Regierung · Brüssel und Luxemburg
Pfizergate: EU-Staatsanwälte: Von der Leyen hat noch keine persönliche Aussage gemacht
Die scheidende EPPO-Chefin Laura Codruța Kövesi sagt, manche Politiker hielten sich für über dem Gesetz, während die Kommission erklärt, sie habe umfassend mit den Ermittlern kooperiert.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Digi24, Mediafax.ro, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Nach Angaben einer an dem Verfahren beteiligten Person hat die Kommissionschefin der EPPO noch keine persönliche Aussage gegeben; die Behörde hatte die von Belgien geführte Untersuchung 2024 übernommen.
Kövesi sagte, die Behörde solle auf dem Papier über 230 europäische delegierte Staatsanwälte verfügen, ihr Budget finanziere aber 180, und die Mittel für die Sicherheitsdienste deckten nur ein Drittel der Kosten.
Kövesi sagte, Polen benötige 24 delegierte Staatsanwälte, aber nur 15 seien aktiv.
Sprecher Thomas Regnier sagte, die Kommission habe umfassend mit der EPPO zusammengearbeitet, mit voller Unterstützung der Präsidentin.

Die Ermittlungen zu den Impfstoffgesprächen
Ursula von der Leyen hat der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) im Rahmen ihrer Ermittlungen zum Kauf von Covid-19-Impfstoffen nach Angaben einer an dem Verfahren beteiligten Person noch keine persönliche Aussage gegeben; die Person sprach mit POLITICO unter der Bedingung der Anonymität. Die EPPO hatte das Verfahren 2024 von Belgien übernommen, wo die Untersuchung ursprünglich eingeleitet worden war. Die Ermittlungen betreffen mutmaßliche Unregelmäßigkeiten bei den Verhandlungen zwischen von der Leyen und Pfizer-Chef Albert Bourla – eine Affäre, die als Pfizergate bekannt ist. Laut Dokumenten, die POLITICO vorliegen, prüfen die Ermittler mögliche Eingriffe in öffentliche Ämter, die Vernichtung von Textnachrichten, Korruption und Interessenkonflikte. Auf die Frage, ob von der Leyen zu den betroffenen Amtsträgern zähle, wollte Kövesi sich zu einzelnen Ermittlungsverfahren nicht äußern.
Kövesis Warnung zum Ende ihrer Amtszeit
Laura Codruța Kövesi, deren siebenjährige Amtszeit Ende Oktober 2026 endet, sagte gegenüber POLITICO, sie habe sich wiederholt mit EU-Beamten befasst, die sich geweigert hätten, Vorladungen ihrer Behörde zu beantworten. Sie sagte, die Behörde stoße besonders dann auf Hindernisse, wenn die untersuchten Personen hochrangige Politiker oder wohlhabende Menschen mit Verbindungen zur politischen Klasse seien. Kövesi sprach zudem von Versuchen, die Institution durch Unterfinanzierung und bürokratische Hürden zu schwächen. Sie sagte, die Behörde habe Schwierigkeiten, ihre Zuständigkeit auszuüben, wenn wichtige Personen beteiligt seien.
„Manche Politiker glauben, sie stünden über dem Gesetz. Wenn man zu einer Aussage vorgeladen wird, muss man kommen.“
Finanzierung, Personal und Verzögerungen bei der Gesetzgebung
Kövesi sagte, die EPPO solle auf dem Papier über 230 europäische delegierte Staatsanwälte verfügen, ihr Budget finanziere aber nur 180. Die Mittel für ihre Sicherheitsdienste deckten nur ein Drittel der benötigten Kosten, sagte sie. Die polnische Vertretung benötige 24 delegierte Staatsanwälte, während nur 15 aktiv seien. In Griechenland habe sie den deutlichsten Versuch der Einschüchterung erlebt, und zwar im Zusammenhang mit der Verlängerung der Mandate delegierter Staatsanwälte. In Ungarn habe die Kommission die Hälfte des Budgets vorgeschlagen, das die EPPO nach eigener Einschätzung benötige. Sie verwies außerdem auf die Überprüfung der EPPO-Verordnung, die sie erstmals 2021 beantragt habe und die immer wieder verschoben worden sei.
- EPPO, auf dem Papier erforderlich
- 230 Staatsanwälte
- EPPO, durch das Budget finanziert
- 180 Staatsanwälte
- Polen, erforderlich
- 24 Staatsanwälte
- Polen, aktiv
- 15 Staatsanwälte
Daten aus dem Artikeltext
Die Reaktion der Kommission
Die Europäische Kommission wies den Vorwurf zurück, sie habe nicht mit den Ermittlern kooperiert. Ihr Sprecher Thomas Regnier sagte gegenüber POLITICO, die Zusammenarbeit habe stets mit voller Unterstützung der Präsidentin stattgefunden.
„Die Kommission hat nachweislich umfassend mit der EPPO zusammengearbeitet, um Sachverhalte aufzuklären und Ereignisse zu bewerten.“
Regnier fügte hinzu, von der Leyen beantworte weiterhin offene Fragen im Rahmen ihrer Pflichten und ihrer Verfügbarkeit als Kommissionspräsidentin. Die Position der Kommission steht in direktem Widerspruch zu Kövesis Darstellung von Amtsträgern, die Vorladungen ignoriert hätten. Kövesi selbst wollte nicht sagen, ob die Kommissionschefin zu diesen Amtsträgern gehörte.
Wie es weitergeht
Kövesi sagte, die größte Herausforderung für ihre Nachfolgerin oder ihren Nachfolger – den deutschen Staatsanwalt Andrés Ritter – werde sein, die Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Behörde zu wahren. Sie habe alle Kandidaten für das Amt des Europäischen Generalstaatsanwalts angehört und sei von einem Kandidaten beunruhigt gewesen, der gesagt habe, sein Vorhaben sei die Normalisierung der EPPO. Sie kritisierte einen weiteren Kandidaten, der von gleicher Distanz zwischen der Staatsanwaltschaft und allen politischen Parteien gesprochen habe. Sie warnte, die 2017 gegründete und seit 2021 arbeitende Behörde habe die Aufgabe, Straftaten im Zusammenhang mit EU-Geldern aufzudecken.
„Ich bin besorgt, dass die EPPO leise zu Tode gebracht wird, weil sie ihre Arbeit macht.“
Ihre Amtszeit endet Ende Oktober 2026, und die Frage, wer die Behörde künftig leitet, wird entscheiden, ob die Institution ihre Unabhängigkeit behält.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Digi24Pfizergate: Europäische Staatsanwälte haben noch Fragen an Ursula von der Leyen. Was Kovesi über Politiker sagt, gegen die das EPPO ermitteltPfizergate: Procurorii europeni au încă întrebări pentru Ursula von der Leyen. Ce spune Kovesi despre politicienii anchetați de EPPO · Original auf Rumänisch
- Mediafax.roPOLITICO: Laura Codruța Kövesi, Warnung am Ende ihrer Amtszeit: Die Europäische Staatsanwaltschaft riskiert, langsam zerstört zu werden, gerade weil sie ihre Arbeit machtPOLITICO: Laura Codruța Kövesi, avertisment la final de mandat: "Parchetul European riscă să fie distrus încet, tocmai pentru că își face treaba · Original auf Rumänisch
- ANSA.itMedien, von der Leyen noch nicht von der Europäischen Staatsanwaltschaft zum Pfizergate angehörtMedia, von der Leyen non ancora ascoltata dalla Procura europea sul Pfizergate - Altre news · Original auf Italienisch
- Ziare.comLaura Codruța Kovesis Warnung vor der Europäischen Staatsanwaltschaft: Wenn man eine Institution zerstören will, kann man drei Dinge tun, und alle drei passieren jetztAvertismentul Laurei Codruța Kovesi despre Parchetul European: "Dacă vrei să distrugi o instituție, poți face trei lucruri, iar toate trei se întâmplă acum · Original auf Rumänisch
- Ursula von der Leyen
- Präsidentin der Europäischen Kommission, deren Verhandlungen mit dem Pfizer-Chef Gegenstand der EPPO-Ermittlungen sind
- Laura Codruța Kövesi
- Scheidende Europäische Generalstaatsanwältin bei der EPPO, deren siebenjährige Amtszeit Ende Oktober 2026 endet
- Albert Bourla
- Pfizer-Chef, dessen Verhandlungen mit von der Leyen untersucht werden
- Thomas Regnier
- Sprecher der Europäischen Kommission, der auf die Vorwürfe reagierte
- Organisationen
- Europäische Union
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