Twente Enschede gewinnt 1:0 gegen den FC Thun nach Roter Karte für Kristal zum Conference-League-Auftakt
Die Rote Karte für Patrik Kristal in der 60. Minute und das Tor von Ramiz Zerrouki in der 65. Minute entschieden am Donnerstag, 15. Oktober, das 1:0 von Twente Enschede gegen den FC Thun in der Conference League.
Twente Enschede hat am Donnerstag, 15. Oktober, sein Auftaktspiel in der Conference League in Enschede mit 1:0 gegen den FC Thun gewonnen. Eine vom VAR ausgelöste Rote Karte ließ Thun die letzten halben Stunden in Unterzahl spielen, und der Gastgeber erzielte kurz darauf das einzige Tor.
Ein VAR-Eingriff dreht die Karte um
Das erste Spiel von Thun in einer europäischen Gruppen- oder Ligaphase seit 13 Jahren begann als enge Partie. Schiedsrichter Genc Nuza zeigte Ramiz Zerrouki zunächst Gelb für ein Foul im Mittelfeld, änderte die Entscheidung nach Rücksprache mit dem VAR jedoch. Patrik Kristal, der 18-jährige Este, der erstmals für Thun in der Startelf stand, sah in der 60. Minute die Rote Karte, weil er seinem Gegenspieler auf den Unterschenkel trat. Die meisten Berichte nennen Zerrouki als den zuerst verwarnten Spieler, während RTBF Twentes Aske Adelgaard als denjenigen nennt, dessen Gelbe Karte zurückgenommen wurde. SRF urteilte, dass Kristal eine Absicht kaum vorzuwerfen sei, doch die Entscheidung löste dennoch heftige Reaktionen auf der Thuner Bank aus. Trainer Gian-Luca Privitelli schaute ungläubig zu und fragte den Schiedsrichter, was vor sich gehe.
- Patrik Kristal sieht nach einem VAR-Eingriff die Rote Karte
- Ramiz Zerrouki trifft, Twente Enschede führt 1:0
- Endstand 1:0 für Twente Enschede
Zerrouki entscheidet die Partie
Fünf Minuten nach Kristals Platzverweis traf Zerrouki in der 65. Minute vom Strafraumeck zum 1:0 für Twente. Blick beschrieb die Entstehung: Orjasaeter dribbelte über links, und Daouda Weidmann legte den Ball mit der Hacke für Zerrouki zurück, dessen flacher Schuss im rechten unteren Eck landete. Twente hatte zuvor ein Tor von Weidmann in der ersten Halbzeit bejubelt, doch der VAR erkannte es wegen eines Fouls in der Entstehung ab. Mit Thun in Unterzahl drückte Twente weiter, ohne ein zweites Tor zu erzielen. Laut SRF kam Thun in der zweiten Halbzeit nur zu einem Torschuss. Steffen im Thuner Tor parierte früh gegen Taha und hielt später in der 80. Minute und in der Nachspielzeit gegen Hlynsson und Weghorst. Wout Weghorst war am Tor nicht beteiligt, doch seine Läufe sorgten immer wieder für gefährliche Momente in der Thuner Abwehr.
Thun vor der Roten Karte
Vor dem Platzverweis hatte Thun mit einer kompakten Abwehr und einigen schnellen Kontern gegen den favorisierten Gastgeber das Spiel ausgeglichen gehalten. Reichmuth und Roth kamen beide in den ersten Viertelstunden zu Abschlüssen, danach wurde Thun kaum noch gefährlich. Privitelli nahm fünf Änderungen in der Startaufstellung gegenüber der 2:4-Niederlage beim FC Zürich am vorangegangenen Wochenende vor. Captain Marco Bürki blieb in der Schweiz, weil seine Partnerin ihr erstes gemeinsames Kind erwartet, sodass Jan Bamert die Kapitänsbinde trug, bis er zur Halbzeit ausgewechselt wurde. Twente bestritt sein 100. Europapokal-Heimspiel, ein Jubiläum, das AD neben dem Sieg erwähnte.
Wie es weitergeht
Thun tritt am Sonntag, 18. Oktober, wieder an, wenn die Mannschaft in der zweiten Runde des Schweizer Cups beim Promotion-League-Spitzenreiter Schaffhausen gastiert. Das nächste Conference-League-Spiel ist eine Woche nach dieser Partie ein Heimspiel gegen Hajduk Split. SRF merkte an, dass eine andere Entscheidung in der 60. Minute Thun einen Punkt hätte ermöglichen können, doch nach 90 Minuten stand es 1:0.
