Fußball · Bern

YB schlägt St. Gallen 2:0 – Platzverweis für Fernandes nach VAR-Einsatz sorgt für Empörung

Die Young Boys gewannen am Samstag, 24. Oktober, zu Hause 2:0, doch Edimilson Fernandes wurde in der 78. Minute nach einem VAR-Einsatz des Feldes verwiesen. Spieler, Experten und ein ehemaliger Schiedsrichter bezeichneten die Entscheidung als falsch.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von watson.ch/, Blick.ch, Tages Anzeiger und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Bern · Schweiz
Wie es dazu kam
  1. 59. MinuteSamuel Essende köpft YB zur 1:0-Führung
  2. 64. MinuteBahereba Guirassy trifft zum 2:0
  3. 78. MinuteEdimilson Fernandes sieht nach einem VAR-Einsatz direkt Rot
  4. Sieben Minuten vor SchlussCédric Zesiger klärt auf der Linie und verhindert den St.-Galler Ausgleich

Essende und Guirassy sichern YB den 2:0-Sieg

Die Young Boys besiegten St. Gallen am Samstag, 24. Oktober, im Wankdorf in der 11. Runde der Super League mit 2:0 und verkürzten den Rückstand auf Leader Lugano vorerst auf drei Punkte. Die erste Halbzeit war zäh: YB kontrollierte den Ball, ohne viele klare Chancen herauszuspielen. Der Schuss von Bahereba Guirassy, den Tom Gaal im letzten Moment blockte, war die beste Szene der ersten 45 Minuten.

Die Führung fiel in der 59. Minute, als Samuel Essende eine Flanke von Edimilson Fernandes per Kopf verwertete – sein 12. Saisontor. Guirassy erhöhte in der 64. Minute auf 2:0, indem er nach einem Pfostenschuss nachsetzte; es war sein erstes Tor im YB-Dress.

Der Platzverweis und der VAR-Einsatz

Fernandes sah in der 78. Minute nach einem Zweikampf mit dem St.-Galler-Captain Lukas Görtler direkt Rot. Schiedsrichter Lukas Fähndrich hatte auf dem Platz kein Foul gesehen, doch nachdem VAR Fedayi San die Bilder geprüft hatte, schickte er Fernandes vom Platz. Laut watson traf Fernandes mit dem nachschleifenden Bein den Knöchel Görtlers, der sich dabei den Knöchel verdrehte.

Es war bereits der zweite Platzverweis der Saison für Fernandes, und laut Blick drohen ihm statt einer Sperre vier Spiele. St. Gallen, das bis dahin nur 30 Prozent Ballbesitz gehabt hatte, drängte in Überzahl nach vorne. Cédric Zesiger klärte sieben Minuten vor Schluss einen Schuss von Okoroji auf der Linie und verhinderte so den Ausgleich der Gäste.

Kritik von Spielern, Experten und Schiedsrichter-Fachleuten

Die Entscheidung wurde nahezu einhellig kritisiert; Kommentatoren bei Blue und SRF nannten sie unglaublich, einen Skandal und eine Fehlentscheidung. Urs Meier, Schiedsrichter-Experte von Blick, bezeichnete die Entscheidung als Katastrophe, und Alain Bieri sagte, er sehe in der Szene keine Rote Karte. Der Schweizer Nationalspieler Admir Mehmedi, 76-facher Internationaler, machte bei Blue klar, was er davon hält.

„Der VAR hätte dort nicht eingreifen dürfen, Punkt! Fernandes trifft ihn mit dem Fuß, den er nachzieht, und der ist nota bene auf dem Boden.“

Admir Mehmedi, Schweizer Nationalspieler

Auch die Teamkollegen waren ratlos. Christian Fassnacht sagte, die Entscheidung sei für ihn unbegreiflich, und fragte, was die Offiziellen gesehen hätten.

„Für mich ist das völlig unerklärlich. Edi kann sein Standbein nicht in der Luft auflösen.“

Christian Fassnacht, YB-Teamkollege

Samuel Essende bezeichnete die Szene als natürliche Bewegung und forderte den Schweizerischen Fussballverband zum Eingreifen auf. Das wäre Gerechtigkeit, denn die Szene sei nie eine Rote Karte gewesen.

„Das wäre Gerechtigkeit. Denn das war nie und nimmer eine Rote Karte.“

Samuel Essende, YB-Stürmer

Blick argumentiert, eine Rote Karte setze ein Verschulden voraus – ob Absicht, bedingter Vorsatz oder Fahrlässigkeit – und verweist auf die UEFA, die festgestellt habe, dass solche Karten in dieser Saison in ihren Europacup-Spielen nicht mehr vorkämen. Als Beispiel dient das Champions-League-Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Barcelona, in dem Fermín López Wiliam Pacho mit den Stollen ins Gesicht traf, ohne dass der VAR eingriff.

Seoanes Absenz und wie es weitergeht

Trainer Gerardo Seoane wurde am Freitag, 23. Oktober, ins Spital gebracht, nachdem ihm schwindlig und unwohl geworden war. Die Ärzte diagnostizierten eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs im Innenohr. Der 47-Jährige fehlte an der Seitenlinie, Assistenztrainer Matteo Vanetta coachte von der Bank, und Seoane soll in der Woche ab dem 26. Oktober die Arbeit wieder aufnehmen.

Fernandes' Absenz könnte länger dauern. YB liegen vorerst weiter drei Punkte hinter Lugano, das am Sonntag, 25. Oktober, um 14.00 Uhr in Thun gastiert.

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