Diplomatie · Athen, Heraklion und Ankara

Griechenland bereitet Navtex vor, um Vermessungen für den Great Sea Interconnector vor Kasos wieder aufzunehmen

Athen bereitet eine Navtex vor, mit der die Meeresbodenvermessungen für das Stromkabel zwischen Griechenland und Zypern wieder aufgenommen werden sollen. Als Zeitpunkt werden je nach Quelle Freitag, der 6. November, bis hin zu 5 bis 15 Tagen genannt; die Reaktion der Türkei ist die entscheidende Frage.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von iefimerida.gr, ΣΚΑΪ, NewsIT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Athen, Heraklion, Ankara · Griechenland, Türkei
Wie es dazu kam
  1. 3.11.Außenminister Giorgos Gerapetritis informiert den Parlamentsausschuss für Verteidigung und Auswärtige Angelegenheiten
  2. 6.11.Interministerieller Ausschuss soll bis Freitag eine positive Empfehlung abgeben
  3. 7.11.Navtex wird nach ERT-Berichten für das Wochenende des 7. und 8. November erwartet

Navtex wird innerhalb von Tagen erwartet

Athen bereitet eine Navtex vor, jene Navigationswarnung, mit der die Meeresbodenvermessungen für den Great Sea Interconnector, die Stromverbindung zwischen Griechenland und Zypern, wieder aufgenommen werden sollen. Skai und NewsIT berichten unter Berufung auf ERT, die Warnung sei für das Wochenende des 7. und 8. November geplant, nachdem ein interministerieller Ausschuss für Meeresforschungsgenehmigungen bis Freitag, den 6. November, eine positive Empfehlung abgegeben habe. To Vima berichtet, die Warnung könne bereits am Freitag kommen, während Kathimerini schreibt, der Ausschuss werde nicht vor Freitag fertig, erwarte aber keine weitere Verzögerung. Ein separater Skai-Bericht nennt unter Berufung auf gut informierte Quellen einen Zeitraum von 5 bis 15 Tagen.

Genehmigungen, Schiff und Vermessungsgebiet

Sobald der Ausschuss dem Antrag zustimmt, müssen nach Angaben von Kathimerini das Außen- und das Verteidigungsministerium die Genehmigung bestätigen, bevor sie an den hydrographischen Dienst der Marine weitergeht. Die unter französischer Flagge fahrende VB Abeille Marengo liegt mit eingeschaltetem AIS-Transponder im Hafen von Heraklion. Quellen zufolge bräuchte sie nach Erhalt der Anweisungen sieben bis zehn Stunden, um das Vermessungsgebiet zu erreichen, und sie könnte schon vor der Ausgabe der Navtex auslaufen, wenn sie keine Forschungsarbeiten durchführt. Die Vermessungen sollen dort wieder beginnen, wo sie im Juli 2024 eingestellt wurden – außerhalb der griechischen Hoheitsgewässer vor Kasos, innerhalb des potenziellen griechischen Festlandsockels. Die im vergangenen Februar erteilten Lizenzen gelten bis Ende 2026, und der französische Subunternehmer hat eine Verlängerung über den 31. Dezember hinaus beantragt, da die Vermessungen voraussichtlich bis ins neue Jahr dauern werden.

Die erwartete Reaktion Ankaras

In einem Gespräch mit ANT1 sagte Außenminister Giorgos Gerapetritis, Griechenland sei auf alle Eventualitäten vorbereitet. In einem späteren Beitrag erklärte er, Athen werde alle Szenarien prüfen, falls die Vermessungen behindert würden, einschließlich einer Militarisierung des Gebiets, die er jedoch für unwahrscheinlich halte, weil das Projekt von europäischem Interesse sei und die Mehrheitsbeteiligung des französischen Unternehmens Meridiam Paris mit ins Spiel bringe.

„Wir haben alle Szenarien bereit. Sollte die Türkei versuchen zu behindern, wird sie auf Griechenland stoßen, das sich dem entgegenstellt.“

Giorgos Gerapetritis, Griechischer Außenminister

Kathimerini hält eine türkische Gegen-Navtex, die kurz nach der griechischen Warnung ergehen würde, für recht wahrscheinlich und beschreibt sie als langjährige Taktik, mit der Athens Autorität in dem Gebiet infrage gestellt werden solle. Von der Zeitung zitierte Quellen erwarten, dass solche Schritte klein bleiben und keine dauerhafte Wirkung haben, und sie rechnen nicht mit einer unverhältnismäßigen Reaktion Ankaras. Am Donnerstag, dem 5. November, sagte der Abgeordnete der Nea Dimokratia, Angelos Syrigos, Professor für Völkerrecht, dem Sender Parapolitika 90.1, Athen habe jedes Szenario abgewogen.

„Wir haben alle möglichen Szenarien berücksichtigt, die durch die Türkei Probleme verursachen könnten, und auf jedes Szenario gibt es eine Antwort.“

Angelos Syrigos

Europa, Paris und das größere Bild

Ein aktueller Bericht der Europäischen Kommission zur Türkei erwähnt, dass Ankara die Vermessungen für die Verbindung behindere – ein Punkt, den Athen als Stärkung seiner Position sieht. Gerapetritis sagte am Dienstag, dem 3. November, vor dem Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung, das Projekt werde von der Europäischen Union mitfinanziert, und argumentierte, eine Behinderung würde die Türkei in Gegensatz zum Bündnis bringen. To Vima berichtet, intensive Arbeit der vergangenen Wochen zwischen Paris, Ankara und Athen, bei der Frankreich versucht habe, die unterschiedlichen Positionen zu überbrücken, habe gewisse Früchte getragen. Athen könnte Informationen zur Navigationssicherheit über die französische Seite weitergeben, statt Ankara direkt zu kontaktieren – ein Weg, das Risiko einer Eskalation zu begrenzen. Berichte beschreiben zudem eine erhöhte Bereitschaft der Marine und mögliche Rückrufe von Urlauben der Offiziere ab Donnerstag, dem 5. November.

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