
BMW-Auslieferungen sinken im dritten Quartal um 6,3 Prozent – China-Absatz bricht um 24,8 Prozent ein
BMW hat im dritten Quartal weltweit 551.072 Fahrzeuge ausgeliefert, 6,3 Prozent weniger als im Vorjahr. In China fiel der Absatz im Preiskampf mit lokalen Rivalen um 24,8 Prozent auf 114.355 Fahrzeuge. Europa und die Vereinigten Staaten legten zu.
Auslieferungen im dritten Quartal brechen in China ein
BMW hat im dritten Quartal weltweit 551.072 Fahrzeuge ausgeliefert, 6,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen mitteilte. Der Rückgang wurde von China getrieben, wo die Auslieferungen um 24,8 Prozent auf 114.355 Fahrzeuge fielen, während alle deutschen Hersteller in einem schrumpfenden Markt unter dem Druck eines Preiskampfs zu kämpfen hatten. In Europa stieg der Absatz um 2,7 Prozent auf 235.628 Fahrzeuge, in den Vereinigten Staaten um 2,5 Prozent auf 106.741. Das Handelsblatt berichtet, dass rund die Hälfte der in den Vereinigten Staaten verkauften Fahrzeuge wegen des BMW-Werks in Spartanburg nicht von den hohen Einfuhrzöllen betroffen ist. Nach Marken fiel die Marke BMW um 6,8 Prozent, Mini sank um 2,4 Prozent auf 70.712 Fahrzeuge und Rolls-Royce verlor 18 Prozent.
- China
- 114355 Fahrzeuge
- Europa (alle Antriebsarten)
- 235628 Fahrzeuge
- Vereinigte Staaten
- 106741 Fahrzeuge
Elektromodelle tragen Europa
Die batterieelektrischen Auslieferungen stiegen weltweit um 7,2 Prozent auf 110.257 Fahrzeuge im Quartal, wie N-tv berichtet; in Europa war jedes dritte von BMW ausgelieferte Fahrzeug elektrisch. Das Handelsblatt beziffert die europäischen batterieelektrischen Auslieferungen auf 81.941, ein Plus von 37,5 Prozent, womit Europa der dominierende Markt für dieses Segment ist. Der iX3, das erste Fahrzeug der Neuen Klasse, wird im neuen Werk im ungarischen Debrecen gebaut und verzeichnete in Europa innerhalb eines Jahres mehr als 100.000 Bestellungen, was N-tv als erfolgreichsten Marktstart eines BMW-Modells bisher bezeichnet. Vertriebsvorstand Jochen Goller verknüpfte die Zahlen mit der Ausrichtung des Unternehmens.
Besonders der weiterhin starke Auftragseingang für vollelektrische Fahrzeuge bestätigt unseren Kurs.
In den ersten neun Monaten lieferte BMW nach Angaben von 20 minutos 1.707.799 Fahrzeuge aus, 4,9 Prozent weniger; Mini war die einzige Marke mit positivem Jahresverlauf, plus 6,7 Prozent. BMW hat seine Jahresprognose bereits gesenkt und erwartet laut Focus für 2026 nur noch eine operative Automobil-Marge von 1 bis 3 Prozent. Die Quartalszahlen werden am 4. November vorgelegt.
Volkswagen und die Rivalen
Volkswagen, Europas größter Autobauer, lieferte im dritten Quartal nach Angaben von stern weltweit 1,89 Millionen Fahrzeuge aus, 14,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In China wurden rund 406.000 Fahrzeuge ausgeliefert, 38,5 Prozent weniger, während die WirtschaftsWoche berichtet, dass der chinesische Automarkt um 22 Prozent schrumpfte. Über neun Monate fielen die VW-Auslieferungen in China laut stern um 30,2 Prozent auf 1,38 Millionen, während die WirtschaftsWoche die Zahl mit 1,4 Millionen angibt, ein Minus von 31 Prozent. N-tv berichtet, dass Mercedes-Benz fast ein Drittel seines China-Absatzes verlor und die deutschen Rivalen Rückgänge zwischen knapp über 8 Prozent und fast 20 Prozent verzeichneten.
- BMW weltweit
- -6.3 % Veränderung zum Vorjahr
- BMW China
- -24.8 % Veränderung zum Vorjahr
- VW-Konzern weltweit
- -14.3 % Veränderung zum Vorjahr
- VW China
- -38.5 % Veränderung zum Vorjahr
Audi-Vertriebsvorstand Martin Sander, der auch den Vertrieb des Konzerns verantwortet, verwies auf die neuen Elektromodelle.
Der deutlich schrumpfende Gesamtmarkt in China bleibt eine branchenweite Herausforderung. Gleichzeitig beginnen unsere neuen, lokal entwickelten Elektromodelle zu wirken.
Die WirtschaftsWoche berichtet, dass der interne VW-Plan bis zum Ende des Jahrzehnts 2,7 Millionen Fahrzeuge in China vorsieht. Setzt sich der Neunmonatstrend fort, würde VW in diesem Jahr dort 1,9 Millionen Autos verkaufen; um das Ziel zu erreichen, wäre in den kommenden drei Jahren ein durchschnittliches jährliches Wachstum von etwa 13 Prozent nötig.
Stellenabbau und Kosteneinsparungen
Laut 20 minutos plant BMW, im Jahr 2027 weltweit bis zu 8.000 Stellen zu streichen, fünf Prozent der Gesamtbelegschaft. Der Abbau wurde Ende Juni angekündigt und soll über freiwillige Abgänge und Abfindungen erfolgen. Der zwischen Unternehmen und Betriebsrat vereinbarte Plan beginnt im Oktober 2026 und soll ab 2028 jährlich rund 1.000 Millionen Euro einsparen.

