolle zudem zeigen, dass Menschen in jeder einzelnen Lösung unterschiedlicher Meinung sein können und sich dennoch über die Priorität einig seien und Wege finden könnten, die internationale Organisationen bereits aufgezeigt hätten. Die Mitinitiatorin Maria Castello Branco sagte, der Fokus müsse in diesem Moment auf das Wesentliche zurückkehren. Sie argumentierte, die Wochen zuvor hätten die Aufmerksamkeit auf das Vorgehen der Polizei und die öffentliche Ordnung gelenkt, eine Debatte, die ihrer Ansicht nach jenen Parteien nützt, die keine Probleme lösen wollen.

„Es ist notwendig, den Fokus wieder auf das Thema zu richten, das zu diesen Demonstrationen geführt hat und das alle für legitim halten: das Wohnen.“

Maria Castello Branco, Initiatorin des Manifests

Sie sagte außerdem, das Recht auf Demonstration und das Recht auf Wohnen könnten beide diskutiert werden, denn das Grundproblem sei, dass die Menschen keine Wohnung haben.

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