Wahlen · Los Angeles und Washington
US-Justizministerium zieht Klage über 20.000 Briefwahlstimmen in Kalifornien zurück
Das Justizministerium beantragte am Freitag, 6. November, die Abweisung seiner Klage und beendete damit den Versuch, Stimmzettel auszusondern, die nach seinen Angaben von Nichtstaatsangehörigen eingereicht worden waren. Zuvor hatte eine Bundesrichterin es den Behörden untersagt, kalifornische Wahlbeamte mit Strafverfolgung zu bedrohen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von der Standard, watson.ch/, Handelsblatt und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das Justizministerium reichte am späten Abend in Los Angeles vor Richter David O. Carter eine Mitteilung über die freiwillige Klagerücknahme ein und beendete damit seinen Vorstoß zu 20.000 Briefwahlstimmen.
Der Supreme Court lehnte den Antrag am Vorabend der Wahl ab, vor den am Dienstag, 3. November, abgehaltenen Midterms.
Die einstweilige Verfügung der Bundesrichterin Trina Thompson, wenige Tage vor der Abstimmung erlassen, untersagt es dem Ministerium, Wahlbeamte mit Strafverfolgung zu bedrohen.
Der Demokrat Xavier Becerra besiegte den Republikaner Steve Hilton mit großem Vorsprung im Rennen um das Gouverneursamt in Kalifornien.
- Tage vor der WahlDie einstweilige Verfügung der Richterin Trina Thompson untersagt Drohungen gegen Wahlbeamte
- 2.11.Der Supreme Court weist den Antrag der Regierung auf Aussonderung der Stimmzettel am Vorabend der Wahl zurück
- 3.11.Midterm-Wahlen finden statt
- 6.11.Das Justizministerium reicht die Mitteilung über die freiwillige Klagerücknahme ein
Fall nach den Midterms fallengelassen
Das US-Justizministerium hat seine Klage gegen Kalifornien über 20.000 Briefwahlstimmen zurückgezogen, die nach seinen Angaben von Nichtstaatsangehörigen eingereicht worden waren. Eine Mitteilung über die freiwillige Klagerücknahme wurde am späten Freitag, 6. November, in Los Angeles eingereicht und war an Richter David O. Carter vom US-Bezirksgericht für den Zentralbezirk Kaliforniens adressiert. Der Schritt erfolgte nach einer umfassenden Abfuhr für die Trump-Regierung bei den am Dienstag, 3. November abgehaltenen Midterm-Wahlen. Mehrere Bundesgerichte hatten sich zudem gegen die Behauptung der Regierung gestellt, Nichtstaatsangehörige würden in großem Umfang illegal wählen. Der Supreme Court hatte den Antrag bereits am Vorabend der Wahl abgelehnt. Das formale Ende des Vorstoßes kam erst nach dieser Reihe von Niederlagen.
Was der Antrag bezweckte
Das Ministerium wollte die Stimmzettel aussondern und getrennt lagern lassen, damit sie in keine Auszählung einfließen, bis die Identität der Wähler geklärt sei. Die Stimmzettel waren von Personen per Post eingereicht worden, von denen die Behörde annahm, dass sie wahrscheinlich nicht wahlberechtigt waren. Nach eigenen Angaben vermutete das Ministerium, dass Kalifornien etwa 20.000 Personen ohne US-Staatsbürgerschaft zu den Midterm-Wahlen zugelassen hatte. Bundesbeamte erklärten, sie hätten mehrere Datenbanken abgeglichen, um eine Liste mit Tausenden mutmaßlichen Nichtstaatsangehörigen zu erstellen, die ihrer Darstellung nach in den Wählerverzeichnissen Kaliforniens standen. Staats- und Kommunalbeamte entgegneten, die Liste sei veraltet und voller Fehler. Sie enthalte zudem Staatsbürger, die ihre Stimme verlören, wenn ihre Stimmzettel nicht gezählt würden.
Gerichtsbeschlüsse und Vorwürfe der Einschüchterung
Zuvor hatte die Regierung auch versucht, Wahlbeamte mit Vorladungen einzuschüchtern, gestützt auf dieselbe unbewiesene Behauptung, Tausende registrierte Wähler seien keine Staatsbürger. Wenige Tage vor der Wahl erließ die Bundesrichterin Trina Thompson eine einstweilige Verfügung, die es dem Ministerium untersagt, Wahlbeamte während der Bearbeitung der Stimmzettel mit Strafverfolgung zu bedrohen. Die Anordnung verbietet es den Behörden zudem, die Streichung bestimmter registrierter Wähler aus den Verzeichnissen zu verlangen, ihnen Stimmzettel zu verweigern oder ihre Stimmen nicht zu zählen. Thompson bezeichnete die Einschüchterung von Wahlhelfern und die Drohungen mit Strafverfolgung als rechtswidrig und willkürlich. Gewerkschaften und Bürgerrechtsorganisationen hatten wegen dieser Vorgänge Klage gegen die Regierung erhoben.
Weitere Rennen bei den Midterms
Xavier Becerra, ein Demokrat, gewann das Gouverneursamt in Kalifornien mit großem Vorsprung vor dem Republikaner Steve Hilton, und dieselbe Abstimmung entschied auch über die Sitze Kaliforniens im Repräsentantenhaus. In South Carolina gewann die Demokratin Nancy Lacore den ersten Kongresswahlbezirk und besiegte die Republikanerin Jenny Costa Honeycutt, eine Anwältin und Bezirksrätin im Charleston County. Die Associated Press erklärte Lacore um 18:51 Uhr Ortszeit zur Siegerin. Lacore tritt die Nachfolge der Republikanerin Nancy Mace an, die den Sitz nach einem erfolglosen Gouverneurswahlkampf aufgab.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- der StandardNach klarer Niederlage: US-Regierung gibt nach Streit um Briefwahl in Kalifornien auf
- watson.ch/Trump und Blanche geben im Streit um Wähler in Kalifornien auf
- HandelsblattNach US-Midterms: US-Justizministerium will Klage zu Kaliforniens Wahl zurückziehen
- Süddeutsche ZeitungUSA News: Regierung gibt im Streit mit Kalifornien auf
- Donald Trump
- Präsident, dessen Regierung die Klage gegen Kalifornien einbrachte
- David O. Carter
- Richter am US-Bezirksgericht für den Zentralbezirk Kaliforniens, der die Mitteilung über die Klagerücknahme erhielt
- Trina Thompson
- Bundesrichterin, die die einstweilige Verfügung gegen Drohungen gegenüber Wahlbeamten erließ
- Xavier Becerra
- Demokrat, der das Gouverneursamt in Kalifornien gewann
- Steve Hilton
- Republikanischer Kandidat, der im Gouverneurswahlkampf in Kalifornien von Xavier Becerra besiegt wurde
- Nancy Lacore
- Demokratin, die den ersten Kongresswahlbezirk in South Carolina gewann
- Jenny Costa Honeycutt
- Republikanerin, die das Rennen im ersten Bezirk von South Carolina gegen Nancy Lacore verlor
- Nancy Mace
- Republikanerin, die ihren Sitz im ersten Bezirk von South Carolina nach einem erfolglosen Gouverneurswahlkampf aufgab
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